Der junge Jude
- Journal
- Der junge Jude
- Volume
- 3 (1930)
- Issue
- Heft 4 (Juli 1930)
- Date
- 1930-07-01
- Page
- – (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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lästinensischen 'Arbeiterseihaft gekommen war, so fanden die Chawerim in Palästina zu dem Teil der Arbeiterschaft, der der Vorkämpfer für die Interessen der Arbeiterklasse in Palästina ist — zur KJbuzbewegung. Der Weg in den Kibuz, der mit seinen Kommunen in Stadt und Land der Wegbereiter der neuen, sozialistischen Gesellschaft ist, — er bedeutet die konsequente Fortführung all der früheren Entscheidungen des Bundes. Die Tendenz zum Zentrum revolutionärer Verwirklichung wird innerhalb des Bundes ihre höchste Manifestation im Bekenntnis zum Kibuz finden. Auf dem Bundestag dieses Jahres will sich der JJWB. den Namen „Brith Ilaolim" geben. Die zehnjährige Vergangenheit des Bundes, auf die wir heute zurückbüdken, läßt ihn nicht oihne Berechtigung den Namen der „Aufsteigenden" führen. Der Weg in die Zukunft geht weiter aufwärts, auf der Bahn der sozialistischen Verwirklichung in Erez Israel. Wolfgang Orbach. Uriel Rosenblatt: ERÖFFNUNGSANSPRACHE. Am 8. Juli fand in Giwath Brenner bei Rechowoth in der Plugah des Kibuz Hameuchad die Pegisckak aller Chawerim des JJWB, die sich in Palästina befinden, statt, # Aus der Fülle des Besprochenen bringen wir in diesem Heft drei grundlegende Äußerungen. Auf die Bedeutung der Tagung werden wir noch zurückkommen. Nicht zum ersten Male versammelten sich die Chawerim des JJWB. im Lande, um über das Schicksal unserer Bewegung hier und in der Golah zu sprechen. Fast 5 Jahre sind verflossen, seit wir uns an der Quelle in Ejn Oharod versammelten. Heute wie auch damals fühlen wir uns nicht etwa als Träger einer besonderen Mission innerhalb der Arbeiterschaft. Wir glauben nicht, daß uns unsere Vergangenheit eines Landes und einer Bewegung der Gallith zu einer besonderen politischen oder gesellschaftlichen Stellung in Erez Israel und im Kibuz berechtigten. Den alten Grundsatz des Brith Haolim, nicht nur Nachwuchsbewegung, sondern auch, ein organisches Glied der Arbeiterschaft zu bleiben, werden wir auch in Zukunft bewahren. Aber die Sorge um unsere Bewegung darf uns auch hier nicht verlassen. Wenn nun die Gründe, die uns smr Einberufung dieser Pegischoth veranlaßt haben, die gleichen geblieben sind, wie reich ist doch die Geschichte dieser letzten 5 Jahre an Krisen, Mutlosigkeit und Niedergang, an Zuversicht, Erfolg und Aufstieg unserer Bewegung gewesen! Wir haben Tage durchlebt, in denen eine große Zahl unserer Chawerim das Land verließen. Im Zionismus glaubte man nicht mehr daran, daß es für den deutschen Ohaluz im Lande eine Lebensmöglichkeit gäbe. Jahre hindurch mußten wir nicht nur um Alijah, sondern sogar um die Existenz des Hechaluz kämpfen. In einer Zeit, in der der Blau-Weiß zugrunde ging, als der Zionismus sich von einer schweren wirtschaftlichen Krise bedroht fühlte, konnten wir den J. J. W. B. aufrecht erhalten, konnte von ihm der Kibuz Cheruth geschaffen werden. Wer hätte noch vor 2 Jahren, als man sich zum Beginn der fünften Alijah rüstete, geglaubt, daß diese 20 Menschen des Kibuz 115