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Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft · 1931-01-01 · XXII = 1931/32 (1931-1932) · page 276

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Journal
Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
Volume
XXII = 1931/32 (1931-1932)
Date
1931-01-01
Page
– (sequence 276)
Language
German
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IRI
…/3486266-3486297--8727-3495107
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251 auf und arbeitete bis zum Beginn der Synagoge. Die Nacht von Donnerstag auf den Freitag durchwachte er, wie in Hanau, ganzlieh, um sich mit anderen Studiengenossen von gleicher Gesinnung mit Talmud zu beschäftigen. Mit ihnen stiftete er einen Verein, דבוק חברים genannt. Den Würzburger Rabbiner ר* אברהם ביננ besuchte er häufig, nahm aber an dessen שעור keinen Anteil. Dagegen stand er in regelmäßigem Briefwechsel mit seinem Lehrer ד משה טוביה, verbrachte auch seine Universitätsferien stets in Hanau, sodafi dieser vorübergehende Aufenthalt dem früheren permanenten sich ergänzend anreihte, bis Wetzlar im Jahre 1827 Würzburg verließ, um noch ein Jahr in Marburg zu studieren. Hierzu bestimmte ihn das kurhessische Gesetz, nach welchem jeder Inländer mindestens ein Jahr die Landesuniversität besucht haben mußte, wenn er Ansprüche auf eine Anstellung erheben wollte. Mit Rücksicht auf dieses Gesetz wäre er auch von Hanau aus sofort nach Marburg gezogen, hätte nicht der dortige Rabbiner in dem Rufe religiöser Unzuverlässigkeit gestanden, und er wollte daher sich nicht länger, als eben nötig war, den Unbequemlicbkeiten unterziehen, denen ein religiös lebender Jude in Hinsicht der Speisegesetze dort ausgesetzt war. So war ihm keine Wahl geblieben, als sich zunächst für den Besuch Würzburgs zu entscheiden, um später seine Studien in Marburg zum Abschluß zu bringen. Hier hörte er außer den theologischen und philosophischen Vorlesungen auch noch Pädagogik und bei Hupfeid, welcher später als Nachfolger Gesenius* nach Halle berufen wurde, Exegese, namentlich des Buches Hiob und der Psalmen. Zum Gegenstände eines eingehenden Studiums machte er in diesem Jahre auch noch die historische Kritik, da die biblisch-kritischen Arbeiten de Wette*8 damals auch unter den jüdischen Theologen grosses Aufsehen erregte. R. M. Wetzlar setzte sich in ernster Weise mit den von ihm bekämpften Theorien auseinander. In Marburg erteilte Wetzlar mehreren jüdischen Jurisprudenz Studierenden Unterricht im Hebräischen und war überhaupt anderen, auch den seine religiösen Gesinnungen nicht teilenden Studiengenossen ein gesuchter, lieber Freund. Besonders anziehend war für ihn die Bekanntschaft eines durch gleichen Fleiss und ernstes Streben

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