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Jüdische Korrespondenz · 1919-10-31 · 40 (31.10.1919) · page 6

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jüdische Korrespondenz
Volume
5 (1919)
Issue
40 (31.10.1919)
Date
1919-10-31
Page
– (sequence 6)
Language
German
Belongs to
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Spendet für den?ond$ für durchreitende Mchtlinge und Kriegsgefangener Seite 6 Jüdische Korrespondenz Nr. 40 anspruchslose Geselligkeit, die nahe zu bringen, welche nur durch die Verschiedenheit der äußern Lebensumstände getrennt nach Lebensauffassung und Weltanschauung aber eng zu einander gehören, durch Stellenvermittlung, Wohnungsfürsorge usw. Ortsfremden die Freprde heimischer zu gestalten: Betätigung von Derech Erez in diesem Sinne, das ist eine Aufgabe, der besten Kräfte der Jugend wert. Solche und ähnliche Wirkungsgebiete gehören zu dem Teil der Aufgaben, die der Jugend, und vorwiegend der Jugend zuzuweisen sind. Die Ueberweisung dieser Aufgaben sind die Rechte, die die Agudas Jisroel der Jugend gibt. Deren Pflichten liegen in einem ungern gehörten, noch weniger gern befolgtem Worte: Unterordnung. Sie verlangt von der Jugend, daß sie willig sich unterordne den Führern, denen, die für das Wohl des Klall das eigene gern opfern, daß sie im Sinne und Geiste derer arbeitet, die für Gedeihen und Gelingen des großen Werkes verantwortlich sind. „Die Jugend gleicht einem Kranze von Rosen," herrlich ist der Rose Dust, bezaubernd ihre Form, und wenn die Dornen ihr beschnitten, dann ist sie vollendet. Schön, wenn die Jugend ihre Fehler, die in gar zu großer Selbständigkeit des Denkens und Handelnwollens münden, meistert, ist sie die Königin in der Reihe der Geschlechter. Zu neuer, starker, zielbewußter Tättgkeit hat die orthodoxe Jugend Wiens sich zusammengefunden, ein Organ sich geschaffen, in dem sie ihre Stimme hören lassen will. Daß diese Arbeit immer nur ein solche sein möge, die nach dem Worte des Talmuds, den, der sie verrichtet, ehrt, daß die aus diesen Blättern zu uns klingenden Sümmen stets hell und akkordreich und harmonisch klingen, das ist der tiefe Herzenswunsch, in dem wir diese Jugend grüßen. v Gustav Pappenheim setzt die Notwendigkeit und den Zweck der Mitgliederversammlung auseinander. Um das alte Uebel, daß alle Arbeiten nur von Vorstandsmitgliedern ausgeführt werden, nicht aufkommen zu lassen, wird von nun an jede zweite Woche eine Versammlung stattfinden, um die Mitglieder über den Arbeitsplan der nächsten Zeit zu informieren und ihnen Möglichkeit zur Meinungsäußerung zu geben. Für alle Aktionen und sonstige Arbeiten werden Sektionen, zu denen sich die Mitglieder nach freiem Ermessen melden, geschaffen, die dann in der Sitzung den Arbeitsbericht geben. Auf diese Art soll der Kontakt zwischen den verschiedenen Sekttonen hergestellt werden. Weiters referiert Redner über unsere Presse und der Palästina-Heimkehrer, Maschinen-Aktion. Max Adler regt die Gründung einer Krankenfürsorgezentrale an, die vön den Leitungen der verschiedenen Krankenanstalten laufend informiert werden. Max Löwy, der aufopferungsvolle Leiter der Krankenbesuchsaktton, schildert in eindrucksvollen Worten das Elend der jüdischen Kranken in hiesigen Spitälern und Versorgungsanstalten und bittet die Anwesenden, zur Linderung dieser Not in die Krankenbesuchssektion einzutreten. Es folgt nun eine sehr lebhafte Diskussion. (Schluß folgt.) Nachrichten der Jugendgruppe. VorftandSfitzUttg. Samstag, den 1. November, um 6 Uhr, im alten Lokal. Tagesordnung: Bericht über -den Stand der Lokalarberten und Laufendes. . Preffesektioussrtzung. Montag, den 3. November, um halb 8 Uhr. m der Kanzler der Schiff chul. Erscheinen Pflicht! Krnukenfürforgesektionssitzung. Montag, den 3. November, um halb 6 Uhr, in der Kanzlei der Schiffschul. Bericht über die erste