Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Journal
- Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Volume
- XXII = 1931/32 (1931-1932)
- Date
- 1931-01-01
- Page
- – (sequence 53)
- Language
- German
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28 lang darczu noch doreine nit komen wil, weder bey tag oder nacht, haymlich oder offenlich in kein weise und das ich das nit ferrer waigern, ziehen noch bringen sol, wil noch en mag, noch yemant annders von meinen wegen in kein weise, Des hab ich mein Jüdische trew geben und einen gelerten eidt, als dann ein Judeneidt stet, in disen brief gesworen, stet zu halten innhalt dicz briefs. Nemlichen so han ich denselben eidt mit den gegenwurtigen, hernach geschriben wortten, mit gutem willen, wolbedachtem mute und mit eingelegter der rechten hannt bis an den risten in die fünf buecher Moisi gesworen und nym auch das mit guter wissen awf denselben meinen eidt in solicher massen, ob das were, des Got nit enwolle, das ich öder yemant anders von meinen wegen wider den brief nnd Sachen täten und verpräehen mit wortten oder mit wercken, mit recht oder on recht, haymlicben oder offennlichen, wie sich das fuget, es wer clayn oder groß, so sol und wil ich alsdann ein ubersagter, veher Jud haissen und sein, und man mag dann, wo man mich begreift und ankumpt, hincz meinem leib und lebenn richten als zu einem schedlichen Juden. Dorinnen wil ich alsdann keinerlay freyung, frids oder gelaitts noch keiner herren, noch frawen bet, noch kaines andern vortails, wie man das erdenckenn mag, nit genyessen in kein weis. Ich will auch dabey, ob ich das also uberfür, ein verurtailter, verpannter Jude hayssen und sein, und es sol auch dann kein Jud mit mir nit essen noch trincken, noch in die vier eil zu mir nicht geen, und ich wil auch dann gancz abgesehaiden sein von allen Jüdischen gemainschaften,-gewonheiten und rechten. Und wil auch dann zu anndern Juden nicht begraben werden, sunnder so sol sich auch dann kein Jud noch Jüdin zu mir noch zu meinen kinden nicht heireten, sunnder zu mir, so das zu schulden kumpte, one alle gnade gericht werden als zu einem trewlosen, maynayden, verpanten Juden. Und ob auch das war, das ich furan reden oder tun wurde, das wider disen brief war, wie man das erfinden oder erdenncken könnde oder möcht, das alles sol craftlos, tode und ab sein und wider disen brief deheinen furganng, craft noch macht nit enhaben. Und das ich auch furbas wider solich Sachen und disen brief mit einicher warheit nit gereden noch komen mag in kein weise, des zu Jüdischer zeugnus so hat mir der beschaiden, der Judischeit zu Regennspurg homaister, maister Israhel, solich eidt inn yecz und vorgeschriben massen nach Jüdischem rechten und gewonhaiten mit Worten, punckten und mit allen artickeln also furgegeben und gelert in massen, all hierinnen geschriben stet und einem steten Jüdischen eidt zugehort. Und der warheit zu merer geczugnus, so hat der yeczgenannt maister David1) homaister solichs mit seiner aygen hantgeschrifft innen awf disen brieff verzaichent und geschriben, im und sein erben on schaden. Und des sint zeugen die beschaiden Juden Calman Jud von Kiczing und Sanwell Kacz, die bey und mit den Sachen gewesen sint und die das also gehört und gesehen haben. Und das ist geschehen zu Regennspurg in dem jare, als man zalt von geschöpf der weit fünf tawsent czway hundert und acht jare an dem vierczehendem tag des monats, den man nennt Af. Und dorüber zu mererm urkund, so hab ich iren gnaden auch disen brief zu einer merern zugnus 1J So verschrieben für Israel.