Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Journal
- Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Volume
- XXII = 1931/32 (1931-1932)
- Date
- 1931-01-01
- Page
- – (sequence 271)
- Language
- German
- Belongs to
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246 Käme der Verewigte nicht ohne Bewegung nennen konnte) sich seiner angenommen und selbst ihm gründlichen Anfangsunterricht in Mischna und Gemara erteilt hätte. Nach einigen Jahren jedoch mußte derselbe aus irgend einem Grunde das gute Werk, das er begonnen, wieder einstellen, und der tief betrübte Knabe war ohne Lehrer. Auf seine rührenden Bitten entschloß sich der Vater, wie groß das Opfer auch für ihn war, einer der erwähnten Familien- Vereinigungen beizutreten, und so erhielt der Sohn neue Anregung und Gelegenheit zu glänzenden Fortschritten. Als sich aber nach einiger Zeit unerwartet die Gesellschaft auflöste und dem Knaben von einer Seite, von der man es am wenigsten hätte vermuten \ sollen, Schwierigkeiten in der Fortsetzung seiner Studien gemacht wurden, blieb ihm nur noch der Ausweg, sich wieder an seinen alten Gönner zu wenden. Er tat es und bettelte unter Tränen um Unterricht. Da dieser wackere und fromme Mann den Ernst des Kindes sah, räumte er ihm ein Stübchen in seinem Hause ein, damit er ungestört lernen könnte, ... nahm den unterbrochenen Unterricht wieder auf, bemerkte ihm aber nach einiger Zeit, daß ein einfacher Geschäftsmann, wie er, ihn nicht zu einer hohen Stufe des Wissens führen könne und er daher suchen müsse, auf einer ישיבה seine Studien fortzusetzen. Mit Freude und verdoppeltem Eifer lernte der Knabe nun von neuem, nahm, da ihm der Tag nicht ausreichte, die Nacht zu Hilfe, und als er das Vorgesetzte Ziel erreicht zu haben glaubte, gelang es den Bemühungen seines väterlichen Freundes, in Hanau ein Unterkommen für ihn zu finden. Er gab ihm Reisegeld mit auf den Weg, nähte ihm noch heimlich in die vier Täschchen seines ארבע כנפות je einen Dukaten und entließ unter Segenswünschen den vierzehnjährigen hoffnungsvollen Knaben, der nach kurzer Prüfung sofort zum שעור des weithin berühmten ד משד. טוביה zugelassen wurde. II. Der Talmudjünger. Wie mir Rabbiner Wetzlar oft erzählt hat, zeichnete sich die Lehrweise dieses Meisters durch Klarheit und Einfachheit, wie durch konsequente Logik vorteilhaft vor der anderer aus, in deren Schule der פלפול viel angewandt wurde oder doch eine Stätte fand; sie war daher seiner Geistesrichtung und Auffassungs-