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Jüdische Korrespondenz · 1920-01-16 · 3 (16.1.1920) · page 5

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Journal
Jüdische Korrespondenz
Volume
6 (1920)
Issue
3 (16.1.1920)
Date
1920-01-16
Page
– (sequence 5)
Language
German
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Nr. 3 Jüdische Korrespondenz Seite 5 JU GENDGRUPPEN-BEIBLATT Zweite Mitgliederversammlung. -Mit besonderem Interesse und unter reger Beteiligung der Mitglieder verlief Sonntag, den 11. Jänner 1920, die zweite Mitgliederversammlung der Jugendgruppe. In Abwesenheit des erkrankten Obmannes eröffnete der Stellvertreter Nathan Herzka die Versammlung, begrüßte die Erschienenen und gedachte in tiefempfundenen Worten des unlängst verstorbenen Herrn L. D. Hirschler s. A., zu dessen Ehren sich die Anwesenden von ihren Sitzen erhoben. Sodann gab Redner ein kurzes klares Bild der bisherigen Tätigkeit der Jugendgruppe, hob insbesondere die gegenwärtig mit so großem Erfolg durch geführte Paläftinenser-Heimkehreraktion hervor und begrüßte die vor kurzem gegründete Mädchengruppe. Ferner machte er die Mitteilung, daß sich in der inneren Stadt auch eine orthodoxe Iugendgruppe gegründet hat, die bisher 60 Mitglieder zählt und schon einen ständigen Schiur eingerichtet hat, was mit Beifall ausgenommen wurde. Hierauf erstattete Simon Schreiber den Bericht über die bisherige Tätigkeit des Unterrichtsausschusses. Er hob die besonderen Schwierigkeiten hervor, die die Zusammenstellung der Schiurim verursachen, indem nicht allen Zuhörern Rechüung getragen werden kann, anderseits aber der Stoff so vielseitig ist, daß jeder das Gesuchte findet. Die geringe Auswahl der in Betracht kommenden Lehrkräfte erschwerte den Ausbau des Lehrplanes. Trotz alldem sollen auch andere wichtige Schiurim zu den bestehenden noch hinzugefügt werden. Sodann sah er sich bemüssigt, scharfe Keitik zu üben, weil die Schiurim nicht in dem Maße besucht werden, als es der Anzahl der Mitglieder entspricht. Er erklärte, daß Aweudo und Gemilas Cheffed sicher! ch sehr wichtig sind, daß aber der Thora der Vorrang gebührt. Eine Organisation, die nicht auf Thora basiert, deren Bestand ist nicht garantiert. Er betont, daß es daher eine moralische Pflicht jedes Einzelnen sei, die Schiurim täglich zu besuchen, wodurch auch die gesamte Jugendgruppe an Ansehen gewinnen wird. (Allgemeiner Beifall.) Emanuel Felsenburg berichtet über die Maschinenaktion, die bisher K 35.400 und drei Maschinen gesammelt, wozu die englische Mission in Wien K 15.000 gespendet hat. In Anbetracht aber, daß heute eine gebrauchte Nähmaschine K 2200 und eine Strickmaschine fast das Doppelte kostet, sei dies noch lange nicht genügend. Redner bittet daher, von den heute zur Ausgabe gelangenden Sammelblocks regen Gebrauch zu machen. Sodann referierte er über die gegenwärtig in Durchführung befindliche Palästinenser-Heimkehreraktion, die gegenwärtig sich in einem aktuellen.Stadium befindet, indem Wien der Durchreiseort für die sowohl in der Tschechoslowakei als auch in Ungarn und Polen befindlichen Palästinenser werden wird. In selbstlosester Weise hat Fräulein Anna Lorbeerbaum auf Anregung der orthodoxen Jugendgruppe in Triest die kostenlose Heimbeförderung von 300 Palästinenser Flüchtlingen bewirkt. (Allgemeiner Beifall und Händeklatschen.) Von diesen Flüchtlingen befinden sich schon 60 in Wien auf der Durchreise, während weitere 120 aus dem Nikolsburger Lager avisiert sind. Unsere Aufgabe soll es sein, für sie während des Wiener Aufenthaltes für Unterkunft und Verpflegung sowie für Lebensmittel für die weite Reise zu sorgen. Redner bittet daher, in Anbetracht der so hochwichtigen Aktion regste Propaganda zu machen und dieser zu vollstem Erfolge zu verhelfen. (Lebhafter Beifall.) _(Schluß folgt.) Mitteilungen der Iugendgruppe. Borstandssitzuug. Jeden Samstag, um 6 Uhr abends, wichtige Besprechung. Preffesekttonsfitzung. 