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Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft · 1931-01-01 · XXII = 1931/32 (1931-1932) · page 31

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Journal
Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
Volume
XXII = 1931/32 (1931-1932)
Date
1931-01-01
Page
– (sequence 31)
Language
German
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Die vorstehende Verordnung geschah aui Veranlassung des Hansgerichts. Auf dieses Amt, dem der Handel unterstand, ist auch die Erneuerung1) von 1442 zurückzuführen an Stelle der Vorkäufer2 *) erscheinen die Unterkäufer, die gleichfalls vereidigt werden: Anno etc. XLII° sind mein herren vom rat mitsambt meinen herren von der hannse uberain worden und verpieten allen Juden ernstlich, daz irkainer an kainem feyrtag hinfür gar nichtz vail haben sol wenig noch vil, alslanng uncz sy zwen underkeuffl aus in setzen, dy der hannse sweren und verporgen auf alles, daz in gesetzt und eingepünden ist. Und welher darüber an ainem feyrtag icbtz vail hiet, dem sol man dasselb alles aufhebenn und ainem hannßgrafenn antburtten. Der Fischkauf am Freitag war den Juden streng verboten 8). Am 25. Mai 1459 wurde er auch an den anderen Tagen eingeschränkt:4) Juden vischkauff. Item von vasnacht uncz auf Michaelis sullen di Juden vor dreyen oren in den tag am vischmarckt nichtz kauffen und von Michaelis uncz auf vasnacht vor zwayen oren auch nicht kauffen. Verpoten bei LX d. wanndels. Actum die sancti Urbani anno etc. LIX. Die Geldgeschäfte wurden ebenfalls erschwert. Eine Verordnung5 * *) vom 7. September 1462 untersagte den Juden, Regensburger Bürger als Bürgen anzunehmen: Juden porgschaft. Item mein herren habent angesehen ir burger verderben, daz ie ainer den anndern an di Juden zu porgen geseczzt und an einander verderbt haben, und haben den Juden darauff ernstlich verpoten, daz si kainen der stat burger und burgerin mer nemen sullent weder zu porgen noch selbgellten in briefen noch sunst in kainerlay weise, allez gevärde, aufsäczz und arglist darinn hindan geseczzt. Und wo daz uberfaren wirdt, diselb porgschaft, glübd und schuld sulien ab sein, in waz form di gemacht, gelobt, verscbriben, verbriefft oder versigelt sind. So ist men doch den Juden darumb nichtz schuldig. Actum vigilia nativitatis Marie anno 1462. *) Handschriftliche Überlieferung wie S. 5 Anm. 2. *) Waren diese 1442 abgeschafft? 8) Regensburger UB. I, 719. Wiederholt 1893: Gemeiner II, 303. 4) Stadtbuch im HStA., Reichsst. Rgsbg. Litt er. nr. 408, f. 168. Vgl. Gemeiner III, 257—258, doch irrig z. J. 1456 und mit falscher Blattangabe der Quelle. ף a. a. 0., f. 171. Vgl. Gemeiner III, 364.

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