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Jüdische Korrespondenz · 1919-12-19 · 46-47 (19.12.1919) · page 10

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Journal
Jüdische Korrespondenz
Volume
5 (1919)
Issue
46-47 (19.12.1919)
Date
1919-12-19
Page
– (sequence 10)
Language
German
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ßrok Mittel erfordert untere?a!äMna-Mtion. jeder glaubenstreue Jude nimmt daran teil! Leite 10 Jüdische Korrespondenz Nr. 46/47 Ms drittes Glied in der Reihe unserer Jugendorganisationen ist die jüngst gegründete Vereinigung jüdischer Akademiker (V. I. A.) zu begrüßen. Nur wer die geistige Not der thoratreuen Studierenden kennt, wird die Bedeutung der Vereinigung Gleichgesinnter auf dem Boden des überlieferten Judentums stehender Akademiker voll ermessen und auch bewerten können. Es war keine leichte Arbeit, solche Akademiker in unserer Stadt ausfindig zu machen. Selbst die größten Optimisten unter jenen, die für das Zustandekommen dieser Vereinigung^sich interessiert haben, waren überrascht, als von Woche zu Woche die Zahl der sich meldenden thoratreuen Akademiker erfreulicherweise sich immer vergrößerte. Die in verschiedene Vereinigungen versprengten thoratreuen Akademiker,, die ihr Judentum und ihre Weltanschauung nicht verschweigen, sich beleidigen und kränken lassen mußten, haben nun in der für die hiesigen Verhältnisse imposanter Zahl ihre eigene Organisation geschaffen und im eigenen Kreise und im Geiste unserer ererbten Lehre sich auf den schweren und verantwortungswollen Beruf eines jüdischen Akademikers vorzubereiten. Die V. I. A. wird nebst dem Ausbau der eigenen Organisation auch darauf bedacht sein müssen, daß die künftigen thoratreuen Akademiker, die thoratreue Mittelschülerschaft sich auf die eigene Kraft und Bedeutung besinnt und die ihr entsprechende Organisation gründet, damit die Grundlage geschaffen wird, welche die gesunde Entwicklung der thoratreuen studierenden Jugend ermöglicht. Unsere Jugend ist erwacht. Sie hat sich zur Tat aufgerafft. Und wenn es für das Können nur einen Beweis gibt: das Tun, so werden sie unsere schönsten Hoffnungen rechtfertigen. Mädchengrmppe. Angeregt durch die - rührige Arbeitstätigkeit der orthodoxen Jugendgruppe hat sich auch die orthodoxe weibliche Jugend zu einer Organisation zusammengeschlossen. Dieselbe will ihre Haupttätigkerl auf sozialem Gebiete, wie Ausspeise-, Ferien-, Bekleidungsaktion entfalten, wobei dem in Wien arg darniederliegenden Krankenbesuch besondere Aufmerksamkeit geschenkt werden soll. Die Verbreitung jüdischen Wissens soll durch entsprechende Vorträge gefördert werden. Bei der Eröffnungsversammlung hat Herr Dr. Pollak einen Vortrag gehalten. Wir wünschen der jungen Vereinigung ersprießliches Wirken und Gedeihen. Die Leitung der Mädchengruppe besteht aus folgenden Damen: Damenausschuß: Fräuleins Malvine Baumgarten, Helene Felsenburg, Ella Felsenburg, Frida Herzog, Jula Kohn, Elli Pappenheim, Gisela Schreiber, Hermine Schleswiger. Krankenfektion: Grete Felsenburg, Frida Kohlmann, Eva Stern, Stella Stern, Lotte Schiff, Milli Rabbinovitsch. Kassierin: Malvine Schiff. Schriftführerin: Helene Baumgarten. Anmeldungen wie sonstige Mitteilungen sind an Fräulein Malvine Schiff, H-, Krumbaumgasse 1, zu richten. Jeden Mittwoch abends von 6 bis 7 Uhr findet im Lokale der Mädchengruppe, II., Große Schiffgasse 16, ein Vortrag des Herrn Dr. Joel Pollak über die Sidra statt. Anschließend daran freie Aussprache und Diskussion. Vereinigung jüdischer Akademiker in Wien. Endlich gelang es auch den thoratreuen Akademikern in Wien ihre Vereinigung zu schaffen. Sie haben sich unter dem Namen Vereinigung jüdischer Akademiker (V. I. A.) konstituiert. Die Wahl des Namens — nomen est