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Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft · 1931-01-01 · XXII = 1931/32 (1931-1932) · page 67

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Journal
Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
Volume
XXII = 1931/32 (1931-1932)
Date
1931-01-01
Page
– (sequence 67)
Language
German
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Es ist außer Frage, daß man in Regensburg 1475 dem Reichart alles glaubte, wie 1478 dem Christoph in Passau. Welch Elend muß darauf hin über die Gemeinden in Krautheim und Bamberg 1475 hereingebrochen sein! Und welcher Schalman1) mußte in Regensburg die Bosheit Reicbarts büßen? Die Akten sind über alle diese Tragödien nicht mehr Vorhänden. Auch sonstige Hinweise fehlen. Die Vorgänge selber aber reihen sich den vielen gleichen an, die Irrglaube und Fanatismus auf christlicher Seite gezeitigt haben. Zum Prozeß 1476—1480. Der S. 29—30 erwähnte Prozeß wegen Ermordung von Christenkindern bedarf einer ausführlicheren Behandlung. Mit dieser ist in den Jahrbüchern XVIII und XX begonnen worden. Die folgenden Ausführungen ergänzen die früheren Aufsätze. Sie beruhen wiederum auf den Akten, die Gemeiner in seinem Karton 12 des Münchener Hauptstaatsarchivs auf bewahrt bat. Ich lasse zunächst die Darstellungen des Regensburger Rats folgen. Hierbei sind auch die ürgichten, die Geständnisse der Juden, trotz der Wiederholungen im vollen Umfang zum Abdruck gekommen. Man soll nicht sagen, daß wir irgend etwas unterschlagen oder verheimlichen. Im Gegenteil! Wir haben ein Interesse daran, daß das ganze Quellenmaterial der Öffentlichkeit vorgelegt werde. Nur so wird auch der in seinem Urteil bisher Schwankende erkennen, wo sich Recht und Unrecht befinden, und mit uns zum Freispruch der Juden gelangen. * * * Die geschiecht der Judischait, zu Regenspurg ergangen. In dem jare, als man von Cristi gepurt zelet hat tausent vierhundert sybentzig und im sechsten jare, da hat der hochwirdig furst und herre, herr Heinrich bischove zu Regenspurg, der geschieht, so sich zu Trient eins Christenkinds halben zugetragen hab, das *) Bezieht sich vielleicht auf diesen und nicht auf Reichart die Notiz Gemeinere, der unter Hinweis auf die Stadtrechnung von der Verbrennung eines Regensburger ״Juden“ spricht?

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