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Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft · 1931-01-01 · XXII = 1931/32 (1931-1932) · page 200

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Journal
Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
Volume
XXII = 1931/32 (1931-1932)
Date
1931-01-01
Page
– (sequence 200)
Language
German
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175 die schließliche Ausgestaltung der ganzen Frage der Kriegsführung am Sabbat bleibt dem rein halachischen Teil Vorbehalten. Dieser Beschluß der Maccabäer1) hat auch bald weitgehende Wirkung. Der Sohn des Mattathias, Juda Maccabi, schlägt den syrischen Heerführer Nikanor, der am Sabbat angreift, erfolgreich zurück.2 3) Interessant ist, daß uns im gleichen Buche5) erzählt wird, wie die Juden, die im Heere des Nikanor gezwungenermaßen Dienst leisten, ihn davon abzubringen suchen, am Sabbat anzugreifen,4) indem sie auf die Heiligkeit des von Gott eingesetzten Tages verweisen. Der Hochmut dieses Machthabers entspringt der griechischen Vorstellungswelt, die zwar Götter als Projektionen menschlicher Tugenden und Leidenschaften kennt, nichts aber von dem Ursprung aller Kreatur von Gott dem Schöpfer und damit auch nichts von Demut weiß, und ist gekennzeichnet in seiner Autwort auf diese Einwendung der Juden: ״und ich bin ein Herrscher auf Erden, der gebietet, die Waffen zu ergreifen und den königlichen Dienst zu verrichten.“ Der Angriff mißlingt, die höhere Idee, der reine Dienst an ihr und die volle Hingabe an sie wenden das Schicksal. Von da ab ist es mit einer Sabbatheiligung, die eine Verteidigung bei Lebensgefahr außer acht läßt, vorüber. Kriegshandlungen am Sabbat, die nieht zur reinen Verteidigung gehören,5) unterbleiben aber (II. Macc. [8, 25—27). Und in der Folge, als die Maccabäer mächtig geworden sind und die Syrer in Thronstreitigkeiten leben, versucht eine syrische Partei (die des Demetrius gegen Alexander Bailas, 153 v.) den jüdischen Machthaber Jouathan durch Zusicherung von Dienst- und Lastenfreiheit am Sabbat auf ihre Seite zu ziehen.6) Gehen wir nunmehr zu der pseudepigraphischen Literatur über, so fiuden wir vor allem in dem Buch der Jubiläen oder wie es wörtlich heißt ״Buch der Einleitung“ eine Fülle von Angaben über Sabbat und Sabbatheiligung. Diese Angaben sind bald legendärer7) l) I M. 2, 41. ף II Macc. 15, 25-26. 3) II Macc. 15, lff. bes. 15, 5. 4) Vgl. das vorherige Beispiel des Apollonias in II Macc. 5, 24—26. 6) Vgl. auch I Macc. 9, 43. «) Vgl. I Macc. 10, 34. ף So B. d. J. 2: 17, 18, 19, 23.

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