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Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft · 1930-01-01 · XXI. (1930) · page 193

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Journal
Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
Volume
XXI. (1930)
Date
1930-01-01
Page
– (sequence 193)
Language
German
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m Esra, dem Schriftkundigen, in gleicher Weise geläufig.146) Damm wird er auch auf eine Stufe mit dem Meister und ersten Führer V des jüdischen Volkes, mit Mose, gestellt, dem er wegen seiner segensreichen Massnahmen für die Erhaltung des Staates und der Tora an Bedeutung gleichkommt. ״Er wäre sogar würdig gewesen, als Vermittler der Lehre Gottes an Israel ausersehen zu werden, V wenn diese nicht bereits Mose früher empfangen hätte.“141) Würde ״R. (Acha bzw.) Elieser sagte: Es steht (E VII, 11): Esra, dem Priester, dem Sofer. Wozu wird Sofer besonders hervorgehoben? Um zu sagen, dass genau so, wie er in den Worten der Tora sich auskannte, er in den Worten der Gelehrten Bescheid wusste (und sie zu deuten verstand).“ Diese Erklärung schliesst in J. Schekalim an die in Note 130 gebrachten Ausführungen an, in welcher Weise nämlich Esra nicht nur für die Erhaltung des Textes und der Schrift, sondern auch für das leichte Verständnis und Auslegen der mündlichen Lehre gesorgt habe. Die obige Annahme wird aus dem Titel ״Sofer‘1 gefolgert, der beide Bedeutungen — Schriftsteller und Schriftgelehrte — zulässt (Vgl. Note 131). 146) J. Megi lla IV, 1: זעירא וד* חננאל בשם רבי אפילו רגיל תורה בעזרא n לא יהא הונה מפיו וקורא במה שנאמר בברוך מפיו יקרא אלי את כל הדברים ד.אלר. ואני בתב על ספר בדיו. (... אפילו אדם רגיל בתורה בעזרא לא יהא קורא מפיו וכותב ♦ ..) ״R. Se’ira und R. Chananel sagten im Namen von Rabbi: Selbst wenn einer in der Tora so kundig ist wie Esra, darf er nicht auswendig nachdenken und lesen [deutlicher Gen. r. 36, 8 und Jalkut 1, 61 :nicht auswendig lesen und niederschreiben], wie es bei Baruch (— Esras Lehrer — in Jirmij. 36,18) heisst: Aus seinem Munde sagte er mir alle diese Worte vor, und so schrieb ich sie mit Tinte in das Buch.“ Vgl. Megilla 18b. — Esra wird also im vorliegenden Zitat kurzweg als Ideal des Schriftkundigen dahingestellt. 147) Tosefta Sanhedrin IV, 7. J. Megilla I, 8. Sanhedrin 2tb: ר* יוסי אומר ראוי היה עזרא שתינתן תורד. על ירו לישראל אילמלא (לא> קדמו משה במשה הוא אומר ומשה עלה אל האלקים בעזרא הוא אומר הוא עזרא עלה מבבל מה עלייה האמור באן תורה אף עלייה האמור להלן תורה במשה הוא אומר ואותי צוד, ה׳ בעת ההיא ללמד אתכם חוקים ומשפטים.. בעזרא הוא אומר בי עזרא הבין לבבו לדרוש את תורת ה׳ ״ ולעשות וללמד בישראל חק ומשפט.R. Jose sagte: Esra wäre würdig gewesen, dass durch seine Hand die Tora Israel vermittelt werde, wenn ihm nicht V V V Mose zuvorgekommen wäre. Bei Mose heisst es (Exod. 19, 3): und Mose stieg empor...; bei Esra heisst es (E VII, 6): Esra stieg empor... So wie sieh hier das Emporsteigen auf die Tora bezog, war es auch im anderen Falle V wegen der Tora. Bei Mose steht nämlich (Deut 4, 14): und za lener Zeit befahl mir Gott, euch Gesetze und Rechte zu lehren...; und bei Esra heisst es (E VII, 10): denn Esra richtete sein Herz darauf, die Lehre Gottes zu erforschen und zu erfüllen und in Israel Gesetz nnd Recht zu lehren. — Hier liegt eine der im Talmud geläufigen Methoden vor, die נזרה שוה Vergleichung

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