Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Journal
- Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Volume
- XXII = 1931/32 (1931-1932)
- Date
- 1931-01-01
- Page
- – (sequence 198)
- Language
- German
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173 mals nicht bekannt gewesen sei. Die Frage dieser Belagerung am Sabbat fällt ja, wie der Opferdienst im Tempel, in das Kapitel des unmittelbaren Dienstes an Gott, in die Rubrik der .מלחמת מצוד (näheres s. S. 180/1). Aus der späteren Königszeit (Ahas) ist in II. Kön. 16,18 die Rede von einer besonderen Überdachung des Tempels für die Sabbatfeier; diese Überdachung läßt der König mit Rücksicht auf den Herrscher von Assyrien beseitigen. Diese Stelle bietet nur historisches Interesse. II. Chr. 36, 21 ist die letzte Stelle, die in die Zeit vor der Rückkehr aus dem babylonischen Exil fällt. Auch sie ist ein Hinweis auf die Strafe für die Verletzung der Sabbate (doch sind hier an dieser Stelle wohl nur die Sabbatjahre gemeint1)). Rein esehatologisch kündet Jes. 26, 23 die Anbetung in Jerusalem durch alles Fleisch an Mondneuung und Sabbat in der Endzeit an. 2) Damit sind wir in der nachexilischen Zeit angelangt. Vergegenwärtigen wir uns noch einmal, daß Jecheskel, der Künder im Exil, in der Nichteinhaltung des Sabbats, verbunden mit all den Schlechtigkeiten gegen Witwen und Waisen, Bedürftige und Schwache, und mit dem Abfall vom reinen Dienst zum Götzendienst die Ursache des Unterganges siebt und, davon ausgehend das Volk eindringlich ermahnt, zur Gesetzestreue, dem Sinn richtigen Lebens, zurückzukehren. Damit ist die geistige Vorbereitung für Rückkehr und Wiederaufbau geschaffen. Sie wirkt sich auch in dieser Riehtung aus. Die Bestimmungen für den Sabbat in Nechemja (10, 32—34 u. 13,15—22) zeigen uns, daß die Führer der Rückkehrer gewillt sind, die Rückkehr und deu Wiederaufbau auf der Basis der Gesetze Mosches streng durchzuführen. Inwieweit diese Reorganisation auf das Leben sich ausgewirkt hat, sehen wir aus unseren Quellen an all* dem, was uns dann die Apokryphen, inabesondere die Macc. Bücher erzählen. Der Einbruch des Hellenismus, d. h. griechischer Kultur und griechischer Sitte in das jüdische Land unter den Syrern und der die Tradition, daß die Eroberung Jerichos am Sabbat stattfand (היד ׳החזקדי .(הלבות שבת פ״ב ה׳ כ״ה ף Jüdische Erklärer und auch Kautzseh-Bertholet a. a. O. S. 077 a. 2) Vgl. Einleitung S. 164.