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Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft · 1930-01-01 · XXI. (1930) · page 161

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Journal
Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
Volume
XXI. (1930)
Date
1930-01-01
Page
– (sequence 161)
Language
German
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IRI
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155 6. Die Stellung zu den Samaritanern. Von prinzipieller Bedeutung war Esras Stellungnahme zu de» Umvölkern. Durch die lange Exilsdaner waren die Juden in starke Berührung mit den Nachbarvölkern geraten und batten sich deren Sitten und Gebräuche angeeignet. Viele der Exulanten, die vor nahezu zwei Jahrzehnten den Rückzug nach Palästina angetreten hatten, Hessen ihre Frauen im Stich, weil sie infolge der Mühsal des Rückzuges und von der Sonne schwarz und hässlich geworden waren.68) Das Volk liess sich in Mischehen mit den benachbarten Stämmen, mit Samaritanern und Heiden, ein. Durch die heidnischen Frauen drang in das Volk allmählich ein Geist ein, der das heranwachsende Geschlecht dem Judentum zu entfremden drohte. Damit Diese Meinungsverschiedenheit kann nur die Ansicht des R. Akiba als Voraussetzung haben. Wie schon Tosafoth z. St. bemerkt, wurde den Leviten ihr Anteil nicht ganz entzogen, sondern sie mussten ihn mit den Priestern teilen. Ein Beleg für diese Bestimmung wäre dann in N X, 39 zu finden: ... ״ והיה הכהן בן אהרן עם הלוים בעשר הלויםEs soll sein der Priester, Sohn Aharons, bei den Leviten beim Zehnten des Leviten“. Dagegen in Ketaboth 26a und Chuiin 131 b heisst es: מעשר ראשון דוזקה לכהונה בר׳ אלעזר ב״ע אימר ״ דא״ר אב״ע אף לכהן לכהן ולא ללוי מי אמר אין בתר דקנםינהו עזרא.Der Anspruch auf den Zehnten gehört dem Priestertom, nach der Ansicht R. El’asars b. A. (s. o.). Bezieht sich der Ausspruch, den R. El’asar getan hat, ״für den Priester“ nur auf den Priester und nicht auf den Leviten? Ja, und zwar nachdem sie Esra bestraft hat“. — Nach der Ansicht R. El’asars (der ein Nachkomme Esras, also selbst Priester war, vgl. darüber Note 159), dass schon immer der Zehnte Leviten und Priestern gehört habe, bestand Esras Strafanordnung darin, dass fortan nur noch die Priester diese Abgabe zu erhalten haben. Naeh dieser Ansicht wäre in N X, 39 kein Beleg für die neue Massnahme zn finden die erst allmählich in Kraft getreten ist (Tosafoth a. a. 0.). — Die Halaeha entscheidet sich für die Meinung des R. Akiba. Demnach wurde den Leviten die Abgabe nicht ganz entzogen. Nach Maimonides traf Esras Massnahme nur die Leviten seiner Zeit, die ihm nicht folgen wollten, galt aber nicht mehr für spätere Zeiten. Maimon. III Hilch. Maasroth 1,4. 68) Keritoth 11a:אמר רב חסדא .. מלמד שכולן שפחות חרופות בעלו *Rah Chisda sagte: Aus EX, 19 geht hervor, dass sie Halbmägde geheiratet hatten“. Jaikut 11,589: ,אמר ר׳ יוחנן בשעה שעלו ישראל מן חנולה נתפחמו פני נשותיהן #ל ישראל מפני קחמה והניחום ונשאו נשים נכריות והיו נשי ישראל מקיפות את ״ המזבח ובוכותR. Jochanan sagte : Als die Juden vom Exil heraufzogen, sind die Gesichter der jüdischen Frauen von der Sonne schwarz geworden. Da Hessen sie sie und heirateten heidnische Frauen. Die Frauen der Juden aber umringten den Altar und erhoben ein Wehgeschrei“. . , ,

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