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Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft · 1931-01-01 · XXII = 1931/32 (1931-1932) · page 434

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Journal
Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
Volume
XXII = 1931/32 (1931-1932)
Date
1931-01-01
Page
– (sequence 434)
Language
German
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409 Stiftangskapitals betragen maß, 40 Rtl. jährlich an Talmudschüler und der Rest an ihren Lehrer und Aufseher gezahlt werdet- Wird ein ständiges Bhm. errichtet, so kann einer der Institutslehrer den Unterrieht übernehmen; in diesem Falle erhält der Lehrer nur 50 Rtl., der Rest wird an die Schäler verteilt. Kommt der Hauskauf nicht zustande, so soll das Stiftungskapital an eine der Gemeinden Frankfurt a. M., Amsterdam oder Prag übergehen. — Wie hoch sich das Viertel des Nachlasses belief,, ist in VIII noch nicht angegeben. Der Nachiah war wohl damals noch nicht ganz zu Gelde gemacht. 1746 betrug das Viertel 3000 Rtl.: X. — Das Gemeindehaus bei der Synagoge wurde 1711 von dem Maurermeister Georg Wegener und seiner Frau Elisabeth geb, Massathen gekauft. Im Alten Hypothekenbuch vol. II Bl. 188 ist es unter Nr. 380 als ״ein Haus zur Judensynagoge gehörig, den 12. Junii 1711 für 1500 Rtl. erkaufft mit Kgl. Consens vom 12. Nov. 1711 und vermöge außergerichtlicher Quittung vom 24. Junii 1711 bezahlt“ eingetragen (Neues Hypothekenbuch des Berliner Amtsgerichts Mitte vol. X Nr. 742). Von Nr. 380 zog sich nach links bis zum Eckhaus (Rosenstr. 2, bis 1720 Besitzer r Herz Lehmann, dann Salomon Gnmpert: Altes Hypb. vol II Bl. 324 Nr. 448, Neues vol. VI Nr. 467) und nach rechts bis zum heutigen Hause Nr. 3 (zur Spandauerstr. gehörig) eine Mauer zur Abgrenzung des großen Synagogenhofes. Die beiden Torwege führten durch die Mauer rechts neben 380 (742). Heute trägt das Gemeindehaus die Nr. 5. Es ist umgebaut und unter dieser Nr. vereinigt mit dem links daneben gelegenen auf dem ״ledigen Platz“ (Altes Hypb. vol. II Bl. 186 Nr. 379: ״ein lediger Platz der Synagoge gehörig“) errichteten Hause, das im Neuen Hypb. vol. X Nri 743 notiert ist. Der dortige Mauerteil war 1761 bereits beseitigt, der ״Gartenplatz“ mit Brettern abgezäunt, und es wurde dort damals, um eine gerade Auffahrt zu dem auf dem Synagogenhof befindlichen Schlachthaus (Scharren) zu erhalten, ein gemauerter Torweg hergestellt. Das Haus ist bald nach 1761׳ gebaut worden. Am 15. Aug. 1809 gaben die Ältesten an, es sei ״nach Aussage der Gemeindeboten“ vor etwa 30 Jahren errichtet worden: Protokolle wegen Anlegung der neuen Hypothekenbücher (Geh. Staatsarchiv)^ Berlin vol. VI Nr. 742/43). — Das Alte Hypb. kennt nur den ledigen Platz Nr. 379, das von Wegener gekaufte Haus Nr. 380 und die Synagoge Nr. 381. Obgleich die Eintragung des Kaufes v. J. 1711 erst 1750 erfolgte, fehlt ein Hinweis auf den damals schon vorhandenen Bau des Bhm. Dem entspricht das Neue Hypb. Dagegen zählt dieses za 742 bei der Taxierung der Gebäude 742/43 durch die Feuerkasse das rechts gelegene Vorderhaus (des Bhm.) nebst Seitengebäude ete. auf• Sinngemäß als Eigentum der Jüdischen Gemeinde. Dem liegt ein Irrtum zu Grunde. Da der Bau des Bhm. erst 1745 geschah (siehe zu X), können sich die in unserer Nr. VIII am 8. Jan. 1744 aufgeführten Räumlichkeiten, die Wohnung des Aw Beth Din (bis 1734 Jacob Josua, seine Nachfolger Mordechai Tokles und David Fränkel waren nur Rosch Beth Din, Vicerabbiner, erst 1751 wurde Fränkel Oberrabbiner), die Mehl-, Ältesten- und Kassiererstube nur in dem damals allein vorhandenen Gemeindehause 380 (742) befunden haben. Wo die Wohnung des Rabbi Herz lag, läßt sich nicht mit gleicher Bestimmtheit nach-

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