Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Journal
- Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Volume
- XXI. (1930)
- Date
- 1930-01-01
- Page
- – (sequence 163)
- Language
- German
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157 trotz eines grossen Unwetters stattland, benutzte Esra, um sieh in gleicher Weise, wie es im Buch Mal’achi geschildert wird, gegen die bestehenden Mischehen zu wenden.72) Seine eindringlichen Worte waren von Erfolg begleitet, und es bedurfte keines weiteren Zwanges. Einzelne traten vor und bekannten freiwillig die Sebald des Volkes,73) andere folgten mit der Beteuerung, gefehlt und ge״ sündigt zu haben, und schliesslich unterwarfen sich alle der harten, aber notwendigen Verpflichtung, die Mischehen zu lösen und die Frauen aus den Häusern zu entfernen. Es ist natürlich, dass durch solche Massnahmen bei den Samaritanern eine Verbitterung eintreten musste. Ihre Töchter waren von den Juden verstossen, und darüber hinaus alle Bezie- Baba ein für die Zivilordnung bedeutungsvoller Grundsatz aufgestellt: האקר בית דין הפקד, dass nämlich durch den Gerichtshof erklärtes Freigut als Freigut gelte. Siehe Jebamoth 89b, Moed Katan 16a und die dort angegebenen Parallelstellen im jerus. u. babyl. Talmud. Auf Esras Verhalten stützt sich die Halacha, die den jeweiligen Gerichtsinstanzen aller Zeit die Macht zuschreibt, nach eigenem Ermessen mit Besitzentziehung, Bann und Ausweisung vorzugehen. Maimon. VIII Hilch. Sauhedrin 24,6—9. ”) Megiila 15a u. jaikut 11,586: m תניא אמר ר׳ יהשע בן קרחה מלאכי מורא וחכמים אומרים מלאכי שמו אמר רב נחמן(בר יצחק) מסתברא כמאן דאמר מלאכי זד. עזרא דבתיב בנביאות מלאכי בגדה יהודה ... ומאן אפריש נשים נכריות עורא דכתיב רען שבניה בן יחיאל מבני עילם ויאמר לעזרא אנחנו מעלנן באלקנו ונושב נשים נשים 4 . 4 ״ נכריותBaraitha: R. Josua b. Karcha sagte, MaPachi sei Esra. Die Weisen sagten, MaPachi ist sein Name. Rab Nachman (b. Jizebak) meinte, naheliegend sei die Ansicht desjenigen, der sagte, MaPachi sei Esra. Denn in der Prophetie MaPachis (11,11) heisst es: Treulos ist Jehuda,und Abscheuliches ist in Israel geschehen und in Jerusalem... Und wer hat die fremden Frauen abgesondert? Esra. Denn so heisst es (E X, 2): Da hnb an Schechanja, Sohn Jechiels, der Elamiter, und sprach zu Esra: Wir sind unserem Ewigen untreu geworden und haben Weiber von den Völkern des Landes heimgeführtu. — Die Gleich- Setzung Esra Mal'achi wird auch in Note 142 behandelt. 1S) Sanhedrin lla: ושמואל הקמן מהיבא במר לה משכניה בן יחיאל דכתיב ״ דען שבניה .. ושכניה בן יחיאל מהיכא נמיר לה מיהושע דכתיב .♦Und woher wusste es Schmuei haKaton [dass man sich selbst bezichtigen dürfe, um andere nicht zu beschämen]? Von Schechanja h. J., wie es E X,2 heisst., (s. o.). Und woher wusste Schechanja, dass man dies dürfe? Von Jehoschua, denn so steht...u — Raschi z. St. bemerkt: Schechanja selbst hatte gar keine Heidin geheiratet, hat sich trotzdem aber miteinbegriffen, um die anderen nicht zu beschämen. Siehe auch Jaikut 11,17.