Mitgliederversammlung. Um dem Verlangen von Mitgliedern der orthodoxen Jugendgruppe nach Aussprache über die laufenden Angelegenheiten in vollem Maße zu entsprechen, berief der Vorstand für Sonntag, den 12. Oktober, in unser neues Lokal, II., Obere Donaustraße 69, die erste Mitgliederversammlung, die denn auch sehr anregend verlief. Der Obmann, Herr David Baumgarten, begrüßt die sehr zahlreich erschienenen Mitglieder und erklärt in kurzen Worten, daß der eigentlich nur provisorisch gewählte Vorstand seine Hauptaufgabe darin gesehen hat, unserer aufftrebenden Organisation Richtung zu geben, das heißt sämtliche Institutionen auf streng gesetzestreuer Basis, demnach nur nach den Weisungen unserer Führer einzurichten. Es war dies bei der, breiten Plattform, auf der wir unser Wirken begannen, kein Leichtes, ist uns aber trotz der Schwierigkeiten, die wir von den verschiedensten Seiten erfuhren, voll und ganz gelungen. Aufgabe der von nun an öfters stattfindenden Mitgliederversammlung wird es sein, zu den laufenden Angelegenheiten Stellung zu nehmen. Die Zeit stellt harte Anforderungen an uns. Es wird daher notwendig sein, daß wir in allem einig und uns über alles klar sind. Mit dem Appell, an dem Ausbau unseres Werkes, das wir mit großem Erfolg begonnen haben, auch fernerhin mit Anspannung aller Kräfte mitzuarbeiten, schloß Redner seine mit Beifall aufgenommene Rede, um Nathan Herzka zur Erstattung des Tätigkeitsberichtes das Wort zu erteilen. Durch ein sehr knappes, sich an Tatsachen haltendes Referat entledigt sich unser Obmannstellvertreter seiner Aufgabe. Einleitend bemerkte Redner, daß es genau ein halbes Jahr sei, seitdem wir — es war Chol hamoed Pesach — im Beth- Hamidrasch unsere gründende Versammlung abhielten und schon heute hat sich die Notwendigkeit ergeben, ein großes Lokal zu mieten. Der nächste Redner Ernst Stern schildert in vom Herzen kommenden Worten wie notwendig es war, den anfangs beschäftigungslos dastehenden Heimkehrern eine Stätte zu schaffen, in der die moralisch kraftverleihende Thora hakedoscha diesen Erbauungsbedürftigen gelehrt und Gelegenheit zur Betätigung auf sozial-religiösem Gebiete gegeben wurde. -.Artikel für die Jugendgruppenbeilage sind an die Adresse II., Große SchMgasie 16. Pressesektion zu richten. Redaktionsschluß Montag Anmeldungen für die rituelle Kinderausspeisung nimmt die Jugendgruppe entgegen. Krankensürsorgesektron. Um in dringenden Fällen jüdischen Kranken, die in häuslicher Pflege unterbracht sind, hilfreich zur Seite stehen zu können, richtet die Krankenfürsorgefektion der orthodoxen Jugendgruppe ab 28. Oktober einen Permanenzdienst ein. Meldungen sind zu richten an Wochentagen vormittags: Emanuel Feffenburg, II., Kleine Schiffgaffe 10; nachmittags: Siegfried Heß, ll. Hermmengaffe 15. An Samstagen: Oskar Herzka, II., Herminengaffe 14. _ Orthodoxe Jugendgruppe. Wien, H., Große Schiffgasse 16. Worte an jüdische Herzen: Der Glanz der Jugend ist ihre Kraft, die Pracht des Alters ihre Weisheit! -(Mischleh.) 13. Spendenliste. Der orthodoxen „Jugendgruppe" sind in der abgelaufenen Woche nachstehende Spenden zugekommen: M. Lettner K 300'—, Josef Schick K 200—. Für die Lainzer Aktion sind uns zugegangen: Sammlung Nathan Adler K 880'—; I. W. B. K 86*— und Naturalien: Sandor Adler K 50*—; Franz F. K 30*—; Josef Polgar K 20"—; Frau Lola Kritzler Naturalien. Weitere Geldsendungen sind zu richten an den Wiener Bankverein, Filiale Stephaniestraße, auf Postsparkassenkonto Nr. 172829 für „Jugendgruppe", Krankenspenden unter „Krankenbesuch" oder an Herrn David Baumgarten, ll., Herminengasse 13. Jüdische GHefs und Kröeitsuchende wenden sich an den Verein Schomre Schaööos, II., Kleine Schiffgasse 10, oder an die Grtßodore Sugendgruppe. K Keinem orthodoxen haute fehle die „Kditche horretpondenr".

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