Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Journal
- Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Volume
- XXII = 1931/32 (1931-1932)
- Date
- 1931-01-01
- Page
- – (sequence 258)
- Language
- German
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23ä Eine große Esra-Synagoge befindet sich vor dem Esra-Grab in ‘Uzair nördlich von Basra (Babylonien). Diese Synagoge nnd die vielen Inschriften auf den Wänden nnd Schmuckstücken, die alle mit kunstvollen, Esra gewidmeten Sprüchen versehen sind, sind von Sassoon (J. Q. R. XVII; vgl. auch das vorige Kapitel) ausführlich beschrieben und illustriert worden. In der Nähe von Huzal in Schafjatib befand sich ebenfalls eine Schule Esras1) (Fürst, Kultur . . . S. 8, Krauss, Synagogale Altertümer ... S. 218, Berliner, Beiträge zur Geographie ... S. 32). Schafjatib gehört zum Distrikt Nehardeas. Nach Berliner (a. a. O. S. 48) war die dortige Synagoge zu Nebardea gelegen und Schafjatib nur ihr besonderer Name, wogegen Lazarus (Brülls Jahrbücher X S. 68) aus Scherira und Benjamin folgert, daß Schafjatib ein besonderer Ort in der Nähe von Nehardea sei. An Hand der übrigen Synagogen läßt sich die Wegrichtung feststellen, die Esra auf seinem Zuge eingeschlagen hatte. Er zog mit seinen Exulanten in weitem Bogen um die syrisch-arabische Wüste herum, zunächst aufwärts dem Tigris entlang. Den Ort Ahwa am gleichnamigen Kanal, 2) wo Esra seine Getreuen sammelte, glaubt daher Obermeyer (Die Landschaft . . . S. 15) am Tigris suchen zu müssen. Von hier aus führte der Weg dem Tigris entlang an der Stadt Mosul (R. Saadia Gaon übersetzt Aschnr, Gen. X, 22 mit al-Mossul) vorbei. Etwa drei Tagereisen nördlich von Mosul hat als erster Benjamin v. Tndela eine von Esra erbaute V Synagoge bei der Stadt Gezirat-Ibn^Omar vorgefunden. Dann folgen weiter im Tur Abdin (nördl. Mesopotamien) in der Stadt Neslbin, dem Nisibis der Römer, zwei Esra-Synagogen. In der einen ist ein roter Stein in die Wand eingemauert, den Esra von den Überresten des Heiligen Tempels mitgebracht batte. In dem Stein sollen die Worte ״עזרא הסופר״ eingegraben sein (Massei Jisrael S. 15, Gelilot Erez Israel 100 a, s. auch Sassoon S. 410). Eine von diesen beiden Synagogen befindet sich am Abhang des Berges Ararat, auf welchem die Arche Noah stehen geblieben ist (Gen. VIII, 4). Unweit der Arche (aus deren Holz ‘Omar ben Al-Khattab ein Bethaus der Araber verfertigt hat), hel) Vgl. Iggeret de K. Scherira, ed. Lewin, S. 73. -*) s. Esra VIII, 15.