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Der junge Jude · 1930-07-01 · Heft 4 (Juli 1930) · page 10

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Journal
Der junge Jude
Volume
3 (1930)
Issue
Heft 4 (Juli 1930)
Date
1930-07-01
Page
– (sequence 10)
Language
German
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Kwuzah Markanhof (Seth Senali) ist für unsere Betrachtung von geringerer Bedeutung, weil diese, Gruppe nur in beschränktem Maße als Ausdruck) irgendeiner besonderen Eichtumg innerhalb der deutschen zionistischen Jugendbewegung angesehen werden kann und welche auch jetzt kaum Beziehungen zu Jugendorganisationen unterhält. Es sei erwähnt, 'daß es ihnen gelungen ist, nach 9jährigem Aufenthalt im Lande einen schönen Mesehek zu errichten. Das Sdhicksal der Blau-Weiß Werkstätten ist so kurz und vielleicht auch so bekannt, daß ich mich kurz fassen kann. Es ist eine dem Zionismus innewohnende Erscheinung, daß Juden immer mit den im Ausland gewonnenen Auffassungen ins Land kommen und hier mit diesen Auffassungen die palästinensische Wirklichkeit zu meistern suchen. Aber es gibt wohl keinen Fall in der Gesdhichte der Alijoth, in dem eine Jugend in so kurzer Zeit und in solchem Maße gescheitert wäre wie der Blau-Weiß in Palästina. Ohne Zweifel waren schwere Zeiten im Lande, aber es ist wohl jedem klar, daß, wenn man nicht diese Menschen geradezu allem, was es an Kultur im jüdischen Volke gibt, entfremdet hätte, wenn man sie nicht in einem sozialen Geiste erzogen hätte, der eine Kluft zwischen ihnen und dem arbeitenden Jischuw schaffen mußte, sich wenigstens ein kleiner Kreis gefunden hätte, dieses mit großem Kräfteaufwand begonnene Werk fortzusetzen. Bedauerlich ist, daß mit dem Scheitern der Werkstätten Leistungen beruflicher Art verloren gingen und entscheidend war es für die Bewegung, daß fast automatisch der Zusammenbruch der Werkstätten den des größten zionistischen Jugendbundes in Deutschland nach sich zog. Mit der Gründung des Brith Haolim beginnt eine AJijah, die sich im Gegensatz zum Blau-Weiß voll und ganz in die Beihen der Arbeiterschaft einzugliedern sucht. Ohne nennenswerten Zusammenhang gingen unsere ersten Menschen ins Land, um ungehindert durch allzu starke Bindung an den Bund den rechten Zusammenhang zu finden. Wenige kamen bald nach Ejn Charod, Schon damals war man sich bewußt, daß der Kibuz letzten Endes all das verwirklichte, was man sich in der Goiiah zum Ziel gesetzt hatte. Dies gab uns die Sicherheit, den geeigneten Platz im Lande gefunden zu haben. Unsere Ohawerim arbeiteten in allen Plugoth und Meschakin des Kibuz. In den Kolonien Petach Tikwah, Sidhron Jaakow, in Balfouriah, Afule, Jagur, Gescher und Ejn Chorad waren sie in allen Arbeitsgebieten tätig. Bald stellten sich Schwierigkeiten ein. Die kulturelle Hachscbar-aih hatte nicht ausgereicht, um unseren Menschen die hebräische Sprache zu vermitteln. Die Tatsache, daß sie sich trotz guten Willens fremd fühlten, lähmte ihre Kraft, sich einzuleben. Nach deT* Vereinigung von Brith Haolim und JJWB. erkannten wir, daß wir den betretenen Weg nicht weiter gehen konnten. Da der Kibuz zu jener Zeit aus Meschakim und aus Plugoth, welch letztere in ihrer Zusammensetzung einen imbeständigen Charakter hatten, bestand, plante man einen KonzentrationspunM für den JJWB. in, Jagur und Petach Tikwah zu schaffen, da man ja die neuen Olim nicht sofort in die bestehenden Wirtschaften aufnehmen konnte. Die Pegischah der JJWB.er, die im Herbst 1925 in Ejn Charod stattfand, bestätigte diesen Plan. Die bald einsetzende Alija;hsperxe ließ ihn nicht zur Ausführung kommen. J etzt kamen schwere Zeiten. Die Arbeitslosigkeit der Krisenjahre, alle Bückschläge im Zionismus w

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