Mannheim
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Der junge Jude · 1930-07-01 · Heft 4 (Juli 1930) · page 15

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Der junge Jude
Volume
3 (1930)
Issue
Heft 4 (Juli 1930)
Date
1930-07-01
Page
– (sequence 15)
Language
German
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mi der zunehmenden Sjbabilisieriiiig 4er politischen und wirtascBaltliehea yei*ältniisse:; immer williger und leichter in die Bahnen ihres frü»hea?ea Ler bans 'zurüqkfa,nden. Den Ausdruck dieses, Zwistes, brachte nun die »Magdeburger Tagung im Januar 1922. Sie wurde auf Drängen und Fordern de« bayrischen Gaues von der Butadesleitung anberaumt und sanktionierte^die Entwicklung durah die Affinahme eines Beschlusses, der die Laslösung de» »Jun^-Jüdischen-Wanderbundes« aus dem »Verbände der neutralen (jüdischen Jugendivereine Deutschlands« aussprach. Die im Köln ausgeschiedenen Führer und ihre rheinischen und sächsischen Gruppen schlössen .sich freudig dem autonomen WiJuog-Jüdiscihen Wandertand« wieder an. Wir fühlten uns nicht nur freier, ungehemmter in unserer Arbeit, sondern auch selbständig; wir fühlten die Verantwortung, die uns der Gang der Entwidklung: unseres Bundes «zugewiesen hatte und gingen eifrig daran, an uns zu arbeiten, zu lernen und unser Leben izu entwickeln und es aus eigener Verantwortlichkeit zu iführen. (Resolutionen post 'festum gefaßt auf Landesverbandstagurigen der Jugend vereine, änderten natürlich nichts. Der J. J. W. Ö. war mündig geworden, reif geworden seinen Weg allein zu suchen, war .kräftig genug, aufrecht ohne Hilfe zu gehen und begann sich seine Ideologie zu schaffen, Stein auf Stein, Stockwerk auf Stockwerk aufzusetzen und das feste Gebäude zu mauern, das -sich heute hier in Palästina einfügt i!n den stolzen Bou, den die organisierte jüdische Arbeiterschaft Erez Israels errichtet. Meshek Jagur, Juni 1930. VON FREUDENBERG BIS FRANKENBERG. Von Alfred Einstein, Mannheim. Wir haben uns an Alfred Einstein, der in den ersten Jahren des /. J. W. B. an führender Stelle im Bunde stand, mit der Bitte gewandt, uns seine Eindrücke aus dieser Zeit zu schildern. Die Schriftleitung. Als ich im Frühjahr 1921 als Student nach München kam, (kannte ich dein JJWB nur aus geheimnisvollen Andeutungen. Ich fand einen »Kreis sehr wertvoller, feiner Menschen, Jungens voll Natürlichkeit und Ungebundenheit, .Studenten, junge Kaufleute, fiohüler und eine Mädchengrupipe» die burschikos und doch recht fraulich war. Sie alle erfüllte ihre revolutionäre Tat mit Stolz, die Loslösung von dem in Vereinsformen erstarrten JJV, der immer mehr der Geselligkeit huldigte und nebenbei, gleichsam als Vorwand zu Zusammenkünften auch in jüdischer Geschichte und Wissenschaft machte. Die Wandergruppen hatten sich im (Sommer zuvor auf dem Bundestag in Freudenberg vom Verband losgelöst, sich zu einem eigenen Bunde organisiert, mit eigener Führerschaft und mit einer vom Verein bald verschiedenen Ideologie. , Biese Ideologie hat zunächst wesentliche Sätze aus der deutschen Jugendbewegung übernommen, schon in ihrem Bekenntnis zur (»Bewegung« und,hatte als ihr oberstes Prinzip aufgestellt die Erziehung suni In#yidua- Usnius. Man^ wollte jedem jungen Menschen die Voraussetzungen er#cblie- .ßen, ibn beifcamitmacheai mit den fundamentalen Sätzen jedweder Baartei- : und Gesinnungsgemeinechaft. Er . sollte neutral im guten Sinne des . Wortes .^eÄir--!unyQreing(an<wmen,- aufgeschlossen, für alle Fragen des Tages -und der m

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