Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Journal
- Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Volume
- XXI. (1930)
- Date
- 1930-01-01
- Page
- – (sequence 174)
- Language
- German
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lös Gottesdienstes befassen.100) Am Ende eines jeden Jahres sollen jene Abschnitte der Tora zur Verlesung gelangen, die zurecht weisende Lehren enthalten.101) Auch für die Gebetsfolge an den Fasttagen wurden bestimmte Anordnungen getroffen. Die erste Hälfte des Tages solle zu öffentlichen Beratungen über die Ursache der eingetretenen Notläge und geeignete Möglichkeiten der Abhilfe benutzt werden, die zweite Hälfte ist zur Nachmittags-Zeit mit Beten und Busse zu verbringen.102) Für jede Gefahr, die das Volk bedrohe, solle 100) Erubin 65a: אמר ר״א הבא מן הדרך אל יתפלל שלשה ימים שנאמר ״ ואקבצם ♦ ♦ ♦ ונחנה שם ימים שלשה (רש"‘ והדר) ואבינה בעםR. Eiieser sagte: Wer von einer Reise kommt [und überanstrengt ist], solle nicht vor dem dritten Tage beten; denn so heisst es (E VIII, 15): ich versammelte sie an dem Fluss, der in den Ahawa fliesst, dort ruhten wir drei Tage, und (Raschi: dann erst) betrachtete ich das Volk . . — Diese Bestimmung des R. Eiieser hat für spätere Zeiten keine Gültigkeit erlangt. «״) Megiiia 31b: תניא ר, שמעון בן אלעור אומר עורא תיקן להם לישראל שיהו קורין קללות שבתורת בהנים קודם עצרת ושבמשנה תורה קודם ראש השנה מאי טעמא ״ אמר אביי ואיתימא ריש לקיש כדי שתכלה השנה וקללותיהBaraitha: R. Schimon b. El’asar sagt: Esra bestimmte den Israeliten, dass sie die Strafandrohung in Levitikus (Kap. 26) immer vor Azereth (Schabuoth) und die in Deuteronomium (28,15—69) immer vor dem Neujahrsfeste lesen sollen; der Grund dafür sei, so sagte Abai bzw. Resch Lakisch, damit das Jahr mit seinen Flüchen dahingehe“. — Azereth gilt als Jahresbeginn für die Bestimmung der Baumfrüchte (Bosch haSchana 1,1). In dieser Anordnung wäre gleichzeitig die Einteilung des Pentateuchs in 54 Parschioth durch Esra zu erblicken, da doch der Zyklus jährlich zu Ende geführt werden musste. Für die diesbezüglichen heutigen Bestimmungen vgl. Maimonides H. Tefilla XIII, 2. 102) Megiiia 20b, Taanith 13a: אמר אביי מצרפא לפלגיה דיומא מעיינינן במילי דמתא מפלגיה דיומא לפניא ריבעא דיומא קרא ומפפורי וריבעא דיומא בעו רחמי שנאמר ויקראו בספר תורת ♦ .. רביעית היום ורביעית מתודים ומשתחוים ... ואיפוך אנא לא ס״ד דכתיב ואלי יאספו כל חרד בדברי אלקי־ישראל על מעל הגולה ואני ישב משומם עד ״ למנחת הערב ובמנחת הערב המתי מתעניתי...Abai sagte; von morgens bis zum Mittag beschäftigt man sich mit den städtischen Angelegenheiten; von Mittag an bis zum Abend einen Vierteltag mit Verlesung der Schrift und der Haftora, das andere Viertel mit Gebet, denn so jheisst es (N IX. 3): und sie lasen im Buche der Lehre des Ewigen ihres Gottes ein Viertel des Tages, und ein Viertel bekannten sie und warfen sich nieder vor dem Ewigen . . Und vielleicht ist [die Reihenfolge] umgekehrt? Nein, denn so steht (E IX, 4, 5): Und zu mir sammelten sich alle, die vor den Worten des Gottes Israels zitterten, wegen der Untreue der Exulanten; ich aber sass bis zum Abendöpfer verödet