Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Journal
- Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Volume
- XXII = 1931/32 (1931-1932)
- Date
- 1931-01-01
- Page
- – (sequence 267)
- Language
- German
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242 Chöni Hame'aggel, Enkelsohn des Chöni, lebte zur Zeit der Tempel- Zerstörung und verfiel in einen siebzigjährigen Schlaf. Als er erwachte, fand er den Tempel wiederum erbaut und die ganze Welt sah verändert aus. Diese Legende ist in zwei verschiedenen Fassungen im Talmud Jeruschalmi* *) und im Talmud Babli2) bekannt.3) Zur Erklärung der vorliegenden Koranstelle hat August Müller (ZDMG 42,80) auf Abimelech hingewiesen und erblickt auch in dem ״Jemand“ Nechemia, der einen Ritt nach dem zerstörten Jerusalem machte, bzw. den Esra, der ja oft mit Nechemia verwechselt werde. Schreiner (ZDMG 42 1888, 436) bezeichnet Jerusalem als jene Stadt und jenen ״Jemand“ als Esra, der nach der Erzählung des Ibn Abbäs in Jerusalem durch die Kenntnis der Tora wie jener Chöni im Talmud Babli durch seine Gelehrsamkeit erkannt wird. Vor allem hat Heller4) diese interessante Encyklopädie bei den Arabern einer gründlichen Untersuchung unterworfen, die im folgenden kurz skizziert werden soll. 5) Baidäwt (ed. Fleischer, Lpz. 1846, I, 135) hat darüber nur eine kurze Notiz: Esra, der Sohn des Seraya oder Hidr oder ein anderer, der die Auferstehung verkünden wollte, kam an der Stadt vorbei. Sein Proviant waren Feigen oder Trauben; weder das Getränk noch die Kleider hatten sich verändert. Da man daran zweifelte, daß er Esra wäre, sagte er die Tora auswendig her. Die Gebeine waren die seines Esels. Zamahscharl (Al-Kaschschaf, Le Caire 1307,1, 123) fügt hinzu: Die Stadt war die heilige Stadt. Zu den Speisen und zu dem Trank fügt er noch Milch hinzu. Vor Esra hatte noch niemand die Tora auswendig gekannt. Als Esra nach Hause zurückkehrte, *) R. Juda in Taanith III, 66 d; siehe auch Jalkut Schimoni II, 880 zu Ps. 126. *) R. Jochanan in Taanith 28 a. Eine andere Legende mit ähnlichem Motiv siehe Sabbat 83 b. *) Diese Legenden werden vielfach mit den Siebenschläferlegenden in Verbindung gebracht. Eine ausführliche Darstellung über den Ursprung der Siebenschläferiegende und über deren Verhältnis zur Onias- und zu den Esralegenden hat P. M. Huber in seinem Werk, Die Wanderlegende_ gegeben. 4) Revue des Etudes Juives, Paris 1904, XLIX 207—213. ö) Die folgenden Beschreibungen sind Hubers Werk S. 427 ff. entnommen•