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Jüdische Korrespondenz · 1920-03-19 · 10 (19.3.1920) · page 6

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Journal
Jüdische Korrespondenz
Volume
6 (1920)
Issue
10 (19.3.1920)
Date
1920-03-19
Page
– (sequence 6)
Language
German
Belongs to
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Seite 6 Jüdische Korrespondenz Nr. 10 wohnt. Herr Stolzberg spricht über die technische Durchführung des Anschlusses. Der verdienstvolle Obmannstellvertreter der Machsike Loimde Thoiro, Herr Ignaz Brody hält sich nicht für kompetent, ohne mit dem Obmann Herrn Lederer, der verhindert war, an der Sitzung teilzunehmen und ohne Einwilligung des Gesamtvorstandes den Anschluß zu erklären. Selbstverständlich ist er für den Anschluß, war er doch stets für die Jugendgruppe, zu deren Gründer er gehört, als auch für Machsike Loimde Thoiro tätig. Unter allgemeinem Beifall hielt Dr. Feßler ein eingehendes Referat über Ziel und Zweck der Aguda und entwirft ein Programm für die Propagangaarbeit der nächsten Zeit. Jnsbesonders muß der Aguda-Gedanke in die orthodoxen Massen eindringen, um die in der letzten Zeit leider hervorgetretenen Separierungsbestrebungen der Juden aus den verschiedenen Ländern hintanzuhalten. Der Chossid möge in seiner Klaus dawenen, der ungarische Jude in seiner Synagoge beten, beide mögen ihre Minhagim beibehalten, aber alle müssen sich zu einer orthodoxen Einheitsfront bekennen. All dieses birgt der Name „Aguda" in sich. Herr Simon Schreiber spricht über die Organisation der Bezirks-Sektionen, für welche speziell die galizischen jungen Leute hervorragend tätig sein könnten. Herr David Baumgarten resmniert das Ergebnis der heutigen Beratung, worauf folgende Resulution einstimmig angenommen wird: „Die Vertreter der „Machsike Loimde Thoiro" erklären ihren Anschluß an die Aguda-Jugend-Organisation und werden zur nächsten Sitzung der Jugendgruppe ihre Vertreter entsenden." Obmann David Baumgarten dankt für die rege Beteiligung und schließt die Sitzung. Mitteilungen der orthodoxen Jugendgruppe. Samstag, den 20. März, um halb 3 Uhr nachmittags, beginnt Dr. Ben-Zion Fetzlev im Bethause Gemilas Chefed, XVII., Thelemangaffe, die Reihe seiner Propagandavorträge. An alle Mitglieder! Ab 20. März ist das Heim der Jugendgruppe jeden Samstag und Sonntag ganztägig geöffnet und wir bitten, von unserer reichhaltigen Bibliothek und den jüdischen Zeitschriften recht regen Gebrauch zu machen. * Sonntag, den 21. März, beginnt ein neues Schachturnier. Borstaudssitzung. Jeden Samstag, V28 Uhr abends, Besprechung. Preffesektionssitzung. Jeden Sonntag, 5 Uhr abends. Kraukenfürsorgesektionssitzuug. Jeden Montag, Vs6Uhr abends. In keinem orthodoxen Kaufe fehte die „Jüdische Korrespondenz". Orthodoxe Jugendgruppe. Wien, II., Obere Donaustraße 69. 30. Spendenliste. In der abgelaufenen Woche sind der Jugendgruppe nachstehende Spenden zugegegangen: Orthodoxe Jugendgruppe: Max Hofbauer K 1000 — (für Pessachaktionen); I. K. L 100'—. Maschinenaktion für heiuikehrende Palästinenser: Generaldirektor Ludwig Klausner L 300'—, K. Louis Katz Iv 110-. Krankenfürsorgesektion: N. N. K 300 —, Hermann Grünwald K 100'—, Sandor Adler K 50'—. Weitere Geldsendungen sind zu richten an den Wiener Bankverein, Filiale Stephaniestraße, auf Postsparkassenkonto Nr. 172829 für „Jugendgruppe" - und mit dem „Sektionsvermerk", oder an Herrn David Baumgarten II., Herminengasse 13.