Mannheim
Compact Memory

Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft · 1931-01-01 · XXII = 1931/32 (1931-1932) · page 408

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
Volume
XXII = 1931/32 (1931-1932)
Date
1931-01-01
Page
– (sequence 408)
Language
German
Belongs to
journal volume
OCR quality
99% known words query
IRI
…/3486266-3486297--8859-3495239
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

383 4. Jeder Kreis hat dafür zu sorgen, daß Mussar und Gebet ihre gesonderten Räume haben. 5. Jeder Kreis muß dafür sorgen, daß man in die IJmgegend fährt und Kinder sucht, daß Aufrufe für neue Jeschiwoth gedruckt und in der Provinz verbreitet werden. Und für den Einzelnen hat Rabbi Josel angeordnet: 1. Jeder der kleinen Kreise muß sich mindestens einmal in der Woche versammeln, um über nichts anderes zu sprechen, als die Arbeit am Einzelnen. 2. Jeder Schüler der Jeschiwa muß mindestens zwei Stunden am Tag sich ganz dem Mussarlernen widmen. 3. Jeder muß außerdem ein Zehntel seiner Zeit dafür verwenden, über sich selbst nachzudenken und darüber, wie er anderen Nutzen bringen kann. 4. Der Mittelpunkt des Interesses in jedem der kleinen Kreise ist: die Instinkte bändigen. 5. Die Schüler dürfen nicht weniger als eine Woche anl die Arbeit an je einer Charaktereigenschaft verwenden. 6. Jeder Schüler schreibt einmal in der Woche einen offenen Brief über alles, was in seinem Kreise geleistet worden ist, und der Kreis bestimmt dann, an welche andere ״Aguda“ in einer anderen Jeschiwa dieser Brief zu schicken ist. 7. Jeder Kreis ist verpflichtet, einen besonderen Brief an die Zentrale zu schicken, der berichtet, was man an sich selbst und an anderen geleistet hat. Will man sich aber einen Begriff davon machen, was für Arbeiten das sind, die dort am Einzelnen und an anderen geleistet werden, — dann lese man den Bericht über eine ihrer letzten Zusammenkünfte. Da steht: ״Nach langem Hin und Her über die Vervollkommnung und die Korrektur der Instinkte ist beschlossen worden, das kommende halbe Jahr der Verfeinerung des Charakters zu widmen und das so, daß alle Kreise zu gleicher Zeit jeweils eine bestimmte Arbeit sich vornehmen. Es ist also festgesetzt worden, daß man von Anfang Winter an für 'Genügsamkeit arbeite und von nach Chanuka an Gottvertrauen, nach Purim, in der Zeit der Einsamkeit — Sinngebung jeder Tat und zu Anfang Sommer — Besserwerden und Sich-einander-nähern. Im Sommer soll dann bis ins Extrem gegen

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.