Jüdische Korrespondenz
- Journal
- Jüdische Korrespondenz
- Volume
- 5 (1919)
- Issue
- 43 (21.11.1919)
- Date
- 1919-11-21
- Page
- – (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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Spendet für den?ond$ für durchreitende Flüchtlinge und Kriegsgefangene! Seite 6 Nr. 43 Jüdische Korrespondenz Aufruf. Die Heimreise der Palästinenser steht vor der Verwirklichung. Spenden für die Aktion der orthodoxe« Jugendgruppe zu« Ankauf von Maschiueu und Werkzeug für die Heimkehrer mit dem Vermerk „Maschiuenaktion" au Herrn David Banmgarte«, H., Herminengasse IS, oder an de« Wiener Bank-Bereiu für Jugeudgruppe erbeten. Anmeldungen für die Aktion der Frau Anitta Müller „Wiener Kinder »ach Holland" (rituell) im Bureau der Sozialen HilfSgemeiuschaft, II., Praterstraße 17. Information! Im Artikel „Die Jugendfürsorge" (Rückblick) der „Jüdischen Korrespondenz Nr. 35/36 (Seite 9) wird bei Besprechung der SpitalSbesuche, unseres Vereines „Krankenbesuch" (Bikur Chaulim) anerkennend erwähnt, jedoch bemerkt, daß „noch bis kurzer Zeit" der Verein sich rege auf dem Gebiete der Krankenbesuche betätigte. Dieser Passus ist geeignet, in der jüdischen Oeffentlichkeit die irrige Meinung zu erwecken, daß unser Verein gegenwärtig seine Haritative Tätigkeit in den Spitälern und im Versorgungsheim in Lainz gänzlich eingestellt, zumindest eingeschränkt hat. Dies trifft in keinerlei Weise zu. Der seit dem Jahre 1902 bestehende Mädchen- und Frauenverein „Krankenbesuch" („Bikur Chaulim", l. Seitenstertengaffe 3) bezweckt gelegentlich der regelmäßigen Besuche sämtlicher Krankenanstalten in Wien unseren kranken und verlassenen Glaubensgenossen Erfrischungen und sonstige Naturalspenden zu verabreiche«, überdies den mittellosen Patienten entsprechende Geldunterstützungen angedeihen zu lassen. Weiterfällt in unseren Wirkungskreis: die Verabreichung von rituell zubereiteter Kost (Sederabende) und Mitwirkung an der Unterbringung Erholungsbedürftiger in Kurorten. Eine besondere, wenn auch schwierige Aufgabe erblicken wir darin den fremdzuständigen Kranken — oem Hauptkontingente unserer kranken Schützlinge — die entsprechenden Reisemittel, einen Zehrpfennig für die Fahrt und etwa notwendige Bekleidungsstücke zur Verfügung zu stellen, um den Rekonvaleszenten die Möglichkeit zu bieten» in die Heimat zurückkehrenzu können. Diese langjährige humanitäre Wirksamkeit des Vereine? .^Krankenbesuch" hat seit seinem Bestände keine Unterbrechung erfahren und wird trotz der großen finanziellen Opfer während des Krieges und der jetzigen Uebergangszeit unentwegt fortgesetzt. Immerhin beabsichtigen wir die Spitalsoesuche noch intensiver aus zugDalten und nehmen die Gelegenheit wahr, an die orthod oxe Jugen mit der Aufforderung heranzutreten, sich unserem Vereine durch zahlreichen Beitritt alS aktive Mitglieder anzuschließen und an unseren Bestrebungen auf dem Gebiete der Krankenfürsorge mitzuwirken. Wir wissen die Mitarbeit seitens der orthodoxen Jugend an unserem Werke voll einzuschätzen und werden deren Eintritt in unseren Verein mit aufrichtigster Befriedigung begrüßen. Wir appellieren weiter an alle eolen Wohltäter und Menschenfreunde und bitte inständigst, unsere Institution im Interesse der leidenden und mittellosen Glaubensgenossen einerseits als Mitglieder, anderseits durch Gewährung