Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Journal
- Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Volume
- XXII = 1931/32 (1931-1932)
- Date
- 1931-01-01
- Page
- – (sequence 441)
- Language
- German
- Belongs to
- journal volume
- OCR quality
- 90% known words query
- IRI
…/3486266-3486297--8892-3495272- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
416 Al» Datum für unsere Nr. II trifft daher Rosch Chodesch Tammus 1770 za. Hier fiel in der Tat der erste Tammus auf einen Sonntag, 24. Juni. XIV) Rosch Chodesch Elul 530 (30. Aw, 21. Aug. 1770), Beschlaß der Gabbaim, des 18 Männerkollegiums und einzelner angesehener Mitglieder der Chewra des Bhm. An Stelle des verstorbenen Rabb. Gerson Unger wird Rabb. Jehuda Lob Farrnbach, Dajjan aas Förth, mit monatlichem Gehalt von 20 Rtl. und freier Wohnung unter Festsetzung seiner Verpflichtungen zum Talmudlekrer des Bhm. gewählt. Betreffs der agadischen Vorträge wird klarer als in XIII ausgedrückt, daß Farrnbach den Brauch fortzasetzen habe, nach dem die Lehrer des Bhm. während des Sommers an den Sabbaten vor Mincha in der großen (Gemeinde-)Synagoge öffentlich darschenen. 24 Unterschriften. Gerson b. Elia, Dajjan in Hildesheim, am Bhm. Nachfolger Herz Schneidemühle (Approb. 16. Cheschwan 524 (1763) zu תהלים עם פי/ הרד״ק, Berlin 527), Chol Hammoed Peßach 525 zum Berliner Dajjan gewählt (Gbch. Bl. 162 r), gest. 80 Jahre alt 24. Nissan 528. Als Dajjan zeichnete er zuerst am!8. Tammus 525 in der Approb. zu בית יעקב אש (Frankf. a. 0. 525), zuletzt am 15. Kislew 528 (1767) im (xbch. Bl. 166 r und am 4. Nissan 528 in Approb. zu מאת תורת ד״בית (Berlin 531). Am 17. Teweth 525 (10. Jan. 1765) unterschrieb er noch seine Approb. zu הוראת שעה (Bin. 1765): גרשון בן הר״ר אליה ו״ל דמתקרי גרשון אונגר חד מן חבריא דיושבי בית המדרש פה בדלק, in der Überschrift dazu heißt es:שהיה מ#צ בק״ק הילדסהם ולעת עתה יושב בבית המדרש בקיק ברלין Im April darauf wurde er Dajjan. Als Herz Schneidemühl starb, trat Unger nur als Talmudlehrer an seine Stelle, als Dajjan dagegen Sanwil Neugaß. — Jehuda Lob (Löbel) b. Abraham Joseph Farrnbach, Lewin Abraham, Nachfolger Ungers am Bhm. seit Ende 1770 (siehe XV), nicht erst seit 1771, (approbierte als Mitglied des Beth Din Aron Moses’ am 6. Tammus 531 &רי מגדים ליו*ד, Bin. 531 ff.). 1773 nach 11. März (siehe meine Beiträge III, 10 Anm. 26) wohl gleichzeitig mit dem früheren Strelitzer Rabbiner Samuel Sanwü aus Brandenburg zum Dajjan gewählt (im• Gbch. Bl. 185 v Unterzeichneten sie am 3. Elul 533 (22. Aug 1773) zum ersten Male als Mitglieder des Beth Din Hirschei Löbels), am 30. Sept. mit Löbel und den anderen Assessoren vom Eammergericht vereidigt, 1783 als Oberrabbiner des Hochstifts Würzburg nach Heidingsfeld berufen, dort um 1738/1800 gestorben (Todesjahr nach Mitteilung seines Enkels Dr. Weigersheim an Landshuth: Hdschr. A 47 III, S. 115). Obgleich er bei seiner Berufung zum Talmudlehrer nicht Dajjan war, wurde auch er verpflichtet, für den Fall einer Hinzuziehung zum Beth Din die Genehmigung der Gabbaim einzuholen. Am 28. Tischri 535 (1774) zeichnete er in seiner Approbation zu מכלל יופי (Bin. 535): יהודה ליב פארן באך מיושבי בה״מ ועל מדק פה ק״ק בדלק. Siehe meine Beiträge III, 10 Anm. 29. Auf dem Grabstein seiner am 3. Teweth 591 (1831), verstorbenen Tochter Breine heißt der Vater Löb Fernbach (mit e).