Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Journal
- Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Volume
- XXII = 1931/32 (1931-1932)
- Date
- 1931-01-01
- Page
- – (sequence 290)
- Language
- German
- Belongs to
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- IRI
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sich mit Ritualfragen an ihn wandten, sowie die Kreise Kassel und Hofgeismar, solange die Rabbinate daselbst unbesetzt waren; ferner einige Gemeinden des Fürstentums Wal deck und die westfälische Stadt Warburg, wo damals ein .תורד p wohnte, ר״מ שטעג, der brieflich und persönlich mit ihm verkehrte. *) Nebenbei erteilte er auch den שוחטים vieler auswärtigen Gemeinden קבלה, und es braucht wohl kaum hinzugefügt zu werden, daß dies alles von ihm ohne irgend welches pekuniäre Interesse geschah. Dagegen rechneten diese Gemeinden es sich zur Ehre, ihre Trauungen und vorkommenden Falles, die Leitung von synagogalen Feierlichkeiten, wie etwa Synagogeneinweihungen, ihm zu übertragen und stets angemessen zu honorieren. Während der Sommermonate sagte er in den Nachmittagsstunden von 3—5 Uhr שעור für seine בחורים; im Winter war der Abend dazu bestimmt. Die übrige Zeit nach dem שעור war in der Regel der Erholung im Kreise der Familie und der Hausfreunde, oder geselliger und belehrender Unterhaltung gewidmet. Oft wurde auch eine Partie Schach gespielt, welches ihm eine angenehme Unterhaltung gewährte; doch ging er meistens frühzeitig zur Ruhe. Wahrhaft genußreich aber war für alle Hausgenossen das behagliche Zusammenleben an den Freitag-Abenden. Wenn Rabbi Mordechai Wetzlar nach beendigter Synagoge sein Haus betrat, an jeder Hand eines seiner Kleinen führend, und freudestrahlend unter dem Gesänge: שלום עליכם durch das Zimmer schritt, teilte sich seine gehobene Stimmung auch seiner ganzen Umgebung mit, und der übliche Engelgruß und die Verherrlichung de« jüdischen Biederweibes aus seinem Munde wurden allmählich zum lauten und allgemeinen Lobgesang. Wer war da glücklicher als Rabbiner Wetzlar, er, der mit den Empfindungen eines kindlich gläubigen Gemütes, gleichsam im Doppelseelengenuß den heiligen Sabbath und die guten Engel des häuslichen Friedens begrüßte! Wie oft sagte er dann im Hinblick auf sein אשת חיל still und freudig zu uns: ״Ich tausche mit keinem Könige!“ Und wahrlieh, er war in der Tat ein König vom Geiste unter den Seinen und es נ) Derselbe war ein Sohn des s. Z. in hohem Ansehen stehenden ר# שמואל שטעג, der weithin den Kuf als למדן genoß.