Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Journal
- Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Volume
- XXII = 1931/32 (1931-1932)
- Date
- 1931-01-01
- Page
- – (sequence 128)
- Language
- German
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103 und Beerdigung des Kindes beteiligt, Josse], den Sohn des Rabbi Jona,1) Mohär, Mohär (Mair) Heller, Hirsch, Sayer Straabinger, Gutkind, Mohär (Mair) Pauman, Heberle und die Wasserträger Isak und Jacob genannt. Anwesend seien ferner gewesen: Vorsänger Jossel, Süßkind, Gotz (Gozzel Choz) und David, Bruder des Abraham. Von Juden, an die das Blut verteilt wurde, nannte Wolfgang noch Simon Hottlar, Samuel Kalbskopf und Lang Jacob. Doch gab er nicht mit Bestimmtheit an, daß letztere auch heim Morde anwesend waren.2 *) Dem ״Heberle mit dem großen Bartua) sei das Blut von Mohär Pauman überbracbt worden. Von allen Genannten konnten nur Jossel, Sohn des Rabbi Jona, Mair Heller, Naym Hirsch, Sayer Straubinger, Simon Holler von Worms (der von Wolfgang genannte Simon Hottlar) und Samuel Kalbskopf (Schmoel Fleischmann, Schmoel Fleischhacker) festgestellt und verhaftet werden. Die beiden letzten gehörten zwar nicht zu den von Wolf gang bezeichneten Tätern, sondern nur zu denen, die vielleicht beim Morde anwesend waren, aber sie zählten zu den Führern der Regensburger Judenschaft, und man konnte mindestens ihre Mitwissenschaft als sicher annehmen. Die anderen von Wolfgang genannten Juden waren, wenn keine falschen Namen Vorlagen, entweder verstorben4) oder am 29. März von Regensburg abwesend. ף Der Rabbinatskollege Israels aus Brünn. *) Die Antwort S. 51 art. 8 ist eine Berichtigung der früheren Liste im art. 4. 8) Heberle largus (freigiebig, reich) cum magna barba. Die Übersetzung hat: Groß Eberl (Eberlen) mit dem Part. 4) Nachweisen läßt sich dies für den Vorsänger Jossel und für Groß Eberlen mit dem Bart. Siehe S. 78 und Jahrb. XVIII, 875 Nr. 20. Bart- Eberlen, dessen Witwe uns 1474—76 begegnet, (S. 375 und oben S. 20—21), und Groß Eberlen mit dem Bart sind dieselben. S. 368 Anm. 4, S. 374 Anm. 9 und S. 375 Anm. 12 bedürfen entsprechender Korrektur. Der Eberleil», der 1480 noch lebte, ist Klein Eberlein oder Schwarz Eberlen, der Sohn der Jacobin, Eberl Werd. Wenn man letzteren am 29. Marz noch nicht verhaftetet obgleich ein Heberle (Eberlen) von Wolfgang genannt wurde, so lag es wohl daran, daß man ihn damals mit dem Barteberlein identifizierte und für toi hielt. Der Übersetzer gab ja S. 48 ausdrücklich Groß Eberlen mit dem Bart an. Übrigens existierten 1476 noch zwei andere Eberlein, sie werden im Jahrb. XVIII, 376 Nr. 21 und 377 Nr. 44 erwähnt.