Jüdische Korrespondenz
- Journal
- Jüdische Korrespondenz
- Volume
- 5 (1919)
- Issue
- 45 (5.12.1919)
- Date
- 1919-12-05
- Page
- – (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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Seite 6 Jüdische Korrespondenz Nr. 45 und Reorganisatoren der Zedokoh nicht beirren lassen, wollen sie, daß auch ihre Nachkommen würdig seien, Söhne Abrahams zu sein, von denen es heißt Rachmonim, Gomle Chaßodim. G. Mitteilungen der Iugendgrupxe. Borstaudssitzung. Samstag, den 6. Dezember, um '.<6 Uhr abends. Maschinensektioussitzung. Sonntag, den 7. Dezember, nach dem Thillim-Schiurim wichtige Besprechung. Preffesektionssitzung. Sonntag, den 7. Dezember, um halb 6 Uhr abends. KrarrkensürsorgefektiorrSsitzrrng. Montag, den 8. Dezember um halb 6 Uhr abends. Beiträge für das „Juaendgruvpe-Beiblatt" sind zu richten an die „Presse-Sektion", U., Obere Donaustraße 69, Nedaktionsschluß Montag abends. Orthodoxe Jugendgruppe. Wien, II., Obere Donaustraße 69. Worte an jüdische Herzen: „Wer die Jugend für sich hat, hat die Zukunft!" 18. Spendenliste. Der orthodoxen Jugendgruppe sind in der abgelaufenen Woche nachstehende Spenden zugekommen: Maschinenaktion für heimkehrende Palästinenser: B. Schiff & Söhne K 2000'—, R. Gewart durch Herrn Sigmund Ewitsch K 1000'—, Bela Deutsch, zwei Kürschner- Maschinen. Kraukeufürsorgesektion: I. W. B. K 200 —, Fr. B. K 100'—, Max Herzka K 50 —, Benno Rabbinowitsch K 70—,Sandor Adler K 50 —, Frl. Malvine Schiff, Naturalien. Weitere Geldsendungen sind zu richten an den Wiener Bankverein, Filiale Stephaniestraße, auf Postsparkassenkonto Nr. 172829 für -„Jugendgruppe", Krankenspenden unter „Krankenbesuch" oder an Herrn David Baumgarten, II., Herminengasse 13. ___ Spenden für die Aktion der orthodoxen Jugendgruppe zum Ankauf von Maschinen und Werkzeugen für die Palästinenser mit dem Vermerk „Maschinenaktion" an Herrn David Baumgarten, II., Herrnineugasse 13, oder an den Wiener Bank-Verein für Jugendgruppe erbeten. Anmeldungen für die Aktion der Frau Auitta Müller „Wiener Kinder nach Holland" (rituell) im Bureau der Sozialen Hilfsgemeinschaft, II., Praterftraße 17. Iugendgruppe des Vereines zur Wahrung der Interessen des orthodoxen Judentums. Bereinslokal: II., Obere Donaustraße 69 (Eingang Floßgasse). Geöffnet an Wochentagen von 4 bis 8 Uhr abends, an Samstagen und Sonntagen ab 6 Uhr vormittags. Neichhallige Bibliothek u. Zeitschriften zur freien Benützung der Mitglieder. Schrurinr-KinterLrtng vorn 14. bis 20. Kiskers 6680 (6. bis 12. Aezernber1919). Samstag, V»11 Uhr vormittags: Sidroh mit Kommentar, Sr. Ehrw. Herr Rabbiner S. N e u m i r t h. Samstag, Vr^ Uhr nachmittags: Vortrag. Sonntag, *U5 Uhr abends: Gemorst) (Gitin), Herr Salomon Schreiber. Sonntag, '/»7 Uhr abends: Thillim, Se. Ehrw. Herr Rabbiner M. F l e sch. Montag, 7^5 Uhr abends: Gemoroh (Gitin), Herr Salomon Schreiber. Montag, '/,7 Uhr abends: Mischleh, Herr Albert Breuer. Dienstag, SA5 Uhr abends: Gemoroh (Gitin), Herr Salomon Schreiber. . Dienstag, XU1 Uhr abends: Mischnoh (Bezoh), Sr. Ehrw. Herr Rabbiner A Weiß. Mittwoch, 7,5 Uhr abends: Gemoroh (Gitin), Herr Salomon Schreiber. Mittwoch, V<6 Uhr abends: Mischnoh (Bezoh), Se. Ehrw. Herr Rabbiner A. Weiß. Donnerstag, S/A5 Uhr abends: Gemoroh (Gitin), Herr Salomon Schreiber. Donnerstag, 7,7 Uhr abends: Haftaüroh, Se. Ehrw. Herr Rabbiner M. Flesch. Freitag, \!