Der junge Jude
- Journal
- Der junge Jude
- Volume
- 1 (1927-1928)
- Issue
- Heft 3 (März 1928)
- Date
- 1928-03-01
- Page
- Seite 100 (sequence 30)
- Language
- German
- Belongs to
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Z.V.f.D. für die weitere Tätigkeit der Bewegung zusagte. — Die Debatte brachte auch eine klare Abgrenzung gegen die kleine Gruppe der linken Opposition, die mit ihrer prinzipiellen Ablehnung der nationalen Fonds und der Zugehörigkeit zur Zionistischen Weltorganisation sich außerhalb der Hechaluzbewegung stellte. Einen besonders breiten Raum nahm auf dieser Konferenz die Nachwuchsfrage ein. Die Hechaluzbewegung als historisches Instrument des Aufbaues betrachtet ihre Aufgabe keineswegs für beendet und kann daher auf ihren Nachwuchs nicht verzichten und gerade, wenn die schwere Situation in Erez Israel diesen Nachwuchs auf ein Geringes reduziert. Die Erziehungsarbeit des Hechaluz, hauptsächlich im Westen, wo die Chawerim häufig sehr assimilierten Kreisen entstammen, wird sehr erleichtert, falls ein Chawer noch, vor seinem Eintritt in den Hechaluz einem chaluzischen Jugendbunde angehört hat. Der Jugendbund ist heute wegen der schwierigen ökonomischen Lage in Erez Israel fast die einzige Nachwuchsquelle. Aus dieser Schicksalsgemeinschaft zwischen Hechaluzbewegung und Jugendbewegung ergeben sich ernste Verpflichtungen für den Hechaluz in Hinblick auf die Jugendbewegung. Aus Raummangel müssen wir uns mit diesen kurzen Hinweisen begnügen. Wir nehmen an, daß den meisten unserer Leser der Verlauf der Tagung aus der zionistischen Tagespresse bekannt sein wird. Einen Wunsch möchten wir noch hinzufügen, daß der Geist des Optimismus und der Zuversicht, der diese Tagung beherrschte, auch auf anderen zionistischen Tagungen zu hn- DAS WERDENDE ZEITALTER*) Es kommt mir wie die Erfüllung einer Dankespflicht vor, wenn ich an dieser Stelle auf eine viel zu wenig gelesene *) Eine Monatsschrift für Erneuerung der Erziehung Kohlgraben bei Vacha / Rhön. Zeitschrift hinweise, die gerade uns sehr viel zu sagen und zu geben hat. Elisabeth Rotten und Karl Wilker geben diese Zeitschrift heraus, die in ihrem siebenten Jahrgang besonderes zu bieten verspricht. Die Februar-Nummer ist eine Festnummer für Martin Buber. Und von dieser Nummer aus, die sich durchaus nicht in jeder Aeußerung ausdrücklich mit Buber beschäftigt, können wir ein ganz neues Bild, eine ganz neue Seite der Wirksamkeit Bubers kennenlernen. Wir sehen hier Buber wirksam als re1 giösen Menschen, als Juden, der einer großen und besonderen Gemeinde etwas zu sagen hat, in der Begegnung mit den besten Kräften Europas. Unmittelbar interessierend ist für uns ein Aufsatz von Karl Wilker über „Religion, Politik und Erziehung", in dem er sich insbesondere mit Bernfeld auseinandersetzt. Das, was Wilker dort sagt, kann wohl nur den überzeugen, der Wilkers Ansicht ist: aber schon der Versuch, zwischen der Welt des relgiösen Sozialismus und auf marxistischer und psychoanalytischer Erkenntnis beruhendem Sozialismus eine Auseinandersetzungsmöglichkeit zu finden, sie so nahe aneinander heranzubringen, daß man beide zu gleicher Zeit und in ihrer Gegensätzlichkeit sieht, verdient den Dank derjenigen, denen beide Arteii des Sozialismus nahe und von Bedeutung sind. Zum Schluß seien noch die ausgezeichnete Zeitschriften-Bücherschau und ferner die Mitteilungen hervorgehoben, die in kürzester Form, aber von einer klaren Richtung aus, Hinweise auf alles Wichtige enthalten, das sich „gegen das Bestehende stellen und glückliche Wirkungen vorbereiten" will. G. L. BERICHTIGUNG In dem Aufsatz von Ber Borochow „Alljüdische Probleme und der Sozialismus" in Nr. 2 des „Jungen Juden" ist am Schluß des ersten Absatzes der 100