Der junge Jude
- Journal
- Der junge Jude
- Volume
- 2 (1929-1930)
- Issue
- Heft 2 (Juni 1929)
- Date
- 1929-06-01
- Page
- – (sequence 19)
- Language
- German
- Belongs to
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Ueberresten der Kwuzoth Maajan aus Kußland, einer litauischen Kwuzah und einer Gruppe des Kibbuz Wollin zusammen. Diese 3 Gruppen, die sich früher in Nes Ziona als Plugah des Kibbuz Hameuchad befanden und die alle während der langen Zeit der Krise im Lande stark zusammengeschmolzen waren, vereinigten sich zu einer Gruppe der Plugah des Kibbuz Hameuchad. Sie lebte bis vor ungefähr 3U Jahr in der Moschwah, wo sich auch ihre Zelte befanden. Dann unternahmen die Menschen die ersten Schritte zu ihrer Ansiedelung. Hier in der Umgebung von Kechowoth gibt es Boden des K. K. L.- Nicht weit vom Boden der Kwuzah Schiller befand sich auch ein Stück von 200 Dunam. Diesen Boden besetzte die Plugah des Kibbuz Hameuchad und auf diesem Boden (100 Dunam) ließen sich die Plugah sowie eine Gruppe von 30 Menschen des Hanoar Haowed nieder. Der Besitz von Boden war für diese Plusrah in doppelier Beziehung wichtig. Einerseits durch die Möglichkeit der Errichtung eines Meschek eser, einer HilfsWirtschaft, andertrseits eröffnete d«r Besitz einer Bodenfläche Aussichten auf An Siedlung In welcher Weite oder Nähe die Ansiedlung liegt, läßt sich schwer sagen. Dazu gehört viel Arbeit und auch Geld. Es besteht z. B. die Frage des Ansiedlungsbudgets Denn bekanntlich ist eine Ansiedlung für Arbeiter ohne dieses unmöglich. Es ist ja bekannt, daß die Arbeiter in den letzten Jahren sich in den Kolonien bemüht haben, Hilfswirtschaften einzurichten. Sie sind für die Verwurzelung der Arbeit im Lande von großer Wichtigkeit. Die Einnahmen aus den Wirtschaften erhöhen den Verdienst der Arbeiter und so wird der Lebensstandard erhöht. Weiterhin erhält dadurch der Arbeiter in begrenztem Umfang auch die Existenzmöglichkeiten in arbeitslosen Zeiten, was für die Eroberung der Arbeit von großer Bedeutung ist. Im Allgemeinen ist es auch klar, daß die Stellung der jüdischen Arbeiter in ihrem Kampf gegen die Unternehmer gestärkt werden muß. Die Beziehungen der Unternehmer zu den Arbeitern können nicht grade als günstig bezeichnet werden. „Die objektiven Möglichkeiten sind hier diese: Es gibt ca. 1500 Dunam K. K. L. Boden, der zwar schon teilweise verteilt, aber faktisch noch unbesetzt ist Ein Teil des Bodens und zwar 200 Dunam, auf denen wir hier sitzen, liegt zwischen 2 großen Pflanzungen, die im Besitz einer englischen Gesellschaft sind und deren Verwalter Smilensky ist. Wir haben uns durch unsere Occupationsabsichten seine besondere Gegnerschaft erworben, weshalb er uns auch keine Arbeit in der von ihm verwalteten Pflanzung gibt. Nach und nach ist es gelungen, drei Menschen von uns dort unterzubringen, aber außer diesen arbeiten noch 40 Arbeiter aus der Kolonie, die jeden Tag heraufkommen, während wir, die wir neben der Pflanzung wohnen, täglich eine Stunde und noch mehr zur Kolonie laufen müssen, um an unsere Arbeitsstelle zu gelangen." In der Kolonie werden nicht nur landwirtschaftlich vorgebildete Arbeiter gebraucht, sondern Maurer, Kalkarbeiter und andere Fachleute. Auch für die Handwerker ist ebenfalls die Frage der Eroberung der Arbeit in der Kolonie gestellt. „Ich weiß nicht, wie es in allen Kolonien aussieht, ich weiß nur, daß tagtäglich in unserer Kolonie hunderte von Arabern bei allerlei Arbeiten beschäftigt sind. Es gibt hier Betriebe, zu denen Juden überhaupt keinen Zutritt haben." Soweit jüdische Arbeiter in der Kolonie arbeiten, gibt es für sie eine bestimmte Organisierung. Die Organisation des Arbeitsnachweises sieht folgendermaßen aus. Es gibt ein Arbeitsamt und diesem wird seitens der Arbeitgeber der Bedarf an Arbeitnehmern aufgegeben. Das Amt verteilt 47