von Spenden hochherzig unterstützen zu wollen. Wir sind gerne bereit, den wohlwollenden Interessenten Rechenschaftsberichte, Statutenauszüge und Beitrittserklärungen zu übermitteln. Der Dereinsvorstand. perfonalnachricht. Preßburg. Der Rabbinatsverweser von Szered, Rabbi David Wessely, em als Zadik und Gaon gleich bekannter Mann, wurde einstimmig zum Rabbinatsassessor an Stelle der im Vorjahre verschiedenen Rabbi Leb Friedmann s. l. gewählt. Mitteilungen der Iugendgruppe. BorstandSfitzung. Samstag, den 22. November, um halb 6 Uhr abends, im neuen Lokal. Preffesektioussttzung. Sonntag, den 23. November, um 5 Uhr abends, im neuen Lokal. Krankenfürforgefektiousfitzung. Montag, den 24. November, um halb 6 Uhr abends, im neuen Lokal. * Mitteilungen für das „Jugendgruppe-Beiblatt" sind zu richten an die „Presse-Sektion", Ü., Große Schiffgasse 16, Redaktionsschluß Montag abends. Orthodoxe Jugeudgruppe. Wien, II., Große Schiffgasse 16. Worte an jüdische Herzen: Gesegnet ist das gnte Auge, denn er gibt von seinem Brote dem Armen! (Mischleh.) 16. Spendenliste. Der orthodoxen Jugendgruppe, sind in der abgelaufenen Woche nachstehende Spenden zugekommen: Maschinenaktion für heimkehreude Palästinenser; Sam. Glückselig K 1000 —, Max Glückselig K 500 —, I. K. K 50'—, Kerner K 50'—, Sammlung bei der Verlobung Stroh-Bondy L 910'—, durch Herrn S. Schreiber K 110'—. Krankeufürsorgesektion: Sandor Adler K 50—, Nathan Adler K 30 —, Sammlung Siegfried Forst K 30 N. R. K 20'—, N. N. K 20*—, Jakob Deutscher K 10'—. Weitere Geldsendungen sind zu richten an den Wiener Bankverein, Filiale Stephaniestraße, auf Postsparkassenkontv Nr. 172829 für „Jugendgruppe", Krankenspenden unter „Krankenbesuch" oder an Herrn David Baumaarten, II., Herminengaffe 13. _ Briefkasten. E. A. Die nächste Mitgliederversammlung wird unmittelbar nach Fertigstellung unseres neuen Heimes einberusen. Jugendgruppe des Vereines zur Wahrung der Interessen des orthodoxen Judentums. BereinSlokal: II., Große Schiffgaffe Nr. 16. Geöffnct an Wochentagen von S bis 10 Uhr abends, an Samstagen und Sonntagen ab 9 Uhr vormittag». Reichhaltige Bibliothek u. Zeitschriften »ur freien Benützung der Mitgtieder. Schiuvirn-Kirrterturrg vom 29. Merrchsfichrvarr bis s. Kiskerv 6680 (22. bis 27. WovenrSer 1919). GamStag, y2ll Uhr vormittags: Sidroh mit Kommentar, Seine Ehrw. Herr Rabbiner S. Neuwirth. Samstag, Va* Uhr nachmittags: Vortrag. Sonntag, Uhr abends: Gemoroh (Gitin), Herr Salomon Schreiber. Sonntag, 7*7 Uhr abends: Thillim, Se. Ehrw. Herr Rabbiner M. F l e s ch. Montag, 7.6 Uhr abends: Gemoroh (Gitin), Herr Salomon Sch r e i b e r. Montag, 7*7 Uhr abends: Mischleh, Herr Albert Breuer. DienStag, 7«6 Uhr abends: Gemoroh (Gitin), Herr Salomon Schreiber. Dienstag, 7.7 Uhr abends: Mischnoh (Bezoh), Sr. Ehrw. Herr Rabbiner A W e i ß. Mittwoch, 7*6 Uhr abends: Gemoroh (Gitin), Herr Salomon Schreiber. Mittwoch, 7*7 Uhr abends: Mischnoh (Bezoh), Se. Ehrw. Herr Rabbiner A. Weiß. Donnerstag, 7*6 Uhr abends: Gemoroh (Gitin), Herr Salomon Schreiber. Donnerstag, 7*7 Uhr abends: Hastaurvh, Se. Ehrw. Herr Rabbiner M. Flesch. Ankündigungen: Mincha-Gebet täglich um 7*2 Uhr nachmittags im Vereinsloral. Papierwaren, Geschäftsbücher und Drucksorten A. LÖWY Wien, II., Große Pfarrgasse 6. Fernsprecher 44.609 3n keinent orthodoxen häufe fehle die „Milche Korrespondenz".