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Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft · 1930-01-01 · XXI. (1930) · page 183

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Journal
Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
Volume
XXI. (1930)
Date
1930-01-01
Page
– (sequence 183)
Language
German
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177 gessenheit geriet und erst durch Onkelos wiederum erneuert wurde.118) Damit auch der hebräische Text genau und leicht fasslieh von den Zuhörern verstanden werde, teilte ihn Esra in die noch heute bestehende Satzeinteilung ein und versah ihn zum Yerlesen mit Betonungszeichen und Akzenten.119) Mit peinlichster Genauigkeit achtete Esra auf die gewissenhafte uralte Überlieferung der Schreib- und Leseweise und bezeichnete eine Beihe zweifelhaft überlieferter Stellen mit diakritischen Punkten.120) Wenn ihn einst der Prophet Elijahn darüber zur Bede stellen und ihn fragen würde: ״Warum hast du diese Worte mit 118) In Megilla a. a. 0. wird ausgeführt, dass man nach Esras Zeit seinen Targum vergessen habe, bis Onkelos gekommen sei und ihn wieder rekonstruiert habe. Esras Targum geriet deshalb in Vergessenheit, weil man sich zu seiner Zeit — wie schon Agadoth Maharscha z. St. bemerkt — für die Erhaltung der hebräischen Sprache eingesetzt hatte und das Aramäische immer mehr verdrängt wurde. Erst unter Onkelos, einem Schüler Hillels am Ende des ersten Jahrhunderts, wurde der Targum wiederum erneuert. Vgl. Kiduschin 49a. — Auf ähnliche Weise ist (nach Megilla Sa) der Targum Jonathan zu den Prophetenbüchern entstanden, der auf die drei letzten Propheten Haggai, Secharja u. (Esra =) Mal’achi zurückgeführt wird. Die weitere Entwicklung dieser Targumim ist in der Einleitung zu Churgin, Targum Jonathan to the Prophets New Haven 1907, dargestellt. 119) Megilla 3a Nedarim 37b: ... ושום שבל אלו הפסוקין ויבינו במקרא אלו פסקי הטעמים ואמרי לה אלו המסורות(בראשית רבה לו׳ ח׳) ירוש׳ מגלה ד׳ א׳ ויש אומרים אלו ההכריעים וי״א אלו ראשי פסוקי (Als Fortsetzung von dem in Kote 117 erläuterten N. VIII, 8:) ״Mit Verständnis“ d. h. die Satzeinteilung ״und sie sollen verstehen‘*: d. i. die Akzente, andere sagen: die Lesarten. Nach j. Megilla IV, 1 sind die Sinnentscheidungen bzw. die Anfänge der Abschnitte gemeint. Der Inhalt eines längeren Stückes erhält erst ״Sinn“ und ״Verstand“, wenn er — wie es Esra getan hat — in Kapitel und Sätze eingeteüt wird. — הברמנים bezieht sich nach den Kommentaren zu Gen. r. auf die fünf Stellen in der Heiligen Schrift, von denen zweifelhaft war, oh sie nach oben oder unten zu beziehen seien. Den Sinn dieser Sätze habe Esra festgestellt. — Müller, Masechet... S. 47 f. behandelt, ob unter ראשי פסוקי der Beginn der Abschnitte zu verstehen sei, und weist ferner darauf hin, dass aneh diese Anordnung anders als bei den Samaritanern gehandhabt wurde. — Über die Behandlung der Akzente vgl. Spanier, Die masoretischen Texte, Berlin 1927. 1S0) Die zehn punktierten Stellen sind in Maseehet Soferim VI, 3 aufgezählt. — Neubauer, Bibel wissenschaftliche Irrungen ... S. 35, hält es für gänzlich verfehlt, ״die puncta extraordinaria ganz allgemein als textkritische Zeichen anzusehen“, zumal ״der Talmud in ihnen nur einen exegetischen Hinweis vermutet.“ Jahrbuoh der J. L. G. XXI. 12

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