Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Journal
- Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Volume
- XXII = 1931/32 (1931-1932)
- Date
- 1931-01-01
- Page
- – (sequence 202)
- Language
- German
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177 unmittelbar: Jes. 58, 13 Jer. 17,21-27 Nech. 10,32-34 Necb. 13,15—22 I. Macc. 2, 29—41 II. Macc. 8, 25—27 I. Macc. 9,43—44 B. d. J. 2: 20, 21, 25—28, 29, 30 B. d. J. 50; 6—13 L. A. u. E. 43 bzw. 51. b. Allgemeines. Da es sich bei dem vorerwähnten Material 11m ein solches handelt, das im Vergleich mit dem Niederschlag der Halacbah, also durch Mischna, die beiden Talmudim, Bamham usf. hindurch bis zur Kodifizierung der Halacha durch B. Josef Caro im Schulcban Aruch1), verfolgt werden soll, so ist es von besonderem Interesse zu erfahren, was uns der Talmud2) allgemein über die Sabbatgesetze zu sagen weiß. Es heißt nämlich im Traktat Chagiga: ״Die Sabbatgesetze sind wie Berge, die an einem Haar hängen, denn wenig ist, was die Schrift davon sagt, aber zahlreich sind die Gesetze.“ Würde man daraus etwa voreilig den Schluß ziehen, daß die Sabbatgesetze in der Hauptsache eine spätere Einrichtung seien, z. B. von den Babbinen in der willkürlichen Absicht getroffen, das Volk zu isolieren oder seine Eigenart schärfer zu betonen u. a. m., also gleichsam so, daß, sagen wir einmal, die Babbinen beim Sabbat und seiner Einrichtung Dinge ausgeheekt hätten, die bei genauerer Nachprüfung in die Thora nur künstlich hineingedeutet, nicht aber in ihr natürlich verwurzelt seien, so würde man sich in einem grundsätzlichen Irrtum befinden. Die Gemara widerspricht in der Diskussion zu dieser Mischnastelle3) verschieden!- lieh ihrem Inhalt und meint z. B. die Gesetze sind ja doch [in der Thora] geschrieben, ein Widerspruch, der nur dahin abgemildert ף Erste Ausgabe 1565. י) Babli Chagiga 10: au. h. *) Chagigah I, 8. Jahrbuch der J. L. O. XXII. 12