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Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft · 1931-01-01 · XXII = 1931/32 (1931-1932) · page 256

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Journal
Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
Volume
XXII = 1931/32 (1931-1932)
Date
1931-01-01
Page
– (sequence 256)
Language
German
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IRI
…/3486266-3486297--8707-3495087
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״Wenn im 12. bzw. 13. Jahrhundert“, so vermutet Obermeyer (Die Landschaft Babylonien . . S. 324), ״das Grabmal Gsras an dem jedenfalls unbedeutenden Floß Bamura gezeigt wurde und nicht am großen Tigrisstrom, an dessen rechtem Ufer heutzutage das imposante Grabmal zu sehen ist (8. Ausführliches hei Bitter, Erdkunde XI, 946 ff.), so liegt der Grund darin, daß damals und seit der Sassaniden Zeiten ... der Tigris nicht seinen gegenwärtigen Lauf innehatte, sondern ab Kut al "Amara direkt südwärts V dem Laufe des heutigen Sat־al־Hai folgteu (8. Obermeyer S. 63). *) Eine genaue Darstellung dieses ״Tomb of Ezra — Esra- Mausoleum“, seiner mächtigen hellblauen Fayencekuppel, aller Esra gewidmeten Denksteine und Inschriften gibt D. S. Sassoon in ״The History of the Jews in Basra“ ( J. Q. R. XVII S. 407—469). Noch heute ist das Grabmal berühmt, wird wohl gepflegt, von den Juden bedient, mit Legaten bedacht und frommen Spenden beschenkt (Jakut s. v. Maisan). Das Grab Esras ist — ähnlich wie das ebenfalls in Babylonien gelegene Grab Jecheskiels — ein von vielen Juden und Moslemen besuchter Wallfahrtsort. So berichtet das Werk מעשים טובים (Bagdad 1890 S. 28) folgendes: נם מדי פעם בפעם ובפרט בימים שבין פסח לעצרת הולכים אחינו בני ישראל אשר במדינת בבל ועיר בצרא ואשר בערי פרס ומדי וארצות הודו להשתטח על מצבת תצדיק ולשפוך שיחם לפני אל. נם כל איש מצוק ומר נפש ובפרט נשים עקרות והמפילות פרי בטנם הולכות שמה ומתבודדות לבתה בכל העזרה של הצדיק איזה שעות ונושאות רנה ותפלה לפני אל נורא עלילה למלאות את בקשתם בזכות הצדיק בם נמצאים שמה למכביר ערביים בעלי אהל ומקנה והמה מאמינים בהצדיק ומחבבים ומוקירים אותו עד מאוד ונשבעים בו. An diese Grabstätte knüpft sich auch die folgende, in den volkstümlichen Darstellungen sehr verbreitete Erzählung: Das Grab Esras des Schriftgelehrten war in Verfall geraten. Ein Hirte wählte die Stätte als Nachtlager und streckte da seine Glieder aus. Da erschien ihm im Traum der Tote und sprach zu ihm: Ich, der ich hier ruhe, bin Esra, der Schriftgelehrte• Geh zu den Judäem des Ortes und sage ihnen, sie sollen meinen Leichnam ausgraben und mir eine andere Grabstätte bereiten. Wenn der Statthalter seine Einwilligung hierzu verweigert, so sage ihm, daß die ganze Stadt aussterbeh wird. x) Vgl. hierzu Streck in Enzyklopädie des Islam, 1929, UL S. 162.

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