Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Journal
- Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Volume
- XXI. (1930)
- Date
- 1930-01-01
- Page
- – (sequence 176)
- Language
- German
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Zur Verherrlichung Gottes sprach Esra in der feierlichen Ver- Sammlung, die er aus Anlass der Toravorlesung abgehalten hatte, das Tetragrammaton, den Gottesnamen in seiner reinen Form, ausnahmsweise öffentlich aus. Dies geschah sonst nur im Heiligtum.105) Einer andern Ansicht gemäss bestand die Verherrlichung Gottes in der Einführung einer neuen Segensformel.106) Dustäer, an der Wiederbelebung der Toten zweifelten. Gegen diese wandte sich demonstrativ £sras Bestimmung. Ein Beweis dafür sei auch die in Berachoth a. a. 0. im Anschluss hieran gebrachte Bestimmung, einander mit dem Gottesnamen zu begrüssen, der von den Dustäern gemieden wurde. 105) Mas. Soferim xiii, 8: ויברך עזרא את ה׳ אלקים הגדול במה גדלו רב אמר ״ גדלו בשם המפורש ור׳ יוחגן <רבא) אמר גדלו בברכה(N V111,6): Und Esra segnete Gott, den Ewigen, den Grossen. Womit hat er ihn ״gross“ gemacht [verherrlicht]? Bab sagte: durch Aussprechen des Heiligen Namens.$R. Jochanan (Baba) sagte, durch einen Segensspruch verherrlichte er ihn. — Über die Namen der Tradenten gibt es hier verschiedene Lesarten, auf die Müller, Mas. Sof. S. 178 hinweist. Joma 69 b: ויברך עזרא את ה׳: אלקים הגדול מאי גדול:~אמר רב יוסף אמר רב שגדלו בשם המפורש רב גדל אמר ברוך ה׳ אלהי ישראל מן העולם ועד העולם אמר ליה אביי לרב דימי ודילמא};שגידלו בשם המפורש א״ל אין אומרים שם המפורש בגבולין ולא והכתיב ויעמוד עזרא הסופר על מגדל עץ אשר עשו לדבר ואמר רב גדל שגדלו בשם המפורש ״ הוראת שעה היתה ♦♦ ♦(N. V1I1,6): Und Esra segnete . . ., den Grossen. Was bedeutet ״der Grosse“? Bab Joseph sagte im Namen von Bab, dass er ihn mit dem Heiligen Namen verherrlichte. Bab Gidal sagte: (I Chron. XVI, 36) ״Gepriesen sei Gott, der Ewige Israels, von Welt zu Welt“. Darauf sagte Abai zu Bab Dimi: vielleicht hat er ihn mit dem Heiligen Namen verherrlicht? Da antwortete er ihm, man dürfe den Heiligen Namen nicht ausserhalb des Heiligtums aussprechen. Es steht doch aber (E VIH, 4): Und Esra, der Schriftgelehrte, trat auf eine Bühne von Holz, die man zu diesem Zwecke gemacht, wozu B. Gidal bemerkte, er habe ihn durch das Tetragrammaton verherrlicht [und das war doch ausserhalb des Heiligtums]? Das war eine Ausnahmebe- Stimmung.“ .. Der Text ist auch hier corrumpiert. Von den Kommentatoren werden verschiedene Lesarten angegeben. Nach Müller a. a. 0. hat Esra den Gottesnamen *in seiner reinen Form, welche dem aus dem Exil zurückkehrenden Volk nicht mehr bekannt war, wieder zur Anwendung gebracht. Dieser wurde von früheren Propheten viel öfter gebraucht, dagegen in Babylon mit anderen Be- Zeichnungen umschrieben. — Eine ausführliche Abhandlung über die Entstehung und dieÄverschiedenen Auslegungen des Tetragrammaton hat Max Grünbaum unter dem Titel ״Über den Schern hammephorasch als Nachbildung eines aramaischen Ausdrucks und über.sprachliche Nachbildungen überhaupt“ in seinen Gesammelten Aufsätzen zur ... S. 238 ff. gegeben. 106) Zu dem in der vorigen Note zitierten Ausspruch des Bab Gidal in