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Jüdische Korrespondenz · 1919-11-07 · 41 (7.11.1919) · page 6

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Journal
Jüdische Korrespondenz
Volume
5 (1919)
Issue
41 (7.11.1919)
Date
1919-11-07
Page
– (sequence 6)
Language
German
Belongs to
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Seite 6 Nr. 41 £ r S: i ';■! \; : i!;■!i | iji;i Vjji fi!' i,|i f |j. ♦ O <Ä s; o pc: Jüdische Korrespondenz Zur Leimkehr der Palästinenser. Die Sorge um die Existenz der Flüchtlinge aus Erez-Jisroel, welche nach harten entbehrungsreichen Jahren nach dem heiligen Lande zurückkehren, verpflichtet uns, wiederum an das nie versagende jüdische Herz zu appellieren! Es sind noch ungefähr 100 Palästinaflüchtlinge in Wien, welche in den nächsten Wochen sukzessive rücktransportiert werden sollen. Trotzdem diese Leute, die hier in den denkbar drückendsten Verhältnissen leben mußten und dabei in wahrhaft rührender Weise der Erfüllung und Erforschung der Thora lebten, nunmehr einer ungewissen, sorgenvollen Zukunft entgegengehen, gibt es keinen unter ihnen, dessen Auge nicht aufleuchtet beim Gedanken an die Rückkehr in ihr, in unser aller altehrwürdiges jüdisches Heimatland. Wie könnte auch der wahre Jude, welcher gewohnt ist, auf dem heiligen Boden zu leben und zu lernen, in der Fremde dafür Ersatz finden, auch wenn er nicht als armer Flüchtling hieherkäme. Um nun den Leuten bei ihrer Rückkunft Existenzmöglichkeiten zu schaffen, wenn auch nur ganz karge, bescheidene Existenzmöglichkeiten, bei denen ein Leben in Awoda und Thora möglich ist, haben wir beschlossen, soweit es in unseren schwachen Kräften liegt und soweit wir von unserem Gesinnungsgenossen gefördert werden, wenigstens einer größeren Anzahl von Familien dazu behilflich zu sein. Wir wollen die Arbeitsfähigen in einzelnen Handfertigkeitsberufen (Nähen, Plissieren, Sticken, Photographieren usw.) raschest ausbilden und ihnen die notwendigen Maschinen und Apparate (in gebrauchten Zustande) beschaffen und mitgeben. Es ergeht also unsere dringende, nachdrückliche Bitte an euch alle: Seid uns dabei in ausgiebiger Weise behilflich!! Diese Flüchtlinge, welche jetzt zurückkehren und den Grundstock zum neuen Jischub bilden werden, sollen ohne dem bitteren Gefühl der Abhänglichkeit von spärlichen Almosen, im Bewußtsein des selbstverdienten Brotes ihr Leben auf dem Boden des heiligen Landes und des Gottesgesetzes neu beginnen können! Ueber die Dringlichkeit und Wichtigkeit unseren Bitte glauben wir nichts hinzufügen zu rnüffen. Nur darauf sei hingewiesen, daß durch jede Spende Gemulat-Chassadim und Thora-Awoda gleichzeitig in hohem Maße gefördert wird. Die wahre Zedaka besteht nach einem Ausspruche unserer Weisen in der Mithilfe von Existenzgründungen! * * * Wir bitten, gebrauchte Näh, Strick- oder sonstige für diesen Zweck geeignete Maschinen uns gütigst zu überlassen. Geldsendungen sind zu richten an den Wr. Bankverein, Filiale Stephaniestraße, auf Postsparkassen-Konto Nr. 172.829 für „Jugendgruppe". _ Mitteilungen der Iugendgruppe. Vorftaudssitzung. Samstag, den 8. November, um 6 Uhr. Tagesordnung: Lausendes. Preffesektiou. Sonntag, den 9. November, um halb 6 Uhr. Besprechung im neuen Lokal. Krankensürforgesektiorr. Mittwoch, den 12. November, uni halb 6 Uhr. Besprechung wichtiger Angelegenheiten. Ab Sonntag, den 9. November, beginnen die Abend- Schiurim schon «m viertel 6 respektive viertel 7 Uhr abends. Donnerstag, den 13. November, beginnt Seiner Ehrw. Herr Rabbiner M. Flesch den Haftauroh-Schiur. Mincha-Gebet täglich um viertel 2 Uhr nachmittags im Vereinslokal. * Beiträge für das „Jugendgruppe-Beiblatt" sind zu richten an die „Presse-Sektion" II., Große Schiffgaffe 16, Redaktionsschluß Montag avends. _ Augwdgruppen-Norrespondenzen. Frankfurt a. M. Die hiesige Agudas Jisroel Jugeudgruppe beschloß ihre Sommertätigkeit am 21. September mit einer Mitgliederversammlung. Herr Hugo Weingarten berichtete über die Sommertätigkeit der Jugend gruppe. Aus diesem ist erwähnenswert, daß die bestehenden