omen — deutet auf die gleichgesinnten reichsdeutschen thoratreuen akademischen Vereinigungen hin, die schon bereits in einem starken Bunde vereinigt sind. Möge auch der Wiener V. I. A., die unter der Leitung der Herren stud. jur. Adolf Pinkas, Dr. Joseph Flesch, Dr. Joel Pollak, stud. jur. Gustav Ullmann und stuck, phil. Fräulein Hethy Bondi steht, vergönnt sein, das jüdische Leben unserer Akademiker im Geiste der Thauro zu beeinflussen und aus ihnen bewußte und treue Führer der thoratreuen Judenheit zu bilden. Mitteilungen der Iugendgrnppe. VorstandSfitzung. Samstag, den 20. Dezember, um 6 Uhr abends. Preffesektionsfitznng. Dienstag, den 23. Dezember, halb 6 Uhr abends. Kraukenfürsorgesektioussitzung. Montag, den 22. Dezember, um halb 6 Uhr abends. Beiträge für das „Jugendgruppe-Beiblatt" sind zu richten an die „Presse-Sektion", II., Obere Donaustraße 69, Redaktionsschluß Montag abends. _ Orthodoxe Jugendgruppe. Wien, II., Obere Donaustraße 69. Worte an jüdische Herzen: Die Gemeinde hat kein größeres Heiligtum als die Stätten, die sie der Thauro erbaut! (S. R. Hirsch: Pflichten Jisroels.) 19. Spendenliste. Der orthodoxe» Jugend gruppe sind in der abgelaufenen Woche nachstehende Spenden zugekommen: Bela Deutsch (durch Sr. Ehrwürden Herrn Rabbiner S. Fürst) X 300 —, Jakob Fuchs K 100 —. Krankenfürsorgesektion: Bela Deutsch (durch Sr. Ehrwürden Herrn Rabbiner S. Fürst) K 300 —, Sammlung Siegfried Forst X 130'—, Sandor Adler K 50 —, Maier K 50'—, N. N. K 20 —, N. N. K 20 —, Anonymus X 20 —, Siegfried Richter K 10'—, Michael Weldler K 10 —, Frau Klara Schreiber, Naturalien, Fräulein Ella Felsenburg, Naturalien. Maschinenaktion für heimkehrende Palästinenser: Sammlung Fräulein Jda März, B. Reisler, London K 500'—, S. Tisser K 50 —, P. Grünwald K 50, B. Stern, Bielitz K 50 -, A. Stein, Bielitz K 50 -, I. März X 40-, O. März K 25 - I. Stern, Bielitz K 20 -, M. Tisser X 20'—, N. Splitter X 20'—, H. März X 20'—, S. Silberstein X 10'—, D. Chajes X 5'—, Sammlung Emil Adler X 250'—. Weitere Geldsendungen sind zu richten an den Wiener Bankverein, Filiale Stephaniestraße, auf Postsparkassenkonto Nr. 172829 für „Jugendgruppe", Krankenspenden unter „Krankenbesuch" oder an Herrn David Baumgarten, II., Herminengaffe 13. Jugendgruppe des Vereines zur Wahrung der Interessen des orthodoxen Judentums. Vereinslokal: II., Obere Donaustratze 68 (Eingang Floßgasse). Kcöffnet an Wochentagcn von 4 bis 8 Uhr abends, an Samstagen und Sonntagen ab 9 Uhr vormittags. Reichhaltige Bibliothek u. Zeitjchriften zur freien Benützung der Mitglieder. Schiuvim-Kirrteicung vom L8. Kisterv bis 3. ‘gfeßef 5680 (SO. bis S6. Dezember 1919). Samstag, Vall Uhr vormittags: Sidroh mit Kommentar, Sr. Ehrw. Herr Rabbiner S. Neuwirth. SamStag, 2 Uhr nachmittags: Mögen Awrohom, Mitgliederlernen. Samstag, Va4 Uhr nachmittags: Vortrag. Sonntag, Vall Uhr vormittags: Mögen Awrohom, Mitgliederlernen. Montag,6Uhr abends:Gemoroh (Gitin),Herr SalomonSchreiber. Montag, 'lt7 Uhr abends: Mischleh, Herr Albert Breuer. DienStag, 5 Uhr abends: Gemoroh (Gitin), Herr Salomon Schreiber. Dienstag, V«7 Uhr abends: Sidroh mit Kommentar, Sr. Ehrw. Herr Rabbiner A W e i ß. Mittwoch, 6 Uhr abends: Gemoroh (Gitin), Herr Salomon Schreiber. Mittwoch, */«7 Uhr abends: Mischnoh (Megilloh), Se. Ehrw. Herr Rabbiner A. Weiß. Donnerstag, 5 Uhr abends: Gemoroh (Gitin), Herr Salomon Schreiber. * Donnerstag, V«? Uhr abends: Haftauroh, Se. Ehrw. Herr Rabbiner M. Flesch. Ankündigungen: Mincha-Gebet täglich um V«2 Uhr nachmittags im alten Bereinlokal. Sonntag, den 21. Dezember, um V-6 Uhr abends, findet für die Mitglieder eine Chanukkah »Feier statt. 3n keinem orthodoxen Raufe fehle die „Milche Rorrefpondenz“.

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