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Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft · 1930-01-01 · XXI. (1930) · page 157

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Journal
Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
Volume
XXI. (1930)
Date
1930-01-01
Page
– (sequence 157)
Language
German
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IRI
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i5i .tosuas Seiten her ummauerten, erhielten ihre alten Rechte wieder. Nur einige Bezirke wurden aus sozialen Rücksichten in die Verwaltung nicht miteinbezogen. 57) Gleichzeitig wurden die Septenatsbestimmungen in Kraft gesetzt. Das Volk nahm!freiwillig die Verpflichtung au! sieb* * den Zehnten jeglichen Ertrages abzuliefern, wozu unter den gegebenen Verhältnissen eigentlich keine zwingende Veranlassung vorlag. Diese Grosstat ward ihnen vom Himmel durch ein göttliches Zeichen gutgeheissen.58) Ansicht, die alte Heiligung habe ihre Gültigkeit verloren [und eine neue musste erklärt werden] begründet? Weil es (N VIII, 17) heisst: ״Und die ganze Gemeinschaft, die von der Gefangenschaft heimkehrte, alle begingen das Sukkothfest und wohnten in Hütten. Denn so hatten es die Kinder Israel von Zeiten Jehoschuas b. Nun an bis zum heutigen Tage nicht gemacht, und die Freude war sehr gross.“ Ist es denkbar, dass David oder sonst einer, bis Esra kam, das Sukkothfest nicht begangen habe? Nein. Sondern der Satz vergleicht die Ankunft unter Esra mit der von Jehoschua. So wie sie unter Jehoschua begonnen haben, Brach- und Jobeijahre zu zählen, und wie sie die ummauerten Städte »geheiligt“ haben, so begannen sie auch jetzt unter Esra, nach Brach- und Jobeijahren zu zählen und die ummauerten Städte zu ״heiligen“.“ Der Satz ist — wie Raschi z. St. erklärt — inhaltlich zu trennen. ״Denn so taten sie nicht“ bezieht sich nicht mehr auf das vorher erwähnte Sukkothfest, sondern will von etwas Neuem berichten, was sie seit Jehoschua nicht mehr unternommen hatten. — Über die Bestimmungen (״Heiligung“) der ummauerten Städte vergleiche Levit. 25,25ff. — Im Jalkut II, 1071 wird die gleiche Stelle zitiert mit Einschaltung der Worte אפשר בא שלמה ולא עשה סכות, die in Arachin fehlen. — Maimon. V, Hilch. Schemitta weJobel X, 3 stellt eine genaue Berechnung der Jobeijahre an: ״Die zweite Zählung begann, nach Unterbrechung von 70 Jahren, mit Esras Ankunft in Jerusalem.“ *7) Chagiga 3b, Chullin 7a: הרבה ברבים בבשו עולי מצרים ולא כבשום עולי בבל מפני שקדושה ראשונה קדשה לשעתה ולא קדשה לעתיד לבא והניחום כדי ״ שיסמכו עליהן עניים בשביעיתViele Städte besetzten die Juden, als sie von Ägypten kamen, die Exulanten ans Babylon aber nahmen sie später nicht wieder ein. Denn die ursprüngliche Heiligung war zunichte geworden, und so Hessen sie diese Bezirke [unberührt], damit sich die Armen im 7. Jahre darauf verlassen können.“ — Im 7. Jahr, in dem nicht gesät und geerntet wurde, fielen die für die Armen bestimmten Zehntenabgaben (מעשר עני) fort. Die Bezirke, die die Exulanten — wie Ammon und Moab — nicht in Besitz nahmen, galten als nicht zum Lande gehörig. In ihnen durften deshalb im 7. Jahre die Felder bearbeitet werden, und war man somit zu den laufenden Abgaben verpflichtet. M) Ruth r. v,4: ר׳ חנחומה בשם רבני שלשה דברים גזרו בית דין של מטה

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