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Jüdische Korrespondenz · 1920-01-23 · 4 (23.1.1920) · page 6

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jüdische Korrespondenz
Volume
6 (1920)
Issue
4 (23.1.1920)
Date
1920-01-23
Page
– (sequence 6)
Language
German
Belongs to
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Grofic mittel erfordert untere paläMna-Mtion. Jeder glaubenstreue Jude nimmt daran teil! Leite 6 Jüdische Korrespondenz Nr. 4 Nun dauerte die Ritualität der Mensa des Hochschulausschusses, zum Aerger aller rechtdenkenden, aufrechten Juden, kaum acht Tage. Die thoratreuen Studenten standen verlassen, und betrogen, dem größten Elend ausgesetzt da. Einige ließen sich herbei, unter dem Zwange Trefes zu essen. Die Uebrigen begannen eine Irrfahrt, die an allen rituellen Warmküchen vorbeiführte. Endlich landeten sie wiederum in der Einheit, wo sie provisorisch verköstigt werden. Da dieses Provisorium auch unhaltbar ist, hat die V- I. A. einen Mensaausschuß eingesetzt, der sich mit anderen außerhalb oer Vereinigung stehenden Herrn ergänzt hat, um die brennende Frage der Beschaffung einer mensa academica ritualis ehebaldigst in die richtige Wege zu leiten. ' ' Gleich die erste Besprechung hat günstige Resultate erzielt. Unter dem Protektorat des Herrn Üniversitätsprofefsor Heinrich Neumann hat sich ein Komitee gebildet, dem die Einheit die nötigen Lokale (II., Im Werd 13) zur Verfügung gestellt hat. Jetzt heißt es, die Kosten der Instandsetzung und Einrichtung der Räume zu beschaffen. Zur Ausbringung dieser Summe hat der V. I. A. beschloffen. zu Gunsten der errichtenden Mensa einen großzügigen literarisch-künstlerischen Abend zu veranstalten, aber schon heute sind dem Komitee namhafte Summen zugegangen, und zwar: Spenden für die mensa academica rituelle: Herr Adolf Fischer K 1000, Herr Max Hofbauer K 1000, Frau Josef Weißkopf K 1000. Spenden sind an Herrn Dr. Joel Pollak, II., Große Schiffgasse la, zu richten. _ Mädchengruppe. Wochenbericht. Nebst der ständigen Versorgung der in den verschiedenen Spitälern und Heimen unterbrachten Kranken und Siechen mit Liebesgaben, -wurde die junge Organisation der orthodoxen Mädchengruppe seit dem Eintreffen eines größeren Trupps von Kriegsflüchtlingen, die jetzt nach ihrer Heimat, teils nach Palästina, teils nach Amerika zurückkehren, vor die ernste Aufgabe gestellt, diese armen und unglücklichen Glaubensgenoffen zu versorgen. Mit hingebungsvoller Opferwilligkeit haben sich die Mitglieder der Mädchengruppe dieser überaus schweren Aufgabe unterzogen. Nur wer sie bei ihrer täglicher Arbeit gesehen hat, kann sich ein Bild machen davon, was das heißt, diese infolge jahrelang dauernden Kriegselends herabgekommenen kranken Frauen und Kinder zu speisen, pflegen und betreuen. Unsere jungen Damen leisten dies mit einer herzgewinnenden Art, die ihnen den Dank der armen Flüchtlinge, wie die Anerkennung der hiesigen orthodoxen Judenheit dauernd sichern. Trotz dieser schweren Belastung, die alle arbeitenden Mitglieder der Organisation in Anspruch nimmt, hat die Mädchengruppe Zeit gefunden, bei der Kinderbekleidung, welche die soziale Fürsorge der Adas Israel dank dem freundlichen Entgegenkommen des Vereines zur Rettung verlassener Kinder veranstaltet hat, den größten Teil der Arbeit auf sich zu nehmen. Die Fräuleins Malvine und Ester Baumgarten, Ella Felsenburg, Malvine und Lola Schiff und Hermine Schlesinger haben im großen Saale der Jugendgruppe alle Vorkehrungen getroffen, um die auf Dienstag, den 13. Jänner, anberaumte Bekleidung klaglos durchführen zu können. Um die anberaumte Zeit erschien, in Vertretung des Vereines zur Rettung verlaffener Kinder die auf sozialem Gebiete so hervorragend tätige Frau Dr. Gelber. Nach kurzer Begrüßung des in Vertretung von Adas Jsroel erschienenen Herrn Dr. Pollak begann dann unter Leitung der Frau Dr Gelber die Bekleidung und nach zwei Stunden verließen 60—100 Kinder in schmucken neuen Kleidern mit dankerfüllten Worten die Räume der Jugendgruppe. * Proqramm für die Woche vom 4. bis 10. Schebath. (24. bis 30. Jänner.) Samstag, halb 11 Uhr vormittags, II.; Große Schiffgaffe 1 a., Mitgliederlernen. Montag, viertel 