__ Zeder jugendliche geseHestrene Jude tritt der orthodoxen Jugendgruppe als Mitglied bei. — Mitgliederaufnahme täglich von 8 Whr früh vis 2 Ahr nachmittags und von 5 vis 8 Ahr abends im Aurea« der orthodoxen Jugendgruppe, II., Were Aonaujtraße 69. Jugendgruppe des Vereines zur Wahrung der Interessen des orthodoxen Judentums. Bereinslokal: II., Obere Donaustratze 60 (Eingang Floßgasse). Geöffnet an Wochentagen von 4 bis 8 Uhr abends, an Samstagen und Sonntagen ab v UhrvormittagS. Reichhaltige Bibliothek u. Zeitschriften zur freien Benützung der Mitglieder. SlHiurirn-Krnteilrtng vom 1. bis 6. Aisscrn 8680 (20. ins 25. März). Samstag, V2ll Uhr vormittags: Sidroh mit Kommentar. SamStag, 3 Uhr nachmittags: Mögen Awrohom, Mitgliederlernen. Samstag, 4 Uhr nachmittags: Vortrag, Herr David S chreib er. Sonntag, 6 Uhr abends: Gemoroh (Gitin), Herr Sal.Schreiber. Sonntag, Vo7 Uhr abends: Thillim. Se. Ehrw. Herr Rabbiner M. Flesch. Montag, 6 Uhr abends: Gemoroh (Gitin), Herr Sal. Schreiber. Montag, 1/,7 Uhr abends: Freies Lernen in geschlossenen Zirkeln. Dienstag, 6 Uhr abends: Gemoroh (Gitin), Herr Salomon Schreiber. Dienstag, 7 Uhr abends: Mischnoh (Pessochim), Herr Dr. L e mb e r g e r. ' Mittwoch, 6 Uhr abends: Gemoroh (Gitin), Herr Salomon Schreiber. Mittwoch, Vs? Uhr abends: Freies Lernen in geschlossenen Zirkeln. Donnerstag, 6 Uhr abends: Gemoroh (Gitm), Herr Salomon Schreiber. Donnerstag, Vs? Uhr abends: Haftauroh, Se. Ehrw. Herr Rabbiner M. Flesch. (Fortsetzung von Seite 4.) folgendes: Im September vorigen Jahres erhielten alle neugetauften Erwachsenen die Einladung, an dem für sie veranstalteten Unterrichtskurs teilzunehmen. Es haben sich sehr viele gemeldet, jedoch nur 150 bis zum Schluß ausgehalten. Die Männer habe ich im Zentral-Priesterseminar fünf Monate hindurch unterrichtet, während die Frauen im Sion-Institut dem Unterricht anwohnten. Der Prozeß der Bekehrung hält noch an. Die Absolventen des Lehrkurses erhallen vom Fürstprimas ein amtliches Attest, laut welchem sie vor Gott und Len Menschen würdig sind, den geborenen Katholiken gleich behandelt zu werden. (Schöne Folgen der Judenhetze!) (Die jüdische Bevölkerung von Lodz.) Aus Lodz wird gemeldet: Im Zusammenhang mit der Mazzothversorgung ließ der jüdische Gemeinderat I. I. Bermann in Lodz beim dortigen statistischen Amt der Gemeinde die jüdische Bevölkerungszahl ermitteln und erhielt den Bescheid, daß zurzeit 185.000 jüdische Seelen in Lodz ansässig sind. (Damit ist Lodz nächst Wien und Warschau die größte jüdische Gemeinde in Europa.) (Jüdische Flüchtlinge aus Südrußland in Rumänien.) Die „Agence des Balkans" meldet: Die rumänische Regierung hat einer großen Anzahl Juden, die vor den Bolschewiken aus Südrußland geflüchtet sind, das Uebertreten der rumänischen Grenze gestattet und veranlaßt, daß die Flüchtlinge in verschiedenen Teilen Beßarabiens Unterkunft finden. Gleichzeitig hat die rumänische. Regierung zur Verhütung etwaiger schädlicher finanzieller Folgen, die durch eine gleichzeitige Zuströmung von Rubeln aus Odessa und Südrußland sich ergeben könnten, die entsprechenden Maßnahmen getrosten. (Der Budapester neologe Oberrabbiner gestorben.) Der Oberrabbiner der Budapester israelitischen neologen Kultusgemeinde, Dr. Samuel Kohn, ist kürzlich im 79. Lebensjahre gestorben. (Ein Fonds von 20.000 Dollar für jüdische Handwerker und Kleinhändler in Polen.) Doktor- Bogen, der zur Reorganisation des amerikanischen Hilfswerkes in Warschau weilt, hat ein Telegramm aus New Jork erhalten, daß das Joint Distribution Comitee beschlossen habe,

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