Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Journal
- Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Volume
- XXII = 1931/32 (1931-1932)
- Date
- 1931-01-01
- Page
- – (sequence 436)
- Language
- German
- Belongs to
- journal volume
- OCR quality
- 91% known words query
- IRI
…/3486266-3486297--8887-3495267- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
411 jeden einzelnen Gemeindemitglieds ist für die Zinsen verpflichtet• Bleibt die Zinszahlung ein einziges Mal zur gehörigen Zeit ans — im Nachtrag wird eine Versänmnisfrist von 1—2 Monaten, hochstens von einem Vierteljahr festgesetzt —, so ist sofort die Zahlung des ganzen Kapitals mit Zinsen fällig. Bei pünktlicher, viertel? jährlicher Zahlung bleibt dagegen das Kapital der 3000 Rtl. auf ewig stehen. Löst sich die Gemeinde auf, so ist zuerst das Kapital an die Kuratoren zurückzuzahlen, damit diese es in einer anderen Gemeinde verwenden. 5 Unterschriften. — Druck: Gulak, אוצר השטרות הנהוגים בישראל, Jerusalem 1926, Nr. 386, S. 348—50־. Jeremia b. Pincbas, Jeremias Benäix, Gabbai der Chgeb., gest. & Tan*- mus 535. — Herz Cleve, siehe zu IV. — Sußmann יחרל״ם Schwiegersohn des Dajjan Liebmann Samter, Alexander Abraham, Neffe des Erblassers Sa* muel, gest. 13. Siwan 550. — Nach unserer Nr. wurde das Geld ״heute“ am 15. Februar 1746 gezahlt. Die Ausführung des Baues gesehah jedoch schon vorher. Joh. Christ. Bekmann meldet in seiner ״Historischen Besehrei־ bnng der Chur und Mark Brandenburg“ I (Berlin 1753), Sp. 232: ״So hat die Judenschafft An. 1745 nach erhaltener Erlaubnüß ein schönes Hans von 3 Stokwerk aus lauter Steinen aufgebauet, durch weiches unten ausser der Wohnung des Rabbiners nur ein doppeltes Thorweg zu einem sehr räumlichen Eingang gelassen, der 2. und 3. Stok aher zu Wohnungen und zu einer Schule eingerichtet worden, in welcher die Jugend kan unterwiesen werden“; Die Bauzeit läßt sieh noch genauer fixieren. Am 8. Jan. 1745 erklärte Jost Liebmann, natürlich nicht der 1702 verstorbene Hofjuwelier, sondern sein gleichnamiger Sohn (1712 Oberältester, 1723 Ältester, jedoeh bereits am 9. Sept. vom Amte dispensiert, gest. 10. Mai 1747), ״daß vorm Jahr, da bey der Synagoge der Ort, wo die Rabbiner Zusammenkommen, gebanet werden sollte, man bey ihm [in der Rosenstr.] eine Stube gemiethet, und wohne darinnen der Assessor Rabbi Joel [siehe zu IV], bey welchem die andern Rabbiner and die Studenten znsammenkämen, auch wohl andere, wann es schlimm Wetter sey, sie studirten und, wenn Bethstanden sey, so betheten sie auch, welches den Ältesten wohl bekandt and solches mit ihrer Genehmhaltnng geschehen, jedoeh weil das neue Haus fertig, wurden sie aufm März dahin ziehen“ (Geh. Staats^ archiv: Rep. 104, IV A 55). Der Bau des Bhm. hatte also 1744 begonnen, am 8. Januar 1745 wird er als ״fertig“ bezeichnet, was mit der Zeitangabe Bekmanns ziemlich übereinstimmt. Zwar wurden die 1000 Rti. ans der Stiftung erst 1746 gezahlt. Doch war es für die Gabbaim leicht, das Geld aus* zulegen, wenn der Maurermeister nicht borgte. Zum Bau waren ja auch die in der Gemeinde gesammelten Spenden da (VI: נדבות דבות.) Die 1000 RH* reichten so wie so nicht. Wenn die Erhöhung des Gemeindehauses am em weiteres Stockwerk (Erdgeschoß und ein Stockwerk waren vorhanden) 2000 Rtl. kosten sollte, war der für den Bau des Bhm. mit Erdgeschoß, zwei Stock•* werken, Seitengebäuden mit Anhängen angeschlagene Preis nicht haltbar*־*^