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Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft · 1931-01-01 · XXII = 1931/32 (1931-1932) · page 190

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Journal
Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
Volume
XXII = 1931/32 (1931-1932)
Date
1931-01-01
Page
– (sequence 190)
Language
German
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165 Wenn diese Einrichtung nun unlösbar mit Israel verknüpft erscheint 1)אות היא לעולם, מגיד שאין שבת בטלה מישראל לעולם, so ist das deswegen natürlich, weil Israel die Menschengruppe darstellt, der der Sabbat zunächst und allein gegeben wurde. Das kommt an verschiedenen Stellen, schon im Pentateuch2) und sogar noch im späten Buch der Jubiläen3) zum Ausdruck. Wenn wir uns nunmehr der eigentlichen Aufgabe zu wende(!, die Sabbatquellen außerhalb des Pentateuchs einschließlich der Apokryphen und Pseudepigraphen durchzngehen und mit derHalacba, also der Entwicklung der Sab bat Vorschriften in ihrer Anwendung auf das Leben, zu vergleichen, so müßte sich aus den bisherigen Betrachtungen ergeben, daß 1. alles, was wir im nachpentateuchischen Schrifttum finden, von diesen Grundgedanken in keiner Hinsicht abweicht, daß also die Halacha die tatsächliche Anwendung dieser Grundgedanken auf das Leben bedeutet. 2. daß da, wo Abweichungen in Erscheinung treten, es nur Abweichungen der jeweiligen Lebensformen, nicht aber solche von den Grundgedanken der Thora sind. 'ö. daß somit überall, wo grundsätzliche Abweichungen doch nachweisbar werden, auf eine Abweichung von der jüdischen Religiosität geschlossen werden müßte. 4. müßte sich nachweisen lassen, daß alle Mahnungen der Künder und Reorganisatoren nicht eine Neuschaffung sabbatlieber Einrichtungen, sondern eine Wiederbefestigung vorübergehend vernachlässigter oder eine Wiedereinsetzung vorübergehend verloren gegangener oder eine schärfere Abgrenzung und Befestigung noch nicht genügend in die Gesamtheit des Volkes eingedrungener Anwendung der sabbatlichen Grundauffassnngen auf das praktische Leben meinen. Denn wenn wir uns noch einmal den Ausgangspunkt vergegenwärtigen, so bewegt, sich das neue Licht, das mit der Offenbarung am Sinai in eine, wenn auch zunächst noch begrenzte Welt eintritt, gleichsam auf dem Wege vom Himmel hinab auf die Erde. *) מכילתא כ׳ תשא♦ (Editio Horovitz-Rabin, S. 343). ף II 3t: 13, 13, 17, ♦כי אות היא ביני וביניכם לדורותיכם י־) B. d. Jubil. 2: 20, 24, 33 (s. u ).

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