'Jeden Sonntag, 5 Uhr abends. Krankenfiirsorgesektioussitznug. Jeden Montag, um halb 6 Uhr abends. Korrespondenzen. (Paris.) In Paris wurde ein Verein „Schema Israel", Verein zur religiösen Erziehung und Propaganda gegründet. So sehr es zu begrüßen ist, daß sich auch in Paris — dem Seine-Babel — das Bedürfnis nach relegiöser Erziehung geltend macht, müssen wir , doch der Erwartung Ausdruck geben, daß die orthodoxe Judenschaft in Paris für die „Religion, Erziehung und Propaganda" nn altjüdischen Sinne arbeite. Wenn die unter Aegide des Großrabbiner von Paris, Israel Lewy, wirkende Vereinigung auch nur den religiösen Gedanken erweckt, wird sich mit der Zeit gewiß auch für die jüdische Tat mit Erfolg wirken lassen. (Kristiania.) Hier ist ein Verband der jüdischen Jugendvereine in den skandinavischen Ländern gegründet worden. Der Verband nlird auch mit Jugenovereinen im Aus lande, die lebendiges Judentum pflegen, in Verbindung treten. Wenn der Verband unter lebendigem Judentum, das erste alte Thaurojudentum versteht, wird diese Verbindung zur Erstarkung des Judentums und seines Lebens elementar beitragen. Orthodoxe Iugendgruppe. Wien, II., Obere Donaustraße 69. Worte an jüdische Herzen: Rüste die Jugend für den einstigen Lebensweg, damit Du ste reich machst an Mitteln, die ihr künftiges Wirken erfordert! (S. R. Hirsch, „Pflichten Jisroels".) 22. Spendenliste. In der abgelausenen Woche sind eingegangen: Orthodoxe Iugendgruppe: Dr. Leo Nasch K 100.—, Siegmund Wagschal K 50.—, N. N. K 50*—. Krankenfürsorgesektion: Amalia Groß K 80'—,. Anonymus K 60 —, Sandor Adler K 50 —, Gesammelt Johanna Moskovitz L 50'—, N. N. K 10 —, Anonymus K 8 —, Fräulein Modern K 5'—. Maschinenaktion für heimkehrende Palästinenser: Siegmund Schreiter K 300 —. Weitere Geldsendungen sind zu richten an den Wiener Bankverein, Filiale Stephaniestraße/ auf Postsparkaffenkonto Nr. 172829 für „Iugendgruppe" und mit dem „Sektionsvermerk", oder an Herrn David Baumgarten, II., Herminengaffe 13._ Iugendgruppe des Vereines zur Wahrung der Interessen des orthodoxen Judentums. BereinSlokal: II., Obere Donanstraße 69 (Eingang Floßgasse). Geöffnet an Wochentagen von 4 bis 8 Uhr abends, an Samstagen und Sonntagen ab 9 Uhrvoruiittag». Reichhaltige Bibliothek u. Zeitschriften zur freien Benützung der Mitglieder. Schiurim-KinLeicung . Pont 26. Gebet bis 3. SchebcrtH 6680 (17.—23. Jänner.) Samstag, '/*n Uhr vormittags: Sidroh mit Kommentar, Sr. Ehrw. Herr Rabbiner S. Reuwirth. Samstag, 2 Uhr nachmittags: Mögen Awrohom, Mitgliederlernen. Samstag,'/, 4 Uhr nachmittags: Vortrag, Se. Ehrw. Herr Rabbiner I. Baumgarten. Sonntag, 5 Uhr abends: Gemoroh (Gitin), Herr Salomon Schreiber. Sonntag, 7-J Uhr abends: Thillim, Se. Ehrw. Herr Rabbiner M. Flesch. Montag, 6 Uhr abends: Gemoroh (Gitin), Herr Salomon Schreiber. Montag, '/j7 Uhr abends: Sidroh mit Kommentar, Se. Ehrw. Herr Rabbiner A. Weiß. Dienstag, 5 Uhr abends: Gemoroh (Gitin), Herr Salomon Schreiber. Dienstag, l/J Uhr abends: Mischnoh (Megilloh), Herr Dr. L emb e r g e r. Mittwoch, 5 Uhr abends: Gemoroh (Gitin), Herr Salomon Schreiber. Mittwoch, Uhr abends: Sidroh mit Kommentar, Se. Ehrw. Herr Rabbiner A. Weiß. v Donnerstag, 5 Uhr abends: Gemoroh (Gitin), Herr Salomon Schreiber. Donnerstag, 7.7 Uhr abends: Haftauroh, Se. Ehrw. Herr Rabbiner M. Flesch. Ankündigungen: Mincha-Gebet täglich um 7«2 Uhr nachmittags im alten Vereinslokal, II., Große Schiffgasse 16. In keinem orthodoxe!! nssse fehle die „Kdrlche tzsrrefpsudrirr u große Mittel erfordert untere Paläftina-flklion. Jeder alaubenstreue Jude nimmt daran teilt

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