Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Journal
- Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Volume
- XXII = 1931/32 (1931-1932)
- Date
- 1931-01-01
- Page
- – (sequence 232)
- Language
- German
- Belongs to
- journal volume
- OCR quality
- 95% known words query
- IRI
…/3486266-3486297--8683-3495063- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
207 Aber auch von Lohn ist die Rede. In 2: 28 wird dem Sabbattreuen Segnung in Aussicht gestellt, und auch in 27b ist ein Lohn angedeutet, wenn die Beobachtung des S. im Hinblick darauf gefordert wird, ״dass die Kinder Israel nicht ausgerottet werden aus dem Lande“. Nach all’ dem, was wir nunmehr über das B. d. J. allein ans den Sabbatquellen erfahren konnten, ist seine Einordnung unter die nachpentateuchischen Bücher in den Sabbatqnellen, wie wir sie iü der Einleitung1) gegeben haben, nicht mehr mit Sicherheit aufrecht zu erhalten. Es ist wahrscheinlich an den Anfang der außerbiblischen Sabbatquellen vor die des Maccabäerbuches zu setzen, wenigstens, was seinen Inhalt (nicht aber was seine Abfassung) anbetrifft. ,Dagegen dürfte das Buch ״Leben Adam und Evas“, in dem ebenfalls kurz vom Sabbat die Rede ist, nach der heutigen Auffassuug ein Produkt der hcrodianischen Zeit sein, wenigstens soweit wir damit die Quellsclirift meinen. Was uns erhalten ist, dürfte bereits christliche Einflüsse erhalten, jedoch ist in Vers 43 (der Sabbat als himmlische Grundlage) davon nichts zu spüren. In unserer Quelle (43 bzw. 51) unterrichtet der Erzengel Michael nach dem Tode Evas den Seth, am S. nicht zu trauern, sondern zu ruhen und sich seiner zu freuen. Halachische Ausführungen dazu erübrigen sich. Sie würden nur eine Wiederholung des bereits bei der Behandlung des B. d. J. besprochenen Fragenkomplexes bedeuten. Es genügt zu erwähnen, dass auch das Trauerverbot am Sabbat mit der Halachah übereinstimmt.2) Rückblick. Wir hatten in der Einleitung ans den Zusammenhängen, die sich für das Sabbatgesetz und seine Stellung im Dekalog grundsätzlich ergeben, uns die Aufgabe gestellt nachzuweisen, dass 1. die Grundgedanken der Thora zum Sabbat in unseren Quellen in der Hauptsache als ins praktische Leben übergegangen angesehen werden können. 0 s. S. 169 o. י) Tur und Sch. A. רפ״ו־ח, vgl. auch 0. S. 185.