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Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft · 1930-01-01 · XXI. (1930) · page 181

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Journal
Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
Volume
XXI. (1930)
Date
1930-01-01
Page
– (sequence 181)
Language
German
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175 Mal’achi identifiziert wird. 113) Demnach hat Esra nichts Neues eingeführt, sondern bloss die in Vergessenheit geratene, a)t|üdfsche Schrift dem Volke wiedergegeben. Diese wurde ״aschurith“- assyrisch genannt, weil sie eine reiche und vollkommene, im Duktus einfache und deshalb für die Volksmasse geeignete Schrift ist.114) Sicherlich war bei der Veränderung der Schriftcharaktere wiederum die Tendenz mitbestimmend, die Trennung zwischen Juden und Samaritanern zu verschärfen. Die Juden, die sich im Exil der althebräischen wie der assyrischen Schrift und auch der aramäischen Sprache bedient hatten, entschieden sich unter Esras Einfluss für die Annahme der assyrischen Schrift und der heiligen Sprache.115) Die aramäische Sprache und die hebräische Schrift überliessen sie dagegen den Samaritanern, die die Quadratschrift 118) Die Beziehungen Esra-Mal’achi vgl. in Note 142. Der Zusammen’ hang zwischen Sebachim 162a und Sanhedrin 21b liegt auf der Hand und findet auch in der in der vorigen Note zitierten Raschistelle seine Bestätigung. 1U) Sanhedrin 22a: ״״ למהנקרא שמה אשורית שמאושרת בכתבwarum wird sie ״aschurit“ genannt, weil sie in der Schrift gelungen (reich) ist.“ — אעזור ist demnach aus dem|Stamm אשר wie בי אשרוני בנות (Gen. 13,3ö)*gebildet. 11ö) Sanhedrin 21b: אמר מר זוטרא ואיתימא מר עוקבא בתחילה ניתנה תדרח לישדאל-יבבתב עברי ולשון הקודש־ חזרה וניתנה להם בימי עזרא בכתב אשורית ולשק ארמי ביררו להן לישראל כתב אשורית ולשון הקודש והניחו להדיוטות כתב עברית ולשון ארמי מאן הדיוטות אמר רב חסדא כותאי מאי כתב עברית אמר רב חםדא!כתב ״ ליבונאה ...Mar Sutra oder Mar Ukba sagte: Die Tora wurde Israel ursprünglich in hebräischer Schrift und in (heiliger Sprache gegeben, sie wurde ihnen nochmals in den Tagen Esras in assyrischer Schrift und in aramäischer Sprache gegeben. Da wählten sich die Israeliten die assyrische Schrift und die heilige Sprache und überliessen den הדיוטות die hebräische Schrift und die aramäische Sprache. Wer sind die הדיוטות? R. Chisda sagte: Die Kutäer. Welches ist כתב עברית? R. Chisda sagte: Die Schrift ליבונאה.“ — Diese Ansicht aus der Amoräerzeit geht a. a. 0. im Text der These des R. Jose (Note 108) voran. Unter ^tt-Kutäer sind die Samaritaner zu verstehen. ליבובאה ist etymologisch noch ungeklärt, gemeint ist die bei den Samaritanern übliche althebräische Sprache. Es sei auch noch auf die interessante Variante im jerus. Talmud (a. a. ö.) hingewiesen; איר יוחנן רבית נובריןאשורי יש לו כתב ואין לו לשון?גברי יש לו לשון ואין ״ לו כתב בחרו לד,ם כתב אשורי ולשון עבריR• Jochanan von Beit Gubrin sagte: Das Assyrische hat eine Schrift, aber keine Sprache. Das Hebräische hat eine Sprache, aber keine Schrift. Sie wählten sich daher die assyrische Schrift und die hebräische Sprache.“ Ebenso j. Sota VII. 2 u. Ester r. III.

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