Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Journal
- Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Volume
- XXII = 1931/32 (1931-1932)
- Date
- 1931-01-01
- Page
- – (sequence 251)
- Language
- German
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226 andere mächtige Könige mit ihm, um sich an der Beute zu bereichern, unter diesen auch der König von Spanien. Dieser nahm viele Judäer gefangen mit und führte sie nach seinem Lande. Als aber der Perser-König Cyrus zur Herrschaft kam, erweckte Gott seinen Geist, und er ließ in seinem ganzen Reiche ausrufen and Briefe versenden des Inhalts: Wer von euch vom Volke Gottes ist, der ziehe hinauf nach Jerusalem.*) — Da wollten die in Spanien wohnhaften Juden nicht mehr nach ihrer Heimat zurückkehren. Diese Juden nennt der Prophet Obadja: Die Vertriebenen der Stadt Jerusalem, die in Sepharad sind. (Likutim des R. Joseph Sambiri S. 57 und Toledano, Ner Hamaarab S. 5.) 4. Als Esra die Einwohner von Toledo aufforderte, mit ihm gen Jerusalem zu ziehen, willigten sie nicht darein, denn sie wußten, daß der Rückkehr eine zweite Verbannung folgen werde. Damit man sie aber nicht für gottlos hielte, sandten sie ihren Brüdern den Lobeshyronus, den sie ihren Gebeten einzuflechten pflegten. Dieser lautete: Wahr und gültig, festgegründet und ewig während, gerade uud treu, lieblich und teuer, voll Anmut und holdselig, erhaben und gewaltig, wohlgeordnet und wohlgefällig, gut und schön ist das Ding für uns immer und ewig. (Tefillath-ha-Chodesch.) 5. Die Juden von Ifran behaupten von sich, daß ihre Vorfahren von den von Salmanassar vertriebenen zehn Stämmen abstammten, die sich in grauer Vorzeit in dem Lande niedergelassen hätten. Sie hatten nach und nach ein großes Reich gegründet, dessen Herrschaft sich auf alle Völkerschaften rings um sie erstreckte. Ihr erster König hieß Abraham Ephrati und war aus dem Stamme Ephraim. Seine Nachfolger waren alle von demselben Blute, und das ganze Geschlecht hieß die Ephratier. — Als Esra aus Babylon nach Jerusalem zog, rief er auch die Juden von Ifran, daß sie ihm folgten. Sie aber wollten ihr Land nicht verlassen. Diese Sünde hatte zur Folge, daß sie ihre Macht verloren und der Feind sich ihrer bemächtigte. (Ner Hamaarab S. 5.) 6. In ähnlicher Weise wird auch vön den Juden in Marokko berichtet, daß sie sich weigerten, Esras Ruf Folge zu leisten. (Ner Hamaarab S. 5.) *) Vgl. Esra Kap. I, S. 1-3,