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Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft · 1931-01-01 · XXII = 1931/32 (1931-1932) · page 64

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Journal
Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
Volume
XXII = 1931/32 (1931-1932)
Date
1931-01-01
Page
– (sequence 64)
Language
German
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39 damals im Aultrage des Kaisers mit den 17 gefangenen Juden verhandelnden Davidג) an. Für das Eintreten zu Gunsten Peleins hatte sich David bereits fürbittende Empfehlungsschreiben des Nürnberger Rats und besonders des Markgrafen Johann besorgt. So verstehe ich den folgenden des Jahresdatums entbehrenden Brief Davids: Mein willigen, unterdenigen dinst zuvor. Liber her. Ich tu euer veisseit zu wissen, das mir kein antvort genczlichen worden ist, daran ich mich genczlieh lassen mocht, von sullicher pet vegen, dy mein gnediger her marckgraf Hans und mein gnedig hern von Nuremburg für mich getan haben. Doch ich eins sullichen nicht bedurft het, wen sullichen frevel*) groslich an mich pracht st worden von dem Juden.8) Nu pit ich euer veisheit, ihr lat mich wissen, vas mir ein rat zu envort wider geh meinen gnedigen liben hem, ven ich wol zu schiken het in euer stat zu Regenspurk.* * * 4) Geben zu Naremberg am dinstag vor sant Partolomes tag. Davit Jnd iezun zn Nnremberck. [in verso] Dem ersamen und weisen N. Altman zu Regenspurck, meinem liben heren. Erst am 26. November 1478 wurden nach einem nochmaligen Schreiben des Kaisers5) und nach geschworener Urfehde Suttel und Pelein aus dem Gefängnis entlassen.6) Georg Timpe, der vom Kaiser zu ihrer Befreiung gesandt war, nahm sie in Empfang. Wieviel das Lösegeld betrug, wird nicht gemeldet. Außer den erwähnten Dokumenten ist heute nur noch der Rest eines Briefes vorhanden,7) der, von einer Freundin an Pelein als Art Kassiber *) Siehe Jahrb. XX, 170-171. *) Frevel nach Auffassung der Regensburger. s) Strölein. Als im März die Gefangennahme in Nürnberg bekannt wurde, war David noch nicht dort. 4) Hdschr.: Regenspuck. 6) Erwähnt in beiden Urfehdeurkunden: ״doch das solichs den obgenanten mein gnedigen herren an iren freiheiten, Privilegien und ihrer stat gewonheit furter unbegriffen und unschedlich sein sol, wie dann das alles der kaiserlichen majestat brieve ynnhelt“. *) Urfehdenrkunden or. membr. c. 2 sig. pend. im HStA., J. in Rgsbg. fase. 32. Pelein, die nur von der Beschuldigung, nicht von einem Geständnis spricht, mußte Sohn und Tochter als Bürgen stellen. Sie versprach, ihr ״vangknus noch ychts an mir, desgleichen an mein guet begangen und geschehen“ nicht zu rächen. Ihr Vermögen war also beschlagnahmt worden. 7) Umschlag mit Aufschrift: ״Das zettelein hierinn hat man in der Jacob Jüdin vancknuß gefunden“. 6 Zeilen Text, die senkrechten Striche sind von mir zur Kennzeichnung des Zeilenendes jedesmal hinzugefügt.

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