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Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft · 1931-01-01 · XXII = 1931/32 (1931-1932) · page 61

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Journal
Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
Volume
XXII = 1931/32 (1931-1932)
Date
1931-01-01
Page
– (sequence 61)
Language
German
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36 laut der urgicht,1) das die warhait da also erfunden ist. Und als ewer weyßhalt ab des Sattel urgicht vernemen, auff Jacob Jüdin 2) bekennt, die wir dann auch annemen lassen haben, die ist in grosser kranckhait,3) das die nit gefragt mag werden, als sich gepuret, darinn dann verporgen ist hanndlung des hochwirdigen sacraments und grundt der warhait. Sollichs wir ewer liebe unverkundt nit lassen haben wollen. Dann so wir an der Jüdin der warhait mer erlernen wurden, wollen wir ewern weyßhait unverkundt nit lassen. Dann womit wir ewern ersamkait lieb und freuntschaft beweißen mochten, tätten wir ve gern. Datum an freytag vor dem suntäg judica anno etc. LXXVIll. Rate der statt zu Regenspurg. [in verso] Den fursichtigen, ersamen und weysen bürgermaistern und rate der statt Nuremberg, unsern besundern lieben und gueten freundten. Es ist aas Vorstehendem nicht ersichtlich, warum eigentlich der Regensburger Rat dies alles nach Nürnberg mitteilte. Doch werden wir hierüber durch die Antwort des Nürnberger Rats vom 9. März belehrt: Unser freuntlich und willig dienste ewer fursichtikeit mit vleyss voran berait. Fiirsicbtigen, ersamen und weysen, besundern lieben und gutten freunde. Ewer schreyben mitsampt innligennder coppeyen etlicher urgicht, yeczo an unns gelanngt, haben wir zu sunderm danck und angenemem wolgefallen von euch empfanngen, darauf! auch undter der Judischeyt bey unns vleyssige erfarung gehabt und können dhain hochineyster, der namen in Sittels urgicht Josepp und4 *) Fewsten sune von News bestympt, denne allein ein schulkloppfer, Josepp genannt, erfunden.6) Darczu so ist der hanndel unndter der Judischeyt bey unns so lawt, wa sich ymant der ding in schulde wisste, hette sich der in mitler zeyt wol an sein geware thun mugen. Doch was euch in den dingen verrer begegent, wollen unns das zu versteen geben. Was unns denne verrer darinne zu thun gepurlich sein würt, an uns geprueh nicht erscheynen. Geben am montag nach dem sonntag judica anno etc. LXXVIll. Burgermeistere und rate zu Nurmberg. [in verso] Den fursichtigen, ersamen und weysen burgermeistern und ratte der statt Regenspurg, unnsern besunudern lieben und guttenn frewnnden. Die Urgicht Suttels war also nach Nürnberg gesandt worden, weil er in ihr einen Nürnberger Rabbiner Joseph nannte, offenbar als Teilnehmer seines Verbrechens, und die Nürnberger eine Untersuchung vornehmen sollten. Man wird mit der Vermutung nicht fehl gehen, daß Suttel angab, Hostien nach Nürnberg verkauft zu 1) Urgicht Christophs. 2) Peleiu, Witwe des Jacob. *) Siehe das Wort עינוים in dem weiter abgedruckten Kassiber. 4) So. Wohl Josepp, Sohn des Feust von Neuß. ף finden.

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