Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Journal
- Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Volume
- XXI. (1930)
- Date
- 1930-01-01
- Page
- – (sequence 156)
- Language
- German
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i5ö :..׳1;־ * :ff; 5. Die Wiedererrichtung des religiösen Staatslehens. Vor allem war Esra darauf bedacht, das Land und das Heiligtum mit seiner früheren Heiligkeit und den daran geknüpften Rechten zu versehen. Die von Josua beim Einzuge ausgesprochene Heiligung des Landes und die vom König Salomo erklärte Heiligkeit des Tempels waren mit dem Fall Jerusalems und der Verbannung ins Exil zunichte geworden. Dadurch mussten die Be- Stimmungen der Jobeijahre und aller damit im Zusammenhang stehenden Anordnungen in Fortfall geraten. Es bedurfte eines neuen Heiligungsaktes, den Esra in feierlicherWeise für das Heiligtum vorgenommen hat.55) Schon mit dem Eintritt in das Land wurde, wie einst unter Josua, die Zählung der Brach״ und Jobeljahre aufgenommen.56) Die meisten Städte, vor allem die von 55) Im Babylonischen Talmud herrscht eine Meinungsverschiedenheit darüber, ob die von Josua bzw. Salomo vorgenommene Heiligung des Landes und des Tempels mit der Zerstörung Jerusalems und der Verbannung aus dem Land wirklich ihr Ende erreicht habe. Diese Frage, ob קדושה ראשונה קידשה לשעתה וקדשה לעתיד או לא קדשה לעתיד לבא die erste Heiligung nur für seine Zeit oder auch spätere Zeiten gedacht war, findet in Megilla 10a, Schabuoth 16a und Arachin 32 b eine weitgehende Erörterung unter Tanaim und auch Amoräern. Aus N XII, 31 geht nämlich hervor, dass Esra einen Einweihungsakt vorgenommen hat. Die Meinungen gehen a. a. 0. darüber auseinander, wie dieser Akt aufzufassen sei: רב הונא קםבר קדושה ראשונה קדשה לשעתה וקדשה לעתיד לבוא ועזרא וכר בעלמא הוא דעבד רב נחמן קסבר קדושה ראשונה קדשה לשעתה ״ ולא קידשה לעתיד לבוא ועזרא קדושי קדיש אף על נף דלא הוי אורים רתומיםR. Huna sagte, die frühere Heiligung sei für alle Zeiten vorgenommen [also eine Wiederholung nicht erforderlich], und Esra habe nur eine Bückerinnerung damit bezweckt. R. Nachman dagegen meinte: Die erste Heiligung sei nur für ehemals, nicht aber für spätere Zeiten gedacht gewesen, und Esra habe einen regelrechten Heiligungsakt vorgenommen“. — Obgleich die Urim und Tumim nicht vorhanden waren, konnte — nach R. Nachmans Meinung — Esra den Heiligungsakt doch ausführen, da dieser nicht ausschliesslich an deren Vorhandensein gebunden sei. Vgl. auch die Stellungnahme des Maimonides zu der obigen Meinungs- Verschiedenheit. 5») Arachin 32b: מאי טעמא דמאן דאמר קדשה ראשונה קדשה לשעתה ולא קדשה לעתיד לבא דכתיב ויעשו בל הקהל וכוי וישבו בסכות כי לא עשו מימי ישוע בן נון כן בני ישראל עד היום הזד,,.. אפשר בא דוד ולא עשה סוכות עד שבא עזרא אלא מקיש ביאתם בימי עזרא לביאתם בימי יהושע מה ביאתם בימי יהשע מנו שמיטין ויובלות וקדשו ״ ערי חומה אף ביאתן בימי עזרא מנו שמיטין ו־ובלות וקדשו ערי חומהWomit wird die ■