Schiurim und Kurse weitergeführt, sowie einige neue eingerichtet wurden. Die Sammlung für Pogromhilfe ergab Mk. 50.141-28, für die Jakob Rosenheim-Kolonie Mk. 2.519. An den Bericht schloß sich eine sehr rege Aussprache an. Dann berichtete Herr Zahnarzt S. Ehrmann über die Verhandlung der Jugendgrupve mit den Vereinen „Mekor Chaijm" und „Tiferes Bachurim" zwecks Schaffung einer Arbeitsgemeinschaft, um eine weitere Zersplitterung der Kräfte der gesetzestreuen Jugend Frankfurts zu vermeiden. Die Verhandlungen sind zu einem befriedigenden Abschluß gekommen. Die neue Arbeitsgemeinschaft wird bereits im Wintersemester in Erscheinung treten. Zum Schluffe skizzierte Herr vr. mecl. W. Hofmann noch den Winterlehrplan. Die bereits bestehenden Einrichtungen werden weitergeführt. Neu geplant ist die Einrichtung von Heimabenden für Herren wie für Damen, sowie von Aussprache-Abenden über jüdische Weltanschauung. Eine Resolution, in der die baldige Einberufung eines Delegiertentages der A. I. Jugendorganisation gefordert wird, fand einstimmige Annahme. _ Grthodoxö Jugendgruppe. Wien, H., Große Schiffgaffe 16. 14. Spendenliste. Der orthodoxen „Jugendgruppe" sind in der mbgelaufenen Woche nachstehende Spenden zugekommen: Jakob Oesterreicher, Munkacs K100'—, M. Fried K 50'—. Für die Lainzer Aktion sind uns zugegangen: I. K. K 100 —; S. Z. K 100'—; Sammlung Siegfried Herz K 80'—; Sandor Adler K 50'—; V. M. Biedermann X 50'—; C. Knoller & Bischofswerder K 30'—; H. Reichhard K 15 —; je K 20'— Rabbiner I. Baumgarten, D. Steinhof, N. Adler; je K 10'— Leopold Lederer, Hanny Deutsch. Frl. Bohrer, Arnold Barschak, Lilly S. Weitere Geldsendungen sind zu richten an den Wiener Bankverein, Filiale Stephaniestraße, auf Postsparkassenkonto Nr. 172829 fiir „Jugendgruppe", Krankenspenden unter „Krankenbesuch" oder an Herrn David Baumgarten, II., Herminengasse 13. - Briefkasten. Max L. Es ist durchaus nicht unsere Absicht, einen Verein oder eine Person zu verdrängen. Was den Krankenbesuch anbelangt, so wären wir gerne bereit, mit anderen Organisationen,, so mit der „Frauenhilfe" oder „Bikur Chaulim" zusammenzuarbeiten. haben auch schon Versuche diesbezüglich unternommen, ohne einer ernsten Antwort gewürdigt worden zu sein. Der „Bikur Chaulim" hat vorige Woche ein Zirkular an seine Mitglieder gesandt mit der Bitte um zahlreiche Beteiligung und der Mitteilung, daß Erfrischungen und Lebensmittel vorbereitet seien. Es waren drei Damen zugegen. Material überhaupt keines. Wir würden eine gemeinsame Arbeit im Interesse der Sache begrüßen. — Bebe. Diesmal nicht zu verwenden. Iugendgruppe des Vereines zur Wahrung der Interessen des orthodoxen Judentums. —r—.- Vereinslokal: II., Große Schiffgasse Nr. 16. — ■■■■■ Eröffnet an Wochentagen von 6 bis 10 Uhr abend-, an Samstagen und Sonntagen ab 9 Uhr vormittags. Reichhaltige Biblimhek u. Zeirichriftcn zur freien Benützung der Mitglieder. Schirr r irn-Kinteilrrng vom 15. Urs 20. JUcrrcHefcHwcrn 5680 (8. bis 13. November) 1919. Samstag, V.ll Uhr vormittags: Sidroh mit Kommentar, Seine Ehrw. Herr Rabbiner S. N e u w i r t h. Samstag, V-4 Uhr nachmittags: Vortrag, Seiner Ehrw. Herr Rabbiner I. Baumgarten. Sonntag, 7,6 Uhr abends: Gomoroh (Gitin), Herr Salomon Schreiber. Sonntag, 7,7 Uhr abends: Thillim, Se. Ehrw. Herr Rabbiner M. Flesch. Montag, 746 Uhr abends: Gemoroh (Gitin), Herr Salomon Schreiber. Montag, 7,7 Uhr abends: Mischleh, Herr Albert Breuer. Dienstag, 7,6 Uhr abends: Gemoroh (Gitin), Herr Salomon Schreiber. Dienstag, 7,7 Uhr abends: Mischnoh lBezoh), Sr. Ehrw. Herr Rabbiner A W e i ß. Mittwoch, 7.6 Uhr abends: Gemoroh (Gitin), Herr Salomon Schreiber. Mittwoch, 7-7 Uhr abends: Mischnoh (Bezoh), Se. Ehrw. Herr Rabbiner A. W e i ß. Donnerstag, 7.6 Uhr abends: Gemoroh (Gitin), Herr Salomon Schreiber. Donnerstag, 7,7 Uhr abends: Haftauroh, Se. Ehrw. Herr Rabbiner M. Flesch. Ankündigungen: Mincha-Gebet täglich um 7,2 Uhr nachmittags im Vereinslokal. Seüenket des KranKenbausfonds der orthodoxen Iugendgrupper -—---. 5

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