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Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft · 1930-01-01 · XXI. (1930) · page 162

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Journal
Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
Volume
XXI. (1930)
Date
1930-01-01
Page
– (sequence 162)
Language
German
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IRI
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166 eine solche Zersetzung des Volksganzen zu gegebener Zeit vefeiteit werde, suchte Esra alle von aussen her in das Judentum eindringenden schädlichen Einflüsse zu ersticken und zu beseitigen. Um die Isolierung des Volkes mit Erfolg durchzufUhren, mussten alle Beziehungen, die das Volk noch mit Samaritanern nnd den anderen Nachbarvölkern verbanden, abgebrochen werden.69) Aus diesen Gründen hatte bereits Serubabel den Samaritanern die Beteiligung am Bau des Heiligtums abgeschlagen. Und als sie achtzehn Jahre lang durch Hetzschriften und falsche Anklagen die Fortsetzung des begonnenen Werkes zu unterbinden verstanden, wurde bestimmt, aus ihrer Hand keinerlei Gaben für den Altar anzunehmen.70) Mit gleicher Entschiedenheit setzte sich Esra für die Auflösung der Mischehen ein. Bald nach seiner Ankunft batte er von dem Ausmasse der bestehenden Mischehen Kenntnis erhalten. Entsetzen und Schrecken ergriff ihn, und mit Fasten und Weinen erflehte er vom Himmel für seine weiteren Massnahmen den göttlichen Beistand. Er vereidigte die Volkshäupter und verkündete eine grosse Volks־ Versammlung, zu der alle erscheinen mussten. Anderenfalls, so hiess es in Esras Bestimmung, hätte der Gerichtshof das Recht, den Besitz des einzelnen als Freigut zu erklären und mit Beschlagnähme und Verbannung zu drohen.71) Diese Versammlung, die •ף Nora. r. vhi u. Jalkut 11,1067: דוד עמד ורחקן אף עזרא ריחקן ״ לגבעונים דכתיב והנתינים יושבים בעופל ואף לעתיד לבא הקב״ה מרחקDie Gibeoniten hat David abgewiesen. Auch Esra entfernte die Gibeoniten, wie es (N XI, 21) heisst: and die Nethinim wohnten auf dem Hügel; auch der Ewige wird sie einst abweisen.“ — Unter den Gibeoniten sind hier die נתינים Nethinim zu verstehen, wie ans dem Zusammenhang a. a. 0. nnd ans Raschi (zur Mischna) Kidaschin 69 a hervorgeht. 0ז) Mischna Schekalim 1,5: כל שאין נידר ונידב אין מקבלים מידם וכן ״ דץא מפורש על ידי עזרא שנאמר לא לבם ולנו לבנותWer nicht zu den freiwilligen Gaben zugezogen wird, von dem nimmt man auch sonst für das Heiligtum nichts an. So steht auch deutlich bei Esra 1,3: Nicht habet ihr und wir [gkmeinsam] zu bauen.“ — Siehe Jalkut 1,675. Arachin 5b: אמר רבא משום ״ רפיון ידים הוא דבתיב ויהי עם הארץ מר*ם ידי עם יהודה ומבהלים אותם לבנותRaba sagte: Das war nur [zu Esras Zeiten nämlich] wegen ihrer Störung, wie es aueh in E IV,4 heisst: und das Volk des Landes machte die Hände der Juden schlaff und schreckte sie vom Bauen ab.“ (Obige Bestimmung war demnach, wie &. a. 0. bemerkt wird, nur auf die damalige Zeit anzuwenden.) w) E VII, 26 u. X,8. Unter Beziehung auf Esras Erlass wurde von

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