Jüdische Korrespondenz
- Journal
- Jüdische Korrespondenz
- Volume
- 6 (1920)
- Issue
- 1 (2.1.1920)
- Date
- 1920-01-02
- Page
- – (sequence 7)
- Language
- German
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Nr. 1 Jüdische Korrespondenz Seite 7 Orthodoxe Jugendgruppe. Wien, H., Ob?re Donaustraße 69. Worte an jüdische Herzen: Auf drei Dingen besteht die Wett: auf Tharrro, Gottesdienst «nd Wohltätigkeit! 20. Spendenliste. In der abgelaufenen Woche sind eingegangen: Orthodoxe Jugendgruppe: Nachtrag Bela Deutsch K 17 — (durch Sr. Ehrwürden Herrn Rabbiner S. Fürst), Chanukkahfeier K 1202—. Krankenfürsorgesektion: Klavierabend Jenny Löwy X 1303'—, Chanukkahfeier K 680'—, Sammlung Regine Löwy: B. Z. K 370;—, N. N. K 200'—, Frau Lea Berlin K100 —, Siegmund Schreiber K100 —, Sandor Adler K 50'— N. N. K 33 —, I. Friedländer K 10'—, Josef Blau K 10'—. Maschinenattion für heimkehrende Palästinenser: Mr. C. R. Buttler (durch Fräulein Anna Lorbeerbaum) K 15.000'—, Siegmund Bondi K 1000'—, Chanukkahfeier K 350'-. Weitere Geldsendungen sind zu richten an den Wiener Bankverein, Filiale Stephaniestraße, auf Postsparkassenkonto Nr. 172829 für „Jugendgruppe", Krankenspenden unter „Krankenbesuch" oder an Herrn David Baumgarten,II., Herminengasse 13. - Orthodoxe Mädchengruppe. Folgende Spenden sind eingelangt: Lili Fischer und Adolf Felsenburg je K 100'—, Elsa Weil K 80*—, N. Felsenburg K 70'—, S. Steinmetz und Julius Kritzler je X 50'—, Anonym K 40'—, je K 20'— spendeten Gisella Brody, P. Lobkowitz und Eva Stern, je K 10 - Tekla Adler, Tekla Brody, Josefine Heß, Alice Hirschler, Olga Heinrich, Jak. Kunstadt, Bella Lichtschein und Josefine Stern, Hedi Ehrenfeld K 4*.—. * . Für die Chanukkah-Beteilnng Lainz. Fräulein Röschen Schur, i Stern, Schiff, Felsenburg, Naturalien. v. X A. Die thoratreuen jüdischen Akademiker treffen sich jeden Mittwoch, um 7 Uhr abends, im Klubzimmer des Cafe Jägerhof, IX. Porzellangaffe 22. Are Hrthodore Jugend gruppe nimmt Abonnements für die „Jüdische Korrespondenz" und den „Kaderech" entgegen. Briefkasten. Dir. Brr. — Daß die Morgenzeitung es nicht der Mühe wert findet, in dem Bericht über die Aktion Lorbeerbaum das Wort selbstlos abzudrucken, darf Sie nicht wundern; nicht jeder kann begreifen, daß es Menschen gibt, die in völlig uneigennütziger Weise Zeit, Mühe und Geld den Mitmenschen widmen. Jugendgruppe des Vereines zur Wahrung der Interessen des orthodoxen Judentums. Bereinslokal: H., Obere Donaustraße 69 (Eingang Floßgaffe). Geöffnet an Wochentagen von 4 bis 9 Uhr abends, an Samstagen und Sonntagen ab 9 Uhr vormittag». Reichhaltige Bibliothek u. Zeitichriften zur freien Benützung der Mitglieder. Scbiurim-Kinteicung vom 12. bis 17. Hebet 5680 (3. bis 8. Jänner 1920). Samstag, V-11 Uhr vormittags: Sidroh mit Kommentar, Sr. Ehrw. Herr Rabbiner S. Neu wir th. Samstag, 2 Uhr nachmittags: Mögen Awrohom, Mitgliederlernen. Samstag, V; 4 Uhr nachmittags: Vortrag, Se. Ehrw. Herr Rabbiner I. Baumgarten. Sonntag, 5 Uhr abends: Gemoroh (Gitin), Herr Salomon Schreiber. Sonntag, x/47 Uhr abends: Thillim. Se. Ehrw. Herr Rabbiner M. Flesch. Montag, 5 Uhr abends: Gemoroh (Gitin), Herr Salomon Schreiber. Montag, */47 Uhr abends: Sidroh mit Kommentar, Se. Ehrw. Herr Rabbiner A. Weiß. Dienstag, 5 Uhr abends: Gemoroh (Gitin), Herr Salomon