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Der junge Jude · 1931-01-01 · Heft 1-2 (Januar 1931) · page 34

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Der junge Jude
Volume
4 (1931)
Issue
Heft 1-2 (Januar 1931)
Date
1931-01-01
Page
– (sequence 34)
Language
German
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Landes durch jüdische Unternehmer mit arabischen Arbeitern mit sich bringt- Man kam zur zweiten Alijah mit ihren Problemen und erkannte, daß erst die Menschen, die zu jener Zeit ins Land kamen, durch Selbstarbeit den Grundstein für das Entstehen des neuen Jischuw gelegt und unserem gesamten Palästinawenke die Grundlage gegeben haben- So tauchte aus der Beschäftigung mit der Geschichte des Aufbaus vorerst noch unklar der Gedanke der Arbeit auf. Inzwischen schlössen sich dem ersten Kreis weitere Kreise an, die in dem gleichen Sinne zu arbeiten begannen. Die Bewegung der „Kreise" am Tel- Aviver Gymnasium vergrößerte sich und gelangte — teils unter dem Einfluß der Arbeiterjugend, teils durch eigene Entwicklung von innen heraus — zu einer immer klareren, konkreteren Auffassung ihrer Aufgabe. Sie erkannte, daß, genau wie außerhalb Palästinas, auch in Erez-Israel die Jugend und gerade auch die lernende Jugend die Pflicht habe, durch persönliche Verwirklichung, Vorkämpfer für die Normalasierung des jüdischen Lebens zu sein- Die „Chuge hanoar halomed" — dies der Name, der sich im Innern der Bewegung herausbildete — wurden, ohne daß jemals ein bindender Beschluß darüber gefaßt wurde, zu einer, von einem starken Willen getragenen chaluzischen Jugendbewegung in der Schuljugend Tel-Avivs. Die Verwirklichung ließ nicht lange auf sich warten. Schon 1928 geingen aus den „Chugim" die ersten 12 Chaluzim, nachdem sie größtenteils die Schule beendet hatten, zur Arbeit aufs Land. Sie wandten sich zuerst nach Chedera, wo sie längere Zeit zusammenlebten und in Außenarbeiten, hauptsächlich in den Pflanzungen, tätig waren- Nachdem sie dort vom Fieber erfaßt wurden, mußten sie vor einiger nun) nach Kffar Jechezkiel im Emek über, wohin allmählich noch neue Chawerim aus der Bewegung nachkamenaus der Bewegung nachkamen. Inzwischen war ein Ereignis eingetreten, das die „Chugim" auf ein viel breitere Grundlage stellte und der Chaluziuth an den Schulen Palästinas neue, weitere Aussichten eröffnete. Um die Osterzeit des Jahres 1930 vereinigten sich die „Chuge hanoar halomed" mit der „Legion hazofim" in Jerusalem; einer Jugendbewegung, die sich gleichfalls selbständig zu einem chaluzischen Ziele entwickelt hatte. Die „Legion hazofim" ging vor 6 Jahren aus einer über das ganze Land verbreiteten Skoutorganisation hervor, die es sich zum Ziele gesetzt hatte, die allgemeinen skoutischen Begriffe in die jüdische Jugend Palästinas hineinzutragen. Zuerst kleine, dann immer größere Teile der Bewegung spürten, daß Skouting nicht alleiniger Lebensinhalt sein könne. Daß die Bewegung die Pflicht habe, die Wirklichkeit des Lebens zu untersuchen und daraus Lebensinhalt und Ziel zu gewinnen. Man prüfte die heutige Gesellschaft, untersuchte ihre verschiedenen Au'sdrucksform und gelangte auf diesem Wege zu einer völligen Verneinung der Wirklichkeit, die man als ungerecht und unnatürlich empfand. Doch die Ablehnung des Heutigen genügte den Menschen der „Legion" nicht. Sie strebten nach dem Positivem, das an Stelle des heutigen Negativen treten sollte und fanden es in der Erneuerung des Individuums zu einem naturnahen, gerechten und selbstarebitenden Gemeinschaftsmenschen. Diese innere Entwicklung führte dazu, daß auch in der „Legion" der Gedanke der Verwirklichung durch Arbeit immer konkretere Formen annahm und Chaluziuth der Bewegung als das Erziehungsziel hingestellt wurde- Die ersten der „Legion", die vor 3 Jahren zur Arbeit übergingen, trennten sich bald von ihrer Ursprungsorganisation, da sie eine größere Konkretisierung des Zieles verlangten -und die damals noch nicht reife Bewegung ihnen nicht (folgen konnte- Mit ihrer weiteren Entwicklung brachte die „Legion" jedoch eine neue — innere — chaluzische Alijah hervor, die in der Bewegung bleiben, in ihr arbeiten und sie befruchten konnte. Im Herbst des Jahres 1929 gingen 17 Chaluzim aus der „Legion" hervor, die sich nach Chedera wandten und sich mit den dort arbeitenden Chawerim aus den 32

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