Der junge Jude
- Journal
- Der junge Jude
- Volume
- 4 (1931)
- Issue
- Heft 1-2 (Januar 1931)
- Date
- 1931-01-01
- Page
- – (sequence 35)
- Language
- German
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„Chuge hanoar halomed" zu einer Kwu" zah von ungefähr 30 Chawerim zusam" menschlossen- Von dieser Zeit an stand vor den beiden Bewegungen, die sich unabhängig voneinander an den Schulen Tel- Avivs und Jerusalems zu ein und dem" selben Erziehungsziel entwickelt hatten, die Frage der Vereinigung. Zwar bestanden in den Erziehungsmethoden noch grundlegende Unterschiede, jedoch war das gemeinsame Erziehungsziel „Chaluziuth" eine genügend starke Basis für die Einigung der beiden Organisationen- So vollzog sich im Frühjahr 1930 der Zusammenschluß beider Bewegung zu einer Organisation, wobei nur die getrennten Namen erhalten blieben. Inzwischen hat sich die Kwuzah in Kfar Jechezkiiel durch Hinzukommen neuer Olim auf 40 Chawerim vergrößert. Es ist noch unsicher, wann die Kwuzah zur Ansiedlung kommen wird- Die Bewegung steht mit der Kwuzah in engster persönlicher und brieflicher Verbindung. Die „Kreise" in Tel-Aviv umfassen jetzt etwa *20 Chawerim und Chaweroth, während die „Legion" in Jerusalem etwa 1?0 Menschen umfaßt. Außerdem bestehen noch Ortsgruppen in Petach Tikwah und in Rechowoth. Die Organisation zählt heute, die Chawerim in Kfar Jechezkiel ausgenommen, 350—400 Menschen. Die Bewegung geht jetzt daran die Errungenschaften der letzten Jahre theoretisch zu fundieren- Schon längst hat die Bewegung einen engen Kontakt mit der Histadruth aufgenommen» die ihre Arbeit in weitem Umfange unterstützt» In dem Augenblick, in dem diese Schuljugend sich klar zur Arbeiterschaft und zum Sozialismus bekannte, begann sie auch unter den Angriffen und Verleumdungen der Gegner, zu leiden. Vor etwa 3 Monaten veröffentlichte der „Doar-Hajom" einen flezartikel, in dem er die Mitglieder der Organisation! als Kommunisten Moskauer Richtung bezeichnet und die Eltern und Lehrer von den Auswüchsen dieser Bewegung warnt. Trotz der Gegnerschaft aber hat die Bewegung unter den Schülern des Landes Anklang gefunden und wird ohne Zweifel in Zukunft ihren Rahmen noch erweitern können- Es wäre ohne Frage von Bedeutung, wenn es gelänge, zwischen dieser Bewegung und den chaluzischen Jugend" Organisationen der Golah eine Verbindung herzustellen. Jerusalem,, Dezember 1930- Georg Pape« Hechaluz Hazair- Der Hechaluz Hazair in Polen zählt ungefähr 7 000 Mitglieder. Wenn man aber einen Bund nach der Zahl seiner Menschen in der Hachscharah bewertet, so ist der Hechaluz Hazair der wesentlichste Chaluzbund in Polen. Mehr als andere Bünde trägt der Hechaluz Hazair einen proletarischen Charakter- Er sucht auch in der Hachscharah Formen, die der arbeitenden Jugend entsprechen. In einer Kundgebung schreibt die Bundesleitung des Hechaluz Hazair: r,Der Hechaluz Hazair war der erste Jugendbund, der breite arbeitende Volksschichten erfaßte; er drang tief in sie ein und scharte sie um den Hechaluz. Auch heute besteht der Hechaluz Hazair zu 75% aus arbeitender Jugend. Hunderte Chawerim, die durch uns zum Hechaluz erzogen wurden, gehörten zu den Ersten der großen volkstümlichen Hachscharahkibbuzim, die eine neue Epoche in der Hachscharah kibbuzith einleiteten und den Hechaluz durch die Schaffung eines ständigen Hachscharähikib" buz auf eine neue Stufe erhoben." Die soziale Zusammensetzung des Bundes wirkt auf sein kulturelles Milieu. Die Eltern, die keine Mittel haben, die verhältnismäßig hohen Beträge für die hebräische oder jiddische Schule zu bezahlen, schicken ihre Kinder in die staatliche polnische Schu]e, die unentgeltlich besucht werden kann. Diese Schule wirkt bewußt assimilatorisch. Vielen jungen Menschen, die zum Hechaluz Hazair kommen, fehlen so die primitiven Grundlagen jüdischer Kultur. 3*