Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Journal
- Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Volume
- XXII = 1931/32 (1931-1932)
- Date
- 1931-01-01
- Page
- – (sequence 52)
- Language
- German
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- IRI
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Weisung San weis von Ehingen1), der wegen gleichen wiederholten Verbrechens dem Feuertode knapp entgangen war. In jener Zeit der allgemeinen Sittenverwilderung gab es aber weder religiöse Schranken noch Abschreckung durch Strafe. Ich lasse hier die Urfehde 2) Sanwels vom 14 Aw 5208, 15. Juli 1448, im vollem Wortlaut folgen, weil sie zu den ausführlichsten Urfehden gehört und zweitens, weil kein Geringerer als der Babbiner Israel Brünn den jüdischen Eid abnahm und dies durch eigenhändige Notiz unter der Urkunde bezeugte: Ich Sanwel Jud von Ehing, die zeit zu Regenspurg gesessen, bekenne mit dem brief offennlichen vor allermeniglichen, das ich in der farsichtigen, ersamen und weisen meiner gnedigen lieben herren camrer und rats der stat zu Regenspurg vancknus körnen was von bubischer unendlicher weise wegen, die ich in irer stat mit Cristenfrawen mich zu vermischen mengermal begangen und tan, doran ich mich zemal swarlichen wider gesacztte ordenung Jüdische gelawben und rechten vergessen han, dorumben ich zu verprennen gewesen were und den tod rechtlichen wol verschuldet het und davon sie mich aber von sunnderlicher bet wegen des durchleuchtigen hochgeboren fürsten meines gnedigen herren, herrn Hainrichs pfalenczgrafen bey Reine und herezogen in Nidern und Obern Baiern etc., und annder frumer lewt bet wegen, edeler und unedeler, gnediglichen komen lassen haben, des ich und mein frnntscbaft iren gnaden underteniglichen zu danncken und abzediennen haben, die weil wir leben. Und ich bin umb solich fangnus mit iren gnaden ganncz versönet worden also, das ich die awf ewig zeit gein in und allen den iren und auch gein allenn, den die schuld, rat oder tat doran haben und die doronter gewannt und verdacht sint, in arge nit mer annden, rechen oder äfern, noch in und irer stat und allen den iren dorumben kain lait, übel oder feintschafft nicht zuziehen und tun wil, noch schaffen getan werden weder mit worten noch mit wercken, haymlichen noch offennlichen, mit recht noch on recht, inner noch awsser lanndes, weder wenig noch vil, in kein weise, alle argeliate hierinnen awsgeschaiden. Und ob ich oder yemand anders von meinen wegen Spruche und voderung hincz in oder den iren betten oder in künftigen Zeiten gewünnen, es wer zu Cristen oder zu Juden, zu Regennspurg wonhaftig, oder zu anndern den iren, wo dy gesessen weren, dorumben sol uno wil ich mich oder annder von meinen wegen fruntlicher rechten gennngen lassen und die von den, die Cristen sint, anders nynndert suechen, vodera noch begern dann zu Regennspurg vor irem rat oder vor iren gewondlichen statricbtern und von den, die Juden und in ir stat gesessen sint, nynndert annders dann in dem schulhof daselbs. Mir ist auch umb das ir stat, herrsehaft und gepiete ewiglichen verpoten worden also, das ich in zehen meil wegs weit, prait und 1). Ebingen a. d. Donau? *) a. membr. c. 2 sig. pend. im HStA., J. in Rgsbg. fase. 31.