Schreiber. Dienstag, V*7 Uhr abends: Mischnoh (Megilloh), Se. Ehrw. Herr Rabbiner Schenk. Mittwoch, 5 Uhr abends: Gemoroh (Gitin), Herr Salomon Schreiber. Mittwoch, 7J Uhr abends: Sidroh mit Kommentar, Se. Ehrw. Herr Rabbiner A. Weiß. Donnerstag, 5 Uhr abends: Gemoroh (Gitin), Herr Salomon Schreiber. Donnerstag, * llJ Uhr abends: Haftauroh, Se. Ehrw. Herr Rabbiner M. Flesch. Ankündigungen: Mincha-Gebet täglich um lU2 Uhr nachmittags im alten Vereinslokal, U., Große Schiffgasse 16. (Fortsetzung von Seite 4.) auf ihr alle Richtungen der zionistischen Idee vertreten sein, und wegen der Auswanderung wäre in der polnischen Presse genügend geschrieben worden, um die Leute zu orientieren. Schließlich müßten Vorwürfe eher gegen die zionistischen Organisationen als gegen die Führer gerichtet werden, weil diese nicht die notwendigen Mittel für die vorbereitende Arbeit aufgebracht hätten. Cowen antwortete, daß der Wortlaut des Mandates auf der Londoner Konferenz nicht diskutiert worden wäre. Er wüßte wohl, daß einige britische Kolonien Selbständigkeit erhalten hätten, aber er dachte auch an Aegypten und Irland. Er behauptete, daß man nicht versucht hätte, die nötigen Bedingungen zu schaffen. Jede Abmachung mit der Regierung würde — wenn veröffentlicht — einen großen Eindruck auf die Araber machen. Man habe von der Regierung nicht freie Hand erhalten. So konnte die „Haboneh" Company ihre Registrierung in England nur erlangen, als sie eine Bürgschaft gab, daß 50 Prozent ihrer Ausgaben im Lande verbleiben würden. Dies ist ein schändliches Verlangen und es ist schändlich, daß es erfüllt werden mußte. Die öffentliche Meinung müsse tätiger beeinflußt werden als bisher. Rundschau. (Adolf Stand s. 21.) Sonntag, den 20. Dezember, verschied hier nach langer Krankheit der Führer der galizischen Zionisten und ehemaliges Mitglied des österreichischen Reichstages, Herr Adolf Stand, im Alter von 49 Jahren. Stand war einer der Begründer der zionistischen Bewegung in Galizien und hat durch sein hervorragendes Rednertalent und seine unermüdliche Agitationskraft wesentlich zur Entwicklung des Zionismus in Galizien beigetragen. An seinem Leichenbegängnisse beteiligten sich die weitesten zionistischen Kreise. (Demission Dr. Pappenheims). In der letzten Sitzung des Vorstandes der Wiener Kultusgemeinde hat der erste Vizepräsident Dr. Wilhelm Pap Pen heim die Demission gegeben und sein Mandat niedergelegt. Der Vorstand nahm die Mitteilung zur Kenntnis. Die Demission steht im Zusammenhang mit einem Zusammenstoß zwischen Dr. Pappenheim und einer Deputation der Kultusbeamten, welche gelegentlich der vorletzten Vorstandssitzung wegen einer Gehaltserhöhung vorgesprochen hat, wobei es zu überaus heftigen Szenen kam. (Die Agndas Jsroel in London.) Vor kurzem hielt die neugegründete Ortsgruppe der „Agudas Jsroel" in London, welche die Geschäfte der britischen Landesorganisation führt, eine interne Versammlung ab, in der Dr. Jung über den Stand der Aguda-Vewegung in den einzelnen Ländern, insbesondere in Palästina und Polen, berichtete und auf die Notwendigkeit hinwies, daß die Orthodoxie in starker Organisation an dem Werke des Wiederaufbaues in Erez Jsroel wie in der Diaspora mitwirke. Aguda-Gruppen sind bisher in Glasgow und Liverpool gegründet, an anderen englischen OrtenDn