7 Uhr abends, bei Fräulein Eva Stern, II., Herminengaffe 6, Krankensektion. Mittwoch, 6 Uhr abends, II., Große Schiffgasse la, Srdro (anschließend Diskussion und freie Aussprache). Anmeldungen und Anfragen sind zu richten an Fräulein Malvine Schiff, II., Krumbaumgafse 13. Iugendgruppe der „Machflke Ladath". Um auch der orthodoxen Jugend in der Inneren Stadt Gelegenheit zur Pflege jüdischen Wissens zu geben, hat sich zu diesem Zwecke eine Jugendgruppe im I. Bezirk, Latzenhof 2, gebildet, die sich am 21. Dezember 1919 unter dem Namen Jugendgruppe der „Machsike Hadath" Innere Stadt konstituierte. Der Verein hat sich zur Ausgabe gemacht, neben dem Studium jüdischer Wissenschaften die Jugend auch sportlich heranzubilden. Deshalb muß es sich die orthodoxe Jugend zur Pflicht machen, uns in unseren heiligen, hehren Zielen zu unterstützen, unserem Verein beizutreten und unserem täglichen Unterricht beizuwohnen. Nachfolgend unser Wochenplan. W o ch e n p l a n: Sonntag, 5 Uhr: Chumesch und Raschi der laufenden Sidra. Se. Ehrw. Herr Rabbiner Neuwirth. Montag, 5 Uhr: Chumesch und Raschi der laufenden Sidra. Herr Professor David K o h n. Dienstag, 5 Uhr: Gemoroh Beze. Herr Schrenzl. Mittwoch, 5 Uhr: New'im mit besonderer Berücksichtigung des Dikdik. Herr Schapira, Mitglied der Jugendgruppe. Donnerstag, 5 Uhr: Gemoroh Beze. Herr Schrenz!. Samstag. 7.3 Uhr: Dinim. 4 Uhr: Mrtrag über die laufende Sidra. Se. Ehrw. Herr Rabbiner Neuwirth. Vorträge werden besonders bekanntgegeben. Die Leitung. Mitteilungen der Iugendgruppe. VorstandSsitzuug. Jeden Samstag, um 6 Uhr abends, wichtige Besprechung. Pressesektionssttzung. Jeden Sonntag, 5 Uhr abends. Kraukeufürsorgesektionssttzung. Jeden Montag, um halb 6 Uhr abends. * Beiträge für das „Jugendgruppen-Beiblatt" sind zu richten an die „Presse-Sektion", II., Obere Donaustraße 69, Redaktionsschluß Montag abends. Orthodoxe Iugendgruppe. .Wien, II., Obere Donaustraße 69. Worte an jüdische Herzen: Wessen Taten mehr sind als seine Wissenschaft, dessen Wissenschaft hat Bestand! (Mischnoh Omans.) 23. Spendenliste. In der abgelaufenen Woche sind eingegangen: Orthodoxe Iugendgruppe: Martin Goldschmidt K100'—, Julius Winkler K100—, Juda Großbard K100*—. Krankenfürsorgesektion: Martin Goldschmidt K100—, Sandor Adler K 50 —. Maschinenaktion sür heimkehrende Palästinenser; Sammlung Redakteur Jonas Kreppel K 100'—, Sammlung Nathan Herzka, Alessandro Löwy, Milano K 100'—, Otto Weiß K 100'—, Josef Rosenthal K 100'—, Juda Großbard K 50'—. Weitere Geldsendungen sind zu richten an den Wiener Bankverein, Filiale Stephaniestraße, auf Postsparkassenkonto Nr. 172829 für „Iugendgruppe" und mit dem „Sektionsvermerk", oder an Herrn David Baumgarten, II., Herminengasse 13._;_' Iugendgruppe des Vereines zur Wahrung der Interessen des orthodoxen Judentums. Vereinslokal: II., Obere Donaustraße 69 (Eingang Floßgasse). Geöffnet an Wochentagen von 4 bis 6 Uhr abends, an Samstagen und Sonntagen ab SUhrvormittagS. Reichhaltige Bibliothek u. Zeitschriften zur freien Benützung der Mitglieder. SrHiurim-KinteiLung vom 4. bis 11. SctzebcrLH 8680 (26.—31. Jänner). Samstag, V2II Uhr vormittags: Sidroh mit Kommentar, Sr. Ehrw. Herr Rabbiner S. Neuwirth. Samstag, 2 Uhr nachmittags: Mögen Awrohom, Mitgliederlernen. Samstag, 7r 4 Uhr nachmittags: Vortrag. Sonntag, 5 Uhr abends: Gemoroh (Gitin), Herr Salomon Schreiber. Sonntag, 7»7 Uhr abends: Thillim. Se. Ehrw. Herr Rabbiner M. Flesch. Montag, 5 Uhr abends: Gemoroh (Gitin), Herr Salomon Sch reib er. Montag, 'U Uhr abends: Sidroh mit Kommentar, Se. Ehrw. Herr Rabbiner A. Weiß. Dienstag, 5 Uhr abends: Gemoroh (Gitin), Herr Salomon Schreiber. Dienstag, 7^ Uhr abends: Mischnoh (Megilloh), Herr Dr. L e mb e r g e r. Mittwoch, 5 Uhr abends: Gemoroh (Gitin), Herr Salomon Schreiber. Mittwoch, 7<7 Uhr abends: Sidroh mit Kommentar, Se. Ehrw. Herr Rabbiner A. Weiß. Donnerstag, 5 Uhr abends: Gemoroh (Gitin), Herr' Salomon Schreiber. Donnerstag, 7,7 Uhr abends: Hastauroh, Se. Ehrw. Herr Rabbiner M. Flesch. Ankündigungen: Mincha-Gebet täglich um 7*2 Uhr nachmittags im alten Vereinslokal, II., Große Schiffgaffe 16.

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