Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Journal
- Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Volume
- XXII = 1931/32 (1931-1932)
- Date
- 1931-01-01
- Page
- – (sequence 404)
- Language
- German
- Belongs to
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- IRI
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Und dann haben sie weiter getan, was Babbi Josel tat, sind in die Städtchen gefahren, haben Jeschiwoth gegründet nnd geleitet, als die bolschewistische Macht sie verbot, im geheimen, auf Dachböden und in Kellerlöchern. Sie sind dann alle mit ihren Babbis im Gefängnis gesessen, verschickt worden, entflohen, anfgegriffen, weiter verschickt und schließlich nach Polen gekommen. Zweitausend Schüler von Babbi Josel. (Man erzählt: Wie die Grenzbeamten sie nach ihrem Paß fragten, zeigten sie ihre — Zizit* Das ist Ausweis genug, sagten sie.) Und in Polen angekommen, haben die Schüler von Bostow und Hornel in Bialystok eine Jeschiwa gegründet, die von Kiew in Meseritsch, die von Schitomir in Warschau, die von Berditschew in Smiatiz. Und wenn man heute, nach dreizehn Jahren Polen, irgendeinen beliebigen Bericht über ein Semester Nawardoker Arbeit der letzten Zeit aufmacht, dann liest man: ״Im letzten Sommer haben wir gründen können: bei Sehedlitz fünf Jeschiwoth, bei Lomsz drei, eine in Ostrow, eine in Tomaschow. Von Warschau aus sind gegründet worden: die Jeschiwoth in Ostrolenka und Wlozlawek und Wilkowitsch, von der Jeschiwa in Iwia die in Woschnowitz, Bakow, Kolkonik und Mlawa . . . insgesamt entstanden in diesem Sommer fünfunddreißig neue Jeschiwoth.“ Ein Schmues von Babbi Josel: — Bei Anordnung des Brachjahres wird Israel gesagt, es solle ״zur Stätte essen und beruhigt auf seinen Feldern sitzen.“ Und dann steht: ״Fragst du aber: was sollen wir im siebenten essen, da wir nicht säen und nicht ernten werden? So wisse: ich werde im sechsten Jahre die Erde dreimal so viel tragen lassen als sonst.“ Der Text ist verwunderlich; denn wenn man ihn so nimmt, wie er ist, weiß man nicht, wann eigentlich die kleinlich sorgende Frage: ״was sollen wir essen?“ Platz haben kann. Tritt die Verheißung ein und trägt das sechste Jahr mehr als alle anderen, dann wird doch niemand sagen können: woher sollen wir zu essen nehmen! Und solange die Verheißung nicht eingetreten ist, also