«7 Uhr abends: Gesellige Zusammenkunft der Mitglieder. Sämtliche Schiurim und Vorträge bereits im neuen Heim, II., Obere Donaustraße- Eingang Floßgaffe. Ankündigungen: Mincha-Gebet täglich um 7^2 Uhr nachmittags im alten Vereinlokal. Verein „Krankenbesuch" (Biknr Chaulim) Wien, I., Seitenstettengasse 2. Aufruf. Der seit dem Jahre 1302 bestehende Mädchen« und Frauenverein „Krankenbesuch" (Bikur Chaulim), 1, Seitenstettengaffe 2, bezweckt, gelegentlich der regulären Besuche sämtlicher Krankenanstalten Wiens den kranken und verlassenen Glaubensgenossen Erfrischungen und sonstige Naturalspenden zu verabreichen, überdies den mittellosen Patienten entsprechende Geldunterstützungen angedeihen zu laffen. Weiters fällt in unseren Wirkungspreis die Verabreichung von rituell zubereiteter Kost (Sederabende) und Mitwirkung an der Unterbringung Erholungsbedürftiger in Kurorten. Eine besondere, wenn auch schwierige Ausgabe erblicken wir darin, den fremdzuständigen Kranken — dem Hauptkontigente unserer kranken Schützlinge — die entsprechenden Reisemittel, einen Zehrpfennig für die Fahrt und etwaige Bekleidungsstücke zur Verfügung zu stellen, um diesen Rekonvaleszenten die Möglichkeit zu bieten, m die Heimat zurückzukehren. Die Durchführung dieser Aktionen stellt, insbesondere angesichts der in der jetzigen Uebergangszeit herrschenden enormen Teuerungsverhältnisse, weitgehende, unerschwingliche Forderungen an unsere leider unzulänglichen finanziellen Mittel. Nur eine entsprechende Stärkung des Vereinsfondes kann uns in dieLage versetzen, unseren kranken und hilfsbedürftigen Glaubensgenoffen auch fernerhin rechtzeitige und ausgiebige Hilfe zu leisten und wir sehen uns daher bemüßigt, an edle Wohltäter und Menschenfreunde wärmstens zu appellieren und inständigst um Beitritt als Mitglieder, aktive Mitwirkung bei den Krankenbesuchen und Gewährung von hochherzigen Spenden in jeder Art und Höhe zu bitten. Wir smd gerne bereit, den wohlwollenden Interessenten Rechenschaftsberichte, Statutenauszüge und Beitrittserklärungen zu übermitteln. Der Vereinsvo rstand. Rundschau. (Gegen die antisemitische Agitation in München.) Die „Bayrische Staatszeitung" berichtet: Vor kurzem erschien eine Deputation der israelitischen Gemeinde in der Polizeidirektion beim zuständigen Referenten und bat um Schutz gegen die antisemitische Propaganda. Der Referent sagte diesen natürlich zu und erklärte, es sei schon alles geschehen, den antisemitischen Propagandisten auf die Spur zu kommen. Haussuchungen verliefen ergebnislos. Der Referent hielt aber auch nicht damit zurück, der Deputation zu erklären, der Haß gegen das Judentum sei durch die Tatsache sehr gefördert worden, daß die meisten Führer der Kommunisten Juden seien. Die Deputation lehnte jede Gemeinschaft mit diesen entgleisten Juden ab. Sie könnten nichts dafür, was diese getan hätten." Welche Führer dem israelitischen Bekenntnis zugehören, hat gewiß der Herr Referent nicht sestgestellt. Macht er für die christlichen Führer und Massen der Kommunisten auch deren Gemeinschaften verantwortlich? Oder gilt dieses Maß nur für Juden? (Die jüdische Situation in Odessa.) Das Londoner jüdische Korrespondenzbureau berichtet aus Odessa: Nach dem Abzug der Bolschewik: hat das Leben in Odessa wieder normale Formen anzunehmen begonnen. Man verdient viel, aber das Geld hat seine Kaufkraft eingebüßt. Die größte Sorge bereiten aber die „schwarzen Hundert", die zu neuer Tätigkeit erwacht sind. Da in der Stadt nur wenige Truppen vorhanden sind, haben die „schwarzen Hundert